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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1933-02-01 · Februar 1933 · p. Seite 11

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1933. Bestand UB Ffm
Issue
Februar 1933
Date
1933-02-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Weite Stracken des Landet sind nôch nicht Angebaut? Die Regierung ist. bestrebt; durch Anlegung von Straßen Verkehrswege zu schaffen und auch die entfernteren Gebiete au erschließen. ' Es wird ein Laridungsdepot von 2)0 Dollar resp. 1000 RM. gefordert. Panama ' Nach, der Zählung von 1939: 467 500 Einwohner, Panama: 66850 Einwollher. Wahrung: J Balbao » 4,21 Goldparität 4,198 RM. Landessprache spanisch. * In der Gaceta Qficial der Republik Panama Nr; 6464 vom 5. Dezember 1932 ist das Gesetz % vom 1. 12. 32 veröffentlicht, da* neue Bestimmungen über die.Einwanderung enthalt. Danach werden die in das Land" einreisenden Personen eingeteilt in Durchreisende, Einwanderer und früher im Lande wohnhaft-Gewesene.-< Einwanderer müssen einen Betrag hinterlegen, der den etwa nötigen Heinischaffungskosten entspricht, und denraeh einem Jahr verfällt, wenn -der. Einwanderer das Land'inzwischen nicht "verlassen hat^ Befreit davon sind Einwanderer, die sich zur Niederlassung ' im Innern der Republik verpflichten, die sich landwirtschaftlichen Arbeiten widmen wollen, und die über die nötigen Unterhaltsmittel für mindestens ein Jahr "verfügen. \ Aufrechterhalten bleibt das bereits bestehende Einwanderungsverbot für Chinesen, Libanesen, Palästinenser, Syrier, Türken und Neger, deren Muttersprache nicht das Spanische ist. Kuba ■ Bevölkerungszahl: 3 763375 Personen, Hauptstadt Havanna: 584.893. Währung: 1 Goldpeso - 4,21 Goldparität 4,198 RM. Gefördert wird ein Landungsgeld von $ 200. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß da* erteilte Visum keine Garantie für die Landung bietet. Erst die Landungsbehörde, trifft eine endgültige Entscheidung. Auswanderer ans Sowjetrußland erhalten kern Visum. Das Konsulat bemerkt, es sei infolge der schwierigen Wirtschaftslage' ausgeschlossen ç daß Einwanderer in'Kuba Arbeit bekommen,. ' Im Jahre -1931 wanderten 2)8 Juden nach Kuba ein. *•-' ..•' ' : '. /■ ■ Dominikanische Republik Bevölkerungszahl: 1022 000. Santo Domingo: 31000 .Einwohner. . „ Für die Einreise von. Deutschen und Nichldcittschen ist da,« Visum eines dominikanischen Konsulats erforderlich. Das Generalkonsulat erklärt es als zurzeit nicht ratsam, nach der Dominikanischen Repbblik auszuwandern. Personen ohne Arbeitsnachweis erhalten keine Einreisebewilligung. ■— Bezüglich A ns-ic d 1 h n g wird folgendes von der Domini kaiiisdbcn Vertretung ergänzend Ih>merkt .-y- "Wer sich in der Dominikanischen Republik an/siedeln will, tut gut, vorher Ihm dem jeweiligen Konsulat oder der Gesandtschaft nähere Angaben über seiai~P*r»onIichkeit zu machen, insbesondere auch, welche Vorbildung er genossen, und welchem Berufe er sich in der Landwirtschaft widmen will'. Die Regierung kommt Siedlern, die sich der Landwirtschaft widmen, gern entgegen, zumal große Ländereien für Siedlungszwecke vergeben ■ werden können. "■>■*,' * -J Es ist erforderlich,-daß der Einwanderer jka gewisses Kapital mitbringt, damit er über die erste Zeit tier Siedlung hinwegkommt, bis CT die Früchte seiner Arbeit ernte« kann. . Bemerkt sei, daß aurseit die Preise fürWie Landesprodukte außerordentlich niedrig sind. - I I lit Bevölkerungszahl: 3 157000; Hauptstadt Caracas: 135 300 Einwohner. Währung: 1 Bolivar - 0,60Goldparität 0,81 RM. Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Venezuela liegen, im Vergleich su anderen Ländern, was Import und Export anbelangt, günstigere Die Industrie, ist in fortschreitender Entwicklung. Auch Venezuela sucht, wenngleich Auslândeçarbeir*im Lande gestattet ist, Immigranten seit einiger* Zeit fernzuhalten. Jeder fremde',- der in Venezuela ankommt, muß bei dem Zivilchef 'irrf Landungshafen ein Depot in Höhe-von 1 000 Bolivares hinterlegen. Wenn der Reisende das' Depot nicht unmittelbar '•■ „"■•• 1 '• . ' j ~ ** , ■ . , , I nach seiner Landung crleçt, soll er nicht zugelassen werdj» und sich wieder' einschiffen. Der Fremde, kann die Rückgabe des Depots in den folgenden Fällen fordern: innerhalb eines Jahres seines Aufenthalts im Lande, wenn er ins Ausland zurückreist; - Während des zweiten Jahres seines Aufenthalts im Lande, wenn er dort gesetzmäßig wohnt. In-bestimmten Fällen erfolgt* eine Befreiung von der.. Verpflichtung Sur Hinterlegung des Depots. Angeführt seien: minderjährige Fremde unter 15 Jahren, die einen authentischen, legalisierten-Geburtsschein besitzen; die Fremden mit Einwanderungsvertrag »nd ferner Landarbeiter, Lehrer und Lehrerinnen und,Personen'für Haushaltungsdienst — die eine spezielle Vorherige Autorisation des Ministers des Innern haben. Columbien f \ ' Bevölkerungszahl :" 7 993 000, 'Bogota : U4 000 Einwohner. Währung: 1 Goldpeso 4,00 Goldparität 4,086 RM. Landessprache spanisch. Düren Dekret vom 18. Dezember 1931 wurde eine Qüotenbasis'fiür die Einwanderung von Bulgaren, Chinesen, Griechen, Indiek/Libanesen, Litauern,.Palästinensern, Rumänen, Russen, Syrierin Türken und Jugoslawen festgesetzt und für das Jahr 1932 die Quote für Einwanderer aus diesen Ländern auf je 10 beschränkt. Personen dieser Staatsangehörigkeit, die wenigstens drei Jahre in Columbien gelebt haben, and die Eltern, Kinder, Qstten oder Gattinnen solcher Personen wurden der Quote nicht unterworfen; die vorerwähnten Familienmitglieder sollten jedoch nicht zugelassen werden, wofern nicht der Nachweis geliefert würde, daß du bereits in Columbien wohnende Familienmitglied imstande sei, sie zu unterhalten. ' Bei der Landung ist der Besitz von 200, amerikanischen Dollars nachzuweisen. ' <:-;...-:•:■ * . ■ •. '■; . •y:;■ - j> . Ecuador { ° & lîevolkerungszahl: 2000000, Quito: 80 700 •Einwohner. Währung: 1 Sucres =* 0,70 Goldparität 034 RM. Landessprache spanisch. 'Von den europäischen Lindern' bcßötigen die Angehörigen der Staaten Deutschland", Frankreich, Italien, Belgien und Schweiz kein Einreise- Und Durchreisevisum; für oie Einreise oder Durchreise ist das Vorlegen des amtlichen Reisepasses desin Frage kom- - menderi Landes, außerdem, ein Gesundheitsattest, worin bestätigt -wird, daß der -Ausreisende innerhalb des letzten Jahres gegen , Pocken geimpft worden ist, sowie ein polizeiliches Führungszeugnis Über die letzten fünf Jahre erforderlich. - . , Die Lage in Ecuador ist "nach Mitteilungen vom Herbst' 1932 außerordentlich schlecht, die Unternehmer bleiben mit der Zahlung der Gehälter an die Angestellten vielfach rückständig, die Löhne sind niedrig. . Pom Bevölkerungszahl: 6147000, Lima: 200000 Einwohner. (Die Angaben über die Zahl der Einwohnerdes Landes und der Stadt variieren stark.) 'Währungy 1 Sol 0,67 Goldparität 1,175 RM. Landessprache spanisch. .ff Laut Mitteilung des Generalkonsulats von Peru vom Sept -ist die Einwanderung nach Peru gesperrt, -es sei denn, daß derjenige, der nach dort 'einwandern will, mit einer Firma einen beglaubigten Anstellungsvertrag hat. Ist dieser' nicht vorhanden, so müssen im Konsulat MOO Dollar hinterlegt, und es.muß der Nachweis erbracht werden, daß 2000 RM. Kapital vorhanden sind, Unterm 9. Juni 1932 ist ein Gesetz erlassen worden, .wonach . alle im Lande, ansässigen undkünftig sich niederlassenden kaufmännischen und .gewerblichen Unternehmungen mindestens lu 8O0/0 peruanisches Personal beschäftigen müssen. Im gleichen Verhältnis müssen die Ausgaben^ Gehältern und Löhnen peruanischen Angestellten und Arbeite!1» zufließen. Infolge des Kursrückganges jfcr peruanischen. Währung sind die Preise erheblich gestiegen. Bolivien £ v ' Ifevölkerungacohl: 2861000 (1928), La Paz: 142 500 Einwohner. Währung: 1 Boliviano — OJW Goldparität 1,532! RM. Zum Erhalt eines Visums ist u. a. eine Bescheinigung vorzulegen, wonach der Einreisende einen ehrenhaften Beruf ausübt. JDas~rtöhsulat rätdringend von der Einreise ohne einen Anstelhingsvertrag oder genügende Geldmittel ab. Durch die anhaltende Zihnkriee'ist der Arbeitsmarkt mit beschäftigungslosen Eisenarbeitern überschwemmt.t ""'" ' ' •■ '■ * Iiif, t , hi i s -i.»•.*•; m-

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