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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1933-02-01 · Februar 1933 · p. Seite 10

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1933. Bestand UB Ffm
Issue
Februar 1933
Date
1933-02-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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ein'q Bestimmung des EanwanderungsaeseUes gefehlt hatten, sonst abet kein Unrecht begangen haften.-Ihrfe Deportation unh" ihre , dauernde Ausschließung bedeutete in vielenTillen die Auflosung , voni Heimen und die Trennung von Familien. Der Präsident selbst hatte nicht die Macht, die Strenge des Gesetze« iu mildern, > wiç'sehr es auch der Fall verdiente." Zu erwähnen ist noch, daß infolge der großen wirtschaftlichen Not sich in gewissem Umfange eine Abwanderung aus den ' amerikanischen Großstädten aufs Land vollsogen ' hat. — Seit dem 1. September 1932 werden in Deutschland Einwander Cmgsvisen nur noch von den amerikanischen Konsulaten in Berlin, Hamburg und Stuttgart erteilt. Für Personen, die früher infolge ihres Wohnsitzes in den Amtsdistrikt des Amerikanischen Konsulates in Bremen fielen, ist jetzt, in bezug auf Einwanderungsangelegenheiten, seit dem t. September 1032 das Amerikanische Konsulat in Hamburg zuständig, und'für Personen, die früher'infolge ihres Wohnsitzes in den Amtsbezirk des Amerikanischen Konsulates in Köln fielen, ist seit dem 1. September 1932 das Amerikanische Konsulat in Stuttgart zuständig SOWeit es sich Um F.inw»nHerli^jp»ngplpgenhftilpn TianHe|^^-- In dem Bericht des Commissioner of Immigration für * Fiskaljahr 1931/32 wird u. ja. eine" radikale Hemmung dpr-Einwanderung empfohlen. 'Die Einwanderung soll danach, abgesehen von der Zulassung von Familien amerikanischer Bürger und gek setsmäßig in den Vereinigten Staaten wohnender Auslinder — die jetzt non-quota- oder Vorzugsstatus haben — -jeweilig auf den , tatsächlich bestehenden Bedarf an Spezialisten beschränkt werden. *! Mexiko . ''•H^ofi^S^J'^' ■ ' . - " ','"'-- ■*-• '^"'y-V Die Bevölkerung von Mexiko beträgt nach dem Zensus von 1930: 16 404 000 Personen. — Hauptstadt Mexiko: 615 400. Währung: 1 Silberpeso 1,32 Goldparität ca. 2,00 RM. Landessprache apanisch. Mexiko leidet schwer unter der Wirtschaf Lskrisis. In der Landv ' Wirtschaft werden infolge der starken "Preisrückgänge vielfach nicht einmal die Produktionskosten gedeckt Nach den Bestimmungen "des Arbeitsgesetzes müssen in allen Handels- und Industr^Unternehmungen 90 «/o der Beschäftigten Mexikaner Vin; -die _Auslinder im Lande unterliegen in bezug auf Aufenthaltswechsel einer scharfen Kontrolle. . ' * ' Ausfuhruogahèstimmungen bezüglich des mexikanischen Wanderungsgesetzes wurden am. 6. 6. 1932 erlassen. Es kann danach jedem Immigranten ohne finanzielle Hilfsquelle die Zulassung verweigert werden, selbst wenn er im -Besitz eines Arbeitskontraktes ist, falb' Mexikaner desselben Berufes - arbeitslos sind. Werden solche Immigranten zugelassen, so soll die Beh&rde der .-Gemeinde, wo sie wohnen",-'die Durchführung mr^f'^A(Leitet Verträge überwachen und d.as. Ministerium des Innern hen ach - ' richtigen, sobald der .Vertrag zu Ende ist. 31 Ansiedler, die auf eigene Rechnung und Gefahr nach Mexiko auswandern, können von den auf andere Einwanderer anwendbaren Restriktionsmaßnahmen nicht ausgenommen werden. ■ außer unter der Bedingung, daß f ic von ihren Familien begleitet werden,, ein für . Ansiedlung geeignetes Stück Land gekauft - haben und im Besitz der nötigen landwirtschaftlichen Geräte sind. Diejenigen, die. aujf einen Niederlassungsvertrag hin ein-' wandern, müssen diesen Vertrag durch das Ministerium des Innern genehmigen lassen. Um. die schnelle Assimilation von , Auslindern zu sichern, •ollen die Behörden zusehen, daß diejenigen, die in Mexiko-' länger als fünf Jahre gewohnt haben, die mexikanische Nationalität annehmen. Mexikaner, dieauazuwandern wünschen', müssen außer den .meieren 711 erfüllenden Bedingungen den Besitz einer Summe von wenigstens 500 Pesos nachweisen. Die örtlichen Wanderungshehörden 'sollen aie auch von der Auswanderung abzuhalten % suchen. Das 'Ministerium des "Innern kann die Auswanderung beschranken oder verbieten', wenn Distrikte im Lände unbevôlkért sind oder Arbeitskräfte brauchen: Um diese Maßnahme strikt - zur Geltung zu'bringen, kann das Umherziehen ungelernter.Arbeiter innerhalb der Republik verboten werden, -wofern die bfe. treffenden Personen nicht beweisen können, daß ihre Reue nicht zum Zwecke heimlicher Auswanderung unternommen ' wird. . .Andererseits darf Auswanderung nicht verboten werden, wenn sie i als notwendig zur Entlastung des Arbeitsmarktes betrachtet .wird. Der Mexican National Advisory Congress on Migration,- dçr vom | 23. Juli bis 2. August'1032 tagte, riet, Immigranten^dic sien auf r. — dem Lande ansiedeln w^tle«. vor Lohnarbeitern dijij Vorzug tu v f ...r -/ geben; der Kongreß seWut^aueK vor, daß die Immigranten auf den diplomatischen Schutz Ihrer Regierungen verzichten sollen. — Die freie Einreise nach Mexiko ist, wie uns vom Generalkonsulat mitgeteilt wurde, infolge der dort herrschenden Arbeitslosigkeit' aufgehoben. Die Erlaubnis zu derselben ist bei der Secretaria de Gobernacion in Mexiko D. F. tu beantragen. Einwanderern wird von Schiffabrtsgesellschaften dringend empfohlen, bei der Landimg einen Betrag von mindestens mexikanischen Dollar 200. bereitzuhalten, für den Fall, daß sich ' irgendwelche .Schwierigkeiten ergeben sollten. Guatemala Bevölkerungszahl: 30000003, Hauptstadt Guatemala: 170328 Einwohner. Wihrung: 1 Quesal -4,21 Goldparität 4,198 RM. Landessprache spanisch.' - Guatemala hatte schon bisher in weitgehendem Maße die Einwanderungvon Angehörigen orientalischer, ost- und mitteleuropäischer, russischer und vormals russischer Lander verboten. Nach einer Mitteilung, die uns das Konsulat gemacht hat, ist Guatemala für ArbtiUaHfliauimi suiswtgesperrt, ausgenommen sind Personen technischen Berufs, die durch die Regierimg oder dazu ermächtigte industrielle Betriehe nach Guatemala gekommen sind. Das bezügliche Dekret ist âin 5. März 1931 in Kraft getreten. YeP- . ordnungs-Nr. 1 127. Geschäftsreisende können vorübergehend nach Guatemala "gehen, wenn sie nachweisen, daß sie nur für ihre Firma Arbeiten. Bei der Landung in Guatemala ist, wie das Konsulat angibt, ein Geldbetrag weder zu deponieren noch su entrichten; . es genüge, wenn die betreffende Person nachweisen kann, über welchen Betrag sie verfugt. V v .. ' - ' ,. ' ' \ ^Sgi al v a d o r Bevölkerungszahl: 1 438 000, Hauptstadt San Salvador: 88100 Einwohner. Wihrung: 1 Colon - 1.70 Goldparität 2,099 RM. Landessprache spanisch. Nach eitler Mitteilung des-.Generalkonsulats muß. der Zweck der Einreise bz»."Durchreise unbedingt angegeben werden; wenn die Angaben "dem Generalkonsulat zweifelhaft erscheinen, muß erst die Erlaubnis von seilen der Regierung für" die Ein-,bzw. Durchreise erfeilt werden. Wiedas Generalkonsulat noch bemerkt, sind die Wirtselia ftsverhältnisse in Salvador sehr schlecht. Das Land ist von der Weltkrise' sehr schwer betroffen worden. Es herrsche so großer Arbeitsmangel, daß nicht einmal die Einheimischen Arbeit bekommen könnten, und noch viel weniger für Ausländer Arbeit vorhanden sei Daher wird davon abgeraten, sich nach Salvador zu begeben. ' . .... '. _ ";;; .:,./' s. Honduras--- - Bevölkerungszahl: 860000 Personen, Tegucigalpa: 40000 Per-' souen. Wihrung: _ 1 Lempira m 2,00 Goldparität 2,099 RM. Lahdessprache spanisch. Passagiere, die über Guatemala noch Honduras reisen, müssen" auch den Landungsbestimmungpn für Guatemala genügen. l . ' ■ ' Nicaragua Die Bevölkerung wird auf 750000 Personen gesohiUt; Managua, städtische Bevölkerung, ca. 40000 Personen. Währung: 1 Cordoba Goldparität, 4,198 RM. -Landessprache spanisch. -Wichtigste Landesprodukte, wie s. B. Kaffee, haben einen . katastrophalen Preissturz erlitten. ' Viele Leute haben ihre Besitzungen verlören; dieselben mußten von den Banken übernömjncnT werden, die den Besitzern Vorschüsse geleistet batten, die sie nicht zurückzahlen konnten. Das Handwerk ist,..in Nicaragua außerordentlich entwickelt. Es werden Luxusarbeiten hergestellt. Von der Einw-anö^Map*' wird zurrtil dringend abgeraten.--Verboten ist die Einwanderung u. a. für^Polen, Armenier, Syrier,. Araber, Perser, Inder und.Chinesen. Landungsdepot $ 100.—, Araber, Perser, Inder unjd Chin Co.ta Rica |y| « Bevölkerungszahl: 4% 000, San José; 50600. Währung. 1 Colon ],00 GoldparMt 1,05 RM: »Landessprache spanisch. Es sind Bestrebungertttur Gruppensiedlung im Gange. Speziell sjnd aurb deutsche Grjrapensiedfungen in Aussicht genommen. Die Regierung in Costa, (Lea steht demi Plan freundlich gegenüber. m

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