Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1933. Bestand UB Ffm
- Issue
- Februar 1933
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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/'!' BttthlrWutst; 1MB kilMl—M, wi et kl» Handarbeiter, sei fc» im tecbnisehsk kunsfUmschen oder Lehrftoh. auch in WtendeT "Stil il ag tiiettit ow «mmähen .»uobt (mit Autriahme Je» fOr Letztgenannt»? im Artikel 6 vorgesehenen Sonderfalle»), einerlei in 'welcher Form; Mar . Höh« lie für ihr* Dienste entlohnt werden/ und ferner alle diejenigen anderen Personen gleichen. Rschtsbegriffes, \ diè fur" eigene Rechnung arbeiten und dabei 'ihnen gehörende -ArbeiUwerkteure öder Gerlte wirttchtf(liehen Ertrignissm verwenden oder .«ich für. eigene Rechnung dem Hausierhandel widmen oder Beseht" ftigungen ausüben, che. keine aridere persönliche Befähigung erfordern ah. die einfacher körperlicher Anstrengung entapringende. '••«». 1 ' Art. S Dti auslindisehe Perianal, »owohl Tocbniker, Handarbeiter alt auch Büroangestelkie, du in Spanischen oder fremden Handel»-, Industrie- oder LandwirttrhafUberrieben (die. ob in Eintet- oder Mlsnhtfaifntst, ihre Tätigkeit tn irgendeinem Teile der Republik Ausüben) angeitelit -ist, kann in »einen gegenwärtigen Stellungen-verbMberi,sofern es die Vorschriften der Artikel 8, 4 und 6 diese» Erlasses befolgt, fill die Zukunft indessen und nach Mafigabe der »ich ergebenden Yäkinzen motten' diese ' gemlB den Tom Arbeit»- und . Fürsorgeministeriunr, nach »ushesigoi gutachtlicher Stellungnahme des Arbeitarate» tu erfassenden Richtlinien durah «r^iifh» Arbeiter, Technike ker ' oder Angestellte, die unfreiwillig arbeitt tos und beruflich beftingr tiau<__die in' Frage kommenden PUtae tutiufüllen, besetzt warden. v ~~---'._ Zu dieeatat Zweck werden den einheimischen Arbeitnehmern " diejenigen ausländischen gleichgestellt, die wenigsten» fünf Jahre in Spanien anlast ig aind, und ferner solche, die ohne diese Voraussetzung eine Familie hiertulande gegründet oder Nachkommen im Lande aufzuweisen haben. nage auaUnditche Arbeitnehmer de* Ministeriums ■ fur Arbeit und fe tätig tu »ein oder um »ich irgendtu widmen. Wenn er fur fremd- ' dem mit einem Arbeitsverträge »ern , Jurados mixtos" beglaubigt "und »weis und Abwehr gegen Beschafj Defense contra el naro) •Art. 3. - Jeder in Spanien bedarf dar besonderen Genehi to title Fürsorge, um in »einem einer anderen Titigkeit im Rechnung arbeitet, muß er ai » sehen »ein, dar von den tutlii . bei der Dienststelle für Arben tigungtttillttand (Serricios de eingetragen -tat. In jedem Falle, ob er nun /Of eigene Rechnung oder für Rechnung" eine» Dritten (tercero) 'arbeitet, muß der awländttche. Arbeit- I nehmer sich den Beruftpaß (carta de identidad profetional) verschaffen, 1 denen Besitz (dar zur Ausübung einer beruf liehen Tätigkeit als unerläßlich' erklärt wird) als Bescheinigung rechtmäßigen Auf enthalte» in Spanien gilt. ' . .. Art, 6. Die tn den vorigen -Artikeln getroffenen Bestimmungen finden, mit Ausnahme des unerläßlichen Beruftpasse» (carta de identidad profetional), der dann kottenlos erteilt wird, keine Anwendung auf folgende Personen: «. a) Ausländer, die Direktor- oder Geschäftsführer-Posten bekleiden, . worunter aber nur solche tu verstehen aind, die unter ihrer persönlichen Verantwortung die tatsächliche Leitung der Gesamtheit des Unternehmen» oder Geschiftet, inne Itaben, und nicht diejenigen, die unter irgendeiner anderen Bezeichnung (Verwalter, kaufmännischer Leitet, Leiter der . Niederlassung, Vorsteher' einer technischen Abteilung usw.) nach den . * Anordnungen > eine» vor gesetzten Chefs . arbeiten, der für - den Betrieb oder das Unternehmer) »einen Inhabern gegenüber verantwortlich - ist. b) Alle diejenigen, die gerhaß den Grundsätzen des Internationalen Rechts Exterritorialität genießen; ' ferner Personen, die tu Studien- »wecken irgendeine amtliche oder private Lehranstalt literarischer, wisteraybsftrtcher, gewerblicher Art eider für Arbeitnehmer besuchen und solange sie in dieser Eigenschaft verbleiben; schließlich die als Volontäre (practicantes temporales) in Handel und Industrie aufgennmt menen Personen, deren Einreise und Aufenthaltsdauer in Spanien 'naeh/ den Regem unbedingter Gegenseitigkeit bestimmt wird, mit Ausnahme derjenigen ~ Falle, wo ein .besonderes Abkommen in dieser Hinsicht besteht. i i Portugal Bevölkerungszahl: 6 033 000, Lissabon: 529 500 Einwohner. Wahrung: 100 Escudos (Papier) - 12,77 Goldparitat 18,556 HM Mitteilungen des Konsulats entsinnen wir folgeöd«: „Der"Einreise deutscher, belgischer; dänischer, »panischer, norwegischer, holländischer, schweizer, tschechischer, englischer, österreichischer, isländischer, ( schwedischer, italienischer,. französischer, ungarischer Staatsangehöriger in Portugal und dem Aufenthalte daselbst steht nichts im Wege. Ein besondere» Paßvisum ist für Portugal und die - anliegenden Inseln, Azoren und Madeira, in diesen Fallen^ nicht erforderlich. Dagegen muß für die portugiesischen Kolonien jeder Ausländer ein Visum haben. Für die Kolonien gelten besondere Bestimmungen. Der Arbeitsmarkt ist Portugal ist turteit für Ausländer nicht --------.------ - Di» portugiesische Fremdenpolizei beschrankt, wie berichtet wurdeJ»rmreisenden Ausländern, die' in Portugal' Bcachlf^ieuiig suchen;»dcn Aufenthalt aufputze Frist und versiebt ihren PDß mit dem Vermerk, durch den'die Annahme "einer bezahlten Stellung verboten wird. 1st dièse Zeit abgelaufen und* kann ein Fremder nicht nachweisen, daß er ini Besitz von Geldmitteln ist. so wird er zunächst in Haft genommen und dort behalten, bis klargestellt >' ~" :\ . v-urr '. 1 * : -r i \ >■'■ ■ is*, ob gegen" ih» etwas vorliegt. Nach Abschluß der Erhebungen.. (le*«A-Durriif(rhrung meist lingere Zeit dauert, erfolgt .die Abschiebung Ober die "fSretue. \ ■ ' V .-.'S''..:*' K T» nid« A Nach-der Volkszahlung von Januar 1931 zahlte die Bevölke- ' h Kanada 10 353 778 Personen. — Ottawa: 107 80u Persbneh. Auf dem Lande wohnen 46.3 o/o, in den Städten 53,7 »o. Wahrung: 1 Dollar - 3,67 Goldparität 4,198 RM. Durch radikale Restriktionen ist die Einwanderung nach Kanada allgemein, aufs stärkste beschrankt worden und für Ange- \ * hörige der meisten Länder rum Stillstand gekommen. Gegen- -. wärttg ist. nacH der Auskunft einer kanadischen Ainlandsvartreliing dgj Eintritt von AngüiOtlutii Kontinentaler Staaten beschränkt auf landwirtschaftliche Familien,', die im Besitze genügender Mittel sind, in Kanada Landwirtschaft zu betreiben, vorausgesetzt, daß es sich bei der Ansiedlunj^.um eine kanadische Provinz handelt, die sich nicht gegen solche Einwanderung erklärt ' hat. Dee ferneren ist die Einwanderung ptaUUeAr Frauen oder Un- IteiraUjUat Klndèrn unter IU Jahren einer in Kanada gesetzlich zugelassenen und wohnhaften Person, die in der Lage ist, sie aufzunehmen und für sie zu sorgen. Bewerbern der obigen - Kategorien werden Visen nur durch einen' kanadischen Auswandernrigskommiasar auf dem Kontinent erteilt, vorausgesetzt, daß sie völlig den in ihrem Falle anwendbaren Beatimmungen genügen. Zur Ergänzung* dieser Informationen seien nachstehend noch konkrete Angäben einer großen Schiffsgesellschait vom Januar 1933 angeführt, laut welchen nachfolgende Kategorien da» Visum erhalten können;- * 1. Landwirttfamilien und ledige Landwirte, t die außer den Oberfahrtskosten Ober ein Kapital von kanadischen Dollar 1000 und mehr verfügen, tb diesen Pillen wird die Einreiseerltubnit nur erteilt, wenn die Antragsteller sich verpflichten, tich in den Seeprormaen Kanadas, Ncubraunschweig oder NeuschottUnd, anzusiedeln und sich , als Landwirte ara betätigen. In Frage kommen' vorläufig nur die Angehörigen folgender Linder: Deutschland, Ho Band, Danamark, Schweden, Norwegen und England. Das notwendige Kapital variiert je nach dem le i ( p u n k t der Reise. t Für die w e 111 i c h e n. Provinten Kanadat wiè Ontario, Manitoba Saskatchewan; Alberta und British-Columbien beisteht turteit' nur Aua- ■ sieht auf Erteilung der. Einreiseerlauboit, wenn mindesten» Dollar AtOOO-^SoOO tum Ankauf einer Farm vorbanden sind. '; - Für Frauen und minderjährige Kinder, die tu ihren Gatten 'und ' Vätern reisen, wie für junge Mielchen, die, um zu heiraten, tu ihren in Kanada wohnhaften. Verlobten reisen, ist eine besondere Einreiseerlaubnis erforderlich, die für letztere von /bestimmten Nachwelten fin tn rie lier JMatur abhängig gmrtscht Wird. "Da» Visum wird de» weiteren an Pertonen erteilt, denen die Einreise auf Grand .einer vom Arbeitsj minuterium gegebenen Ertaubnit gestattet wird» In Frage bierfür kommen Angehörige von Spezialbenifeo, -wie Arzt«, Hochschullehrer, P rédiger usw.. ' Das British Overset Settlement Committee gibt in seinem Bericht über, das Jahr 1931 u. a. einen höchst interessanten Oberblick über die kanadische Immigralionspolitik und deren Wirkungen. Der Bericht stellt fett, daß nach einein vollständigen Aufhören der Wanderungsbewegung.-während der vier Jahre des .Weltkrieges deutliche Zeichen der Besserung zu Beginn def zwanziger Jahre zu erkennen waren. Diese wurden jedoch sofort gehemmt durch Restriktionen seitens der Einwanderungslinder, die durch.die vierminderte Fähigkeil zur Absorption neuer Ansiedler .veranlaßt waren,'ein Zeichen des Beginns der ökonomischen Depression. So verhinderte die kanadische Korvtraktarbeitsverortlnung vom 7. August 1929 die Landung jedes Immigranten, der nach Kanada kommen wollte, sei es auf Grund eines Kontraktes . oder Mikomincns. eines ausdrücklichen oder stillschweigenden, um Arbeit oder einen Dienst irgendwelcher Art in Kanada tu verrichten. Spezieüe im Jahre 1929 und 1930 herausgegebene Ver- . Ordnungen liiuitrrften streng die Einwanderung' von .Personen des europäischen Kontinent». Das. Committee ist der Ansieht, dajL_: -_• .die wechselnde Absorptionsfähigkeit der Einwanderungslinder die , -Uauptursache des Fluktuierens w Eiaiwanderung ist, das seit ' 1872 eingetreten ist. Der Betrag der (Sjbanpassagerate und Umstände indem Ursprungslande, wie Abnahme der Geburtsrate, Verbesserungen .in dem Lebensstandard und die Leistung sozialer Dienste'haben zweifellos ihre Wirkung ausgeübt, aber sie'waren nicht die Uauptursache. Ein-Beispiel dafür ist Kanada. \\u- ' Passagerate war' 1895 auf einen sp geringen Betrag wie 2 Pfund reduziert, aber die Zahl der Wanderer aus dem Vereinigten König- _ reich (England) nach Kanada-zeigte eine entschiedene Abnahme. Der Grund War, daß Kanada unter der Ökonomischen Depression litt, , die der finanziellen; Gedrücktheit des Jahres 1893 folgte. *• ' l M '!. ' ' / VV **" ' i" '■' — * <i* MMSki/A