Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1933. Bestand UB Ffm
- Issue
- Februar 1933
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/6492417-6348838-6349420--091-4920358- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Einschränkung der Verwendung von Mascllineo ungefähr 55000 eige Menschen wenigstens vorübergehend Arbeit verschaffen tu können. J Nach der Regierungsstaüstik sind 193t ausgewandert 15 368' Personen, 23 601 weniger ab 1030, und 18 135 eingewandert, 3133L •j mehr als 1930. Nach kontinentalen Landers wanderten aus 10 560! Personen, nach überseeischen 4808. Die Einwanderung sus kon- •y linentajen und überseeischen Ländern betrug 10046 biw. 8089. Höchst bezeichnend für die weltwirtschaftlichen Verhältnisse und AÜe sich aus ihnen ergebende Wanderungsbewegung sind die nachfolgenden statistischen; Angaben bezüglich der Einwanderung von Obersee nach Jugoslawien. Die überseeischen Linder, welche Jugoslawien die größten Quoten von Einwanderern lieferten, waren die Vereinigten Staaten (3 427) und Argentinien (2114). Unter den Einwanderern aus Obersee waren 2672 .gelernte Arbeiter, 2887 ungelernte Arbeiter, 1 554 landwirtschaftliche Elemente, 273 Personen freier Berufe und 703 Mitglieder von Famlliin iiIiimi IV|rhift'gf"iff •i~„ ' ^. t ' ^—- , / i * ' ■ ■ ■ England . ' Großbritannien und N o rd i r 1 a n d. Bevölkerungszahl: 46176000, LAhdon: 4 396 800 Einwohner, Irischer Freistaat: 2972000. ,1 £ U= 13,93, Goldparität 20,429 Ml. - Die Einwanderung», nach England -ist Stärkstens beschränkt. ,< Nach Mitteilungen des Konsulats wird nach den Bestimmungen der Ausländer-Verordnung |(Aliens Order) vom Jahre 1920 die Genehmigung zum Betreten britischen Bodens nicht im voraus gegeben. sondern sie wird nur durch die Einwanderungsbeamten im Hafen erteilt. Es wird daratof hingewiesen, daß, wenn ein Aufenthalt ■ " von mehr ab vorübergehender Dauer beabsichtigt sein sollte,.die . Genehmigung tum Landen häufig befristet wird, und daß ein - Auslinder, der sich längeres Zeit oder 'dauernd im Lande auf- JeruarTd, der Arbeit annehmen will, bekoin ein Visum, er muß schriftliche Unterlagen >orieigcn,,Geschäftskorrespondenz usw. vorlegen, und es wird Rückfrage beim Arbeitsministerium gehalten. Aus Holland sehr ich man urts Ende September 1932: „Das Visum wird nicht so leicht mehr gewährt wie früher, es wird auch meistens auf einen kürzeren Termin gegeben und «übe Verlängerung dieses Termins wird nur nach »ehr guter Motivierung bewilligt Natürlich haben Deutsche*usw., die kein Visum brauchen, unter diesen Schwierigkeiten nicht zu leiden. Arbeit zu bekommen, ist aber auch für diese praktisch unmöglich. Von einer Besserung der* wirtschaftlichen Lage kann man hier noch nichts bemerken. Es scheint, daß ein neues Gesetz zum Schutze inländischer Arbeit vorbereitet wird." ^~^r/ Bei dem Grenzübertritt nach Holland wird von den männlirhrrf wir Vnihlinhrn Prrnnnsn, dir jp Holland eine Arbeit auf- „ tfmen wollen, durch den hollänrnt^Mr-^Jeaiuten' ein schriftlicher Nachweis über Hie Anstellung gefordert. .. Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Niederländisch- In dien sind nach Mitteilung des Konsulats derart, daß es ausgeschlossen ist, dort Arbeit zu finden); diejenigen, die sich mit diesem Zweck im h iHnl llFyehfiii isiiijjfjMiii hl zugelassen. Belgian ■ . Bevölkerungszahl: 8092 000, Brüssel: 207 800, mit Vororten: 839600, Antwerpen: 294 900, mit Vororten : 424 300. Währung: 100 Bebjas (L Belgs =■= 5 Franken) - 58,55 Goldparität 58,37 RM. ' Der Antrag zur Erteilung eines Visums zur Arbeitsannahme muß dem Ministerium der Justiz in Brüssel unterbreitet werden. Ein Arbeitsvertrag mit einer] belgischen Firma muß eingereicht werden, der von dem Ministerium für Arbeit und Industrie in haben will, die Behörde davon überzeugen muß. daß keine Be»^ Brüssel visiert ist. Diese Formalität hat die belgische Firma zu denken dagegen bestehen. Ein Ausländer, der sich um die Ein- 'erledigen. Daf-Konsulat in Berljp hèmerkt^dafi der Arbeitsmarkt reisegenehmigung zum Zwecke des Antritts* einer Stellung, ein -schließlich' ,,au pair" und ..Volontär",-bemüht, muß im Besitze eines Erlaubnissoheines sein, den das Arbeitsministerium dem - künftigen Arbeitgeber auf Grund des Artikels 1 (3) (b) der Aus-, " "~ lander-Verordnung ausgestellt hat. Nach der Statistik des britischen Home Office landeten 1931. in Großbritannien 376206 fremde Passagiere (1930 : 454 752), und 374 577 schifften sich aus-Großbritannien ein (J930: 449(741). Von den ankommenden Passagieren besaßen 14 184 (1930: 13 396) die Erlaubnis des* Arbeitsminisleriums zur Arbeit in dem Vereinigten Königreich und 8026 (1939 : 9 794) wurden als ..andre ~ "Ausländer' klassifiziert; von den meisten, von diesen kann an- ■ genommen 'werden, daß sie nach England entweder zu dauerndem Au/enthalt oder für einen Zeitraum von über sechs Monaten ge- ' gangen; sind. Diese beiden Kategorien, können 'ab Einwanderer . betrachtet werden; die Zahlen schließen die von diesen Immigranten abhängigen Familienmitglieder ein. Das siebente Jahr, hintereinander nahm die Zahl Von Ausländern, die Erlaubnis von dem :. Arbeitsministerium besaßen, zu. Die meisten von diesen ArbeifserUubnissen sind jedoch pur für einen bestimmten Zeitraum gültig, nach dessen Beendigung der Immigrant das Land verlassen muß. Überdies raten von den 8026 .Andern AusUn- ' dem" 1342 innerhalb dreier Monate nach ihrer. Ankunft rieder ab.' Die Zahl von Ausltirdern, denen die Landung nicht gestattet wurde,, war' 1931: "2715. (im Jahre M930-: 2235); es~"wercn u. a. darunter: Polen' 361.,.Skandinavier 268 und Deutsche 237.-— Nach Bericht des Oversea Settlement Corrunittee, betrug die Zahl der Auswanderer aus- England* nach Obersee Î. J. 1931 27151 und der Zurückkommenden .53481. Wir «bemerken,_ daß die Kenntnis der englischen .Sprache für das Fortkommen; in England von wesentlicher Bedeutung bi . > " '- HP- , ' . * V. ( , ... r '...'■*'."' S*'.! u . f! -Holland ■'•'-.' .' * aja>, - , „■ 1 , ***••.'] Bevölkerungszahl: 7920 000, Amsterdam; 752000. Währung.- ' 100 Gulden *> 109,45 Goldparität 168,74 UM. Für' die meisten Staaten ist da» holländische/ Visum abgeschafft Für die Staaten östlich .von Deutschland, mit Ausnahme der Tschechoslowakei, Österreich, Estland und Finnland ist noch einSVbum erforderlich. Transitvisum brauchen nur Russen. InT haber Von staatenlosen Pässen und Personalausweisen bekommen nur ein Visum, wenn sie im Besitze des Wiedereinreisevisums des. in Belgien sehr ungünstig ist, und* tes sonach für. einen Fremden sozusagen nicht mehr möglich/ set, nine Beschäftigung zu finden. A us^ Belgien berichtete man "uns September* 1932: . „Die Verschärfung der- "ïinrèisebedingungen hit hier wohl ihren Höhepunkt erreicht. Unsere« Wissens können heutzutage nur f reuen von hier wohnenden Minnern,- minderjährige Kinder von hier wohnenden Eltern und vielleicht manchmal itlbsUndige, laut situierte Kaufleute ein Visum nut dem Recht, in Belgien tu bleibe«? erhalten. Solche Visa müssen vom Justizministerium in Brüssel, welches eine strenger, Untersuchung eines jeden einzelnen Falles veranlaßt, bestätigt «Verden. Für volljährige Kinder, «owie Minner, deren Freuen in. Belgien sündig wohnen, ist die Sache viel schwieriger, jedoch (können sie manchmal ein Visum erhalten, wenn sie nachweisenkönnen, daß sie die nötigen Mittel zu einer selbständigen Niederlassung besitzen und*-ganz besonders, daß sie hier keine Arbeit aufnehmen werden. Für Arbeiter, die sogar auf Grund von Arbeitskontrakten, nach •Belgien kommen möchten, ist so gut wie keine Aussicht da. Zwar werden vom Justizministerium manchmal solche Anfragen bewilligt, jedoch unter der Bedingung, daß die Arbeitskontrakte vom Arbeitsmipisterium legalisiert werden. Wie wir aber beobachten konnten, verweigert das Arbeitsministerium fast ohne Ausnahme solche Legalisierung, indem es «antwortet, daß in Belgien selbst genua Arbeitskräfte zu finden 'sind ir- oder es müßte-' sichum Arbeiter handeln, die in solcher Arbeit Spezialisiert sind, für welche man in Belgien selbst keine geeigneten Kräfte finden,kann. I Zum Schluß möchten wir noch hinzufügen, daß ganz besonders -davor gewarnt werden muß, mit einem Sperrvisum nach -Belgien zu ' kommen. Bs gibt noch immer Personen, die sich einbilden, .daß sk sich auf diese Weise irgendwie in' Belgien einordnen werden. Solcher Leute wartet ganz sicher die Ausweisung.^wenn sie nicht zur' gegebenen Zeit das Land verlassen.* '■'•■" * . "» / Î Landes sind, wo sie wohnhaft waren. Luxemburg ' -; •» Bevölkerungszahl/ 285 100, Luxemburg: 52 400 Einwohner. Währungsgemeinschafl mit Belgien. ' . . ■ i*- Am 1. September 1932belief siych die Zahl der in der Gesamtindustrie des Großherzogtums beschäftigten Arbeiter auf 29154. gegen 45 290 (Rekordzahl) am ). Dezember 1929. Von den 29154 Beschäftigten sind 22.678 Luxemburger (gegen 24 985 im September 193IÏ und 6 476 Ausländer (gegen Jl 530 im. September 1931), AT2?*,m In der Eisenhätten- und Bergbau-Industrie »Hein zählte man am 1. September 1932: 18049 Arbeiter gegen 23 048 im September 1931 : ■/ Deutsche Heichsangehorige bedürfen, zur Einreise nach ■ Luxemburg nur eines gülligen deutschen Reisebusses. -Visumzwang besteht hielt . T'; ' . . - ' ' %m +,. ^'rr^rt .i •i /•