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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1933-02-01 · Februar 1933 · p. Seite 5

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1933. Bestand UB Ffm
Issue
Februar 1933
Date
1933-02-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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»eher Bflrge'r zu werden, und nach eine m, Aufenthalt von zehn Jahren wird «ein Gesuch in Erwägung gezogen. Du Gesuch kann ohne Motivierung abgelehnt werden* Gewesene österreichische Sta8tshütgat,dig, im Dezember 1918 die Heatnatstuständigkeit in einer Gemeinde der Bukowina oder Transylvaniens hatten und bis-jetzt keine andere Bürgerschaft erlangt haben, können durch die rumänischen' Konsulate oder durch-dtp zuständige Gemeinde um die nachträgliche Eintragung in die Bürgerschaftslisten ansuchen. Die Bürgerschaf tasertiflk'ate werden'von den Gemeindeverwaltungen auagestellt.. Diese Verfügung bezieht, sich auf. russische Staatsbürger, die im März -1918 in einer beßarabischen Gemeinde behördlich zugeschrieben waren und bis jetzt keine andere -Bürgerschaft, erlangt haben. Folgende Bekanntmachung 1st von jitr rumänischen Gesaridtachnft ui lassen worden! Tichechoslowàkei j "- -.i * .» ■,■ ' ' Bevölkerungszahl: 14 726158. Davon entfallen auf Böhmen: 7106766, Mähren und Schlesien: 3 563 157, Slowakei: 3330885, Karpatho-Rußland: 725*350, Prag: 848 100. Währung; 1C0 Krqnen - 12,48 Goldparität 12,438 RM -'^V : Für Albanier, Bulgaren, PoletkJRumänen, Russen, Türken, Ungarn und Staatenlose ist ein Visum erforderlieh. Nach Angaben des tschechoslowakischen Büros für Statistik wurden 193*: 9857 Emigrantenpässe auagegeben (gegan 26932 im Jahre 1930). Von diesen waren 7 056 für Europa bestimmt und -2501 für überseeische Länder. Die Zahl der Pässe von 1931 zeigte gegenüber 1930 hur ein starkes Anwachsen der Auswanderung nach Rußland. 1930: 228, 1931: 2208. Die Zahl der Rückwanderer betrug *4 086, davon 3 253 aus europäischen Ländern, aus Rußland „l'm Unaimehmlichkeiten. Verzögerungen nndJUn^tiyTïÎM(p^gî-+*4. VoB-Chexae« kamen 832 Rückwanderer. der Ausstellung und' Erneuerung der niraänischen Paaäe au vermeiden,----— Wie.da*-Statistische Handbuch der'SUalliiliin filaliatieatw weist die-Kgl. Rumänische Gesandtschaft die Staatxbürger, welche aus den Amts mitteilt, sind irr <fcr Zeit von 1920—1930 inagesamt 6237 hinzugekommenen Gebiet«: Siebenbürgen. Banat, Bukowina und Befia- .Juden aus der Tschechoslowakei nach Amerika ausgewandert. Die rabien •Ummen und. nod, keta gültige. Natioraliiits^ugnis besitz^ Mikitt Auswanderufig-hn Jahre 1921 belief aich auf 4 WO Per darauf hin, dafi un „Momtorul Of icial r Nr. 244 von, 18. Oktober 1932 das veröffentlichte Gesetz," betreffend die Verlängerung der Frist zur nachträglichen Eintragung in die rumänischen Nationali:»tsregister, 'promulgiert worden ist. Laut den Beatimmungen disses Geaeüej niid eine unter Art. 67 dea Gesetzes Ober , den Erwerb und Verlust «1er naniänischon -Staatsangehörigkeit angegebene Frist bis sum 1. September 1938 verlängert. Demnach haben sich die Interessenten direkt an den Bürgermeister der betreffenden Gemeinde entweder schriftlich oder durch einen - Verwandten oder Bekannten in Rumänien zwecks Eintragung indas Nationalilltuegister zu wenden. Dam Gesuch' sind beglaubigte Abschriften der Akten des Antragstellers beizufügen. ' '" Der Pürgenn«ister__der Gemeinde wird nur auf Grund der Entscheidung des Ministeriums, w^Mienv--er__da» Gesuch nebst Akten tfngermeht hat, entscheiden. *---? ~—'— Di« 'Entscheidung des Bürgermeister* berechtigt zu einem Ein-* spruch beim Tribunal und beim Kassationshof in der nfite'r Art. 64 uns) 6& des . hêtre ffanden Gesetzes vorgesehenen Frist. Die Durchführung*der ^Srbeiten zwecks Feststellung,der rumänischen Staatsangehörigkeit àaàtnieht unter dèr Aufsicht und Autorität des Kgl. Rumänischen tyfrminialerjums.'' * Nach einer off izielktti rumänischen' Statistik wanderten 1931 10992 Personen «ua (1930: 18965), 7 787 kamen nach "Rumänien (19305 9 666).--—- Die jüdische Auswanderung aus Rumänien belief sieh nach der offiziellen Statistik im Jahre 1931 auf 1 282 Personen. Im ersten Halbjahr 1932 wanderten mit Emigrantenpaß 655 Personen aus, darunter 369 Joden, 165 Männer, 204 Frauen. sonen, dann fiel sie. auf 159 im Jahre 1925 und ist in den letzten fünf Jahren um weniges.angestiegen (1929 : 245, 1930 : 233). Ausländer dürfen in dar Tschechoslowakei dann beschäftigt werden, wenn sie sich entweder seil der Zeh vom 1. Mai 1923 auf dem Gebiete der csl. Republik ununterbrochen aufhalten, oder, falls sie erst nach dem. 1. Mai 1923 in die csl. Republik gekommen sind, wenn der Arbeitgeber eine besondere Bestätigung der politischen Behörde zur Beschäftigung des Ausländers sich verschafft. Österreich * . 1 Bevölkerungszahl : 6 534 400, Wien: 1 865 800 Einwohner. Währung: 100 Schilling e 52,00 Goldparität 59,07 RM. Laut einer Statistik des Österreichischen Wanderungsamtes *p 'é Bulgarien _ .. Bevölkerungszahl: 6C00C00, Sofia : 213 200-Einwohner. Währung: 100 Lewa 3,06 Goldparität 3,033 RM. .Von der Gesamtbevölkerung finden über 80 o/o unmittelbar ' in der Landwirtschaft ihre Existenz.!.. Personen, die. in Bulgarien Anstellung oder Arbeit suchen oder irgendwelche Erwerbstätigkeit ausüben wollen oder solche schon brieflich angenommen haben, erhalten das Einreisevisum nach Genehmigung dés Kgl. Ministeriums des Innern in Sofia, die vom Arbeitgeber dort zu beantragen ist. - - Die-Direktion, für Arbeit und öffentliche Versichetungen in Sofia hatauf Grund der gesetzlichen Bestimmung, daß die Anstellung ausländischer Arbeiter und Angestellter auf einem Ar- Iwitsposten nur mit Bewilligung das Ministeriums für Handel und Arbeit erfolgen kann, die Arbeitsinspekfqren angewiesen, die fremden Staatsbürger überall dort, wo'die Arbeit auch "Von bulgarischen Staatsangehörigen ausgeführt werden kann, durch Bulgaren zu ersetzen. Nur jene Arbeitsplätze; i*nknen Spexialkenntns'sse erforderlich sind, fur die^fcein geschultes einheimisches Personal verfügbar ist, können mit Bewilligung .der ■Direktion ftt» \rbeit und öffentliche Versicherungen von fremden Staatsange- (Tgçn eingenommen werden. In diesem Fälle wird zur Ausilung Vulgarischer"Staatsangehöriger in der beireffenden Arbeit eine Frist von 6 Monaten bis tu I Jahr bestimmt.. Nach Angabe dea bulgarischen Büros, für Statistik in Sofia betrug die ' Zahl der bulgarischen Emigranten "im 'Jahr« 1931 10 745, von denen 355 nach Übersee gingen und 10390 .nach europäischen Ländern, einschließlich der Türkei. Im gleichen Jahre wanderten 2 666 Personen zum Zweck der Niederlassung in Bulgarien ein. Diese wacen hauptsächlich bulgasiaeh sprechende Flüchtlinge aus Jugoslawien, Rumänien. Griechenland und der ürkei. ' 1; ,&!•',,' ' î, fiel die Zahl der' östeweichischen Immigranten nach Lindem außerhalb Europas, einschließlich Sowj^OufijaiKls und Türkei von v- 4 181 im Jahre 1930 auf 2 585 im Jahre 1931. Ein Zeichen der Zeit sind die außerordentlichen Rückgänge der Emigration nach den Vereinigten Staaten -r 223 statt 1 257 -r-, Argentinien —206 statt 1 021 — und Kanada — 47 statt 621. Dagegen w u c h t die Einwanderung österreichischer Emigranten nach Rußland Jim ' mehr ab das Zehnfache, nämlich von 112 auf 1 262. Einer Mitteilung der österreichischen Vertretung^ entnehmen wir: , ' ' Nach dem gegenwärtigen Stande zwischen Österreich und folgen-* den Staaten af der Sichtvennerkzwang aufgehoben : Kuba, Deutsches Schweis (und Liechtenstein), Danzig, 'Niederlande, Portugal,*Däneünd Island, Lettland, Großbritannien sowie der irische Freistaat, and, Schweden, Norwegen, Tschechoslowakei, Japan, Estlaad, Uruguay, Lnxeraborg, Panama, Ungarn, Italien, Albanien utSd Brasilien. Angehörige der vorgenannten Staaten betätigen demnach zur Einreise nach Österreich lediglich einen ftedniingMnalWen R»l«»p»p Di« Ange, hörigen aller anderen hier nicht angeführten Lander sowie die Staatenlosen (auch die mit deutschen Personalausweisen und sogenannten Nansenpissen) bedürfen nach wievor für- Reisen nach oder durch_ Österreich eines Sichtvermerkes.' » - Die derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die «norm große Zahl der Arbeitslosen in Österreich .erfordern es, den- Zuzug von Arbeitsuchenden hittUnruhalten. Es kann daher eine Arbeitastelle nur nach vorher einzuholender Bewilligung des Wanderungsamtea in Wien ange- ' "treten warden, das'im Verein mit den Angestellten- und Arbeitaas:arrunrrn sowie dan Industriellen Berirkikommissionea .die Arbeitsvermittlungüberwacht und regelt." ■ * ' _ l ' : i ■ ■ A* _ ' "".r- -r— Jtit Tunlai Jugoslawien . *; Bevölkerungszahl : \V»linmg: 100 Dinar Die Aussicht, i sich sehr verachlech dann die erfordert» betreffenden Fach ei Annahme einer Stell 913, Belgrad: 130 200 Em wohner. Goldparität 7,394 RM. iwien eine Stellung tu finden, hat allgemeinen wird von Behörden nur 'itibewilligiing erteilt, wenn in dem teitnitchè Kräfte nicht vorhanden sind. Die jpg iâf'mJedem falle von der vorher»-, gen Erteilung einer' behördlichen ifrbeita- und Aufenthaltsgeofiiniigiing abhängig. Diese Bewilligung kann nur der Arbeitgeber beschaffen. Vor Erteilung^ eiuta^Arbeitabewilligung durch die zuständige Behörde werden die &chorgani«ationen befragt. Charakteristisch für die Arbeitslosigkeit in der'Landwirtschaft ist, daß im Sommer die-Kgl, Banatverwaltung für die Banachaft Donau angeordnet bat, daß während der Erntearbeit Maschinen zur Löhnarbeit beim Schnitt nicht verwendet werden dürfen, und Eigentümer solcher Maschinen diese nur auf den m ,v-

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