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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1930-05-01 · Mai · p. Seite 3

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1930. Bestand UB Ffm
Issue
Mai
Date
1930-05-01
Page
Seite 3 (sequence 4)
Language
German
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en iu 8 Arbenaaninislerium berichtet mich die 16000 ArheruV, die ermächtigt wurden, en, dort ankamen oder jtrn Lande verblieben. über éirie jbeträchtliche nehme der Anträge von- Arbeitgebern auf Zulassung fremder heiter. Die Verschiedenheit der Zahlen, 'die. von den beiden artemeots gegeben werden, wird iura Teil durch den Umfang unerlaubten Einwanderung erklärt. Ein großer Teil der «nden Arbeiter, die nach Belgien fuhren, kam dorthin," um in Kohlengtuben beschäftigt zu werden, und es sind besondere angements für die Organisation der Einwanderung solcher Arr getroffen werden. _..... ollatd Auch in Holland liegen die Verhältnisse für Einwanderer im allgemeinen'höchst ungünstig, namentlich herrscht eine starke Arbeitslosigkeit unter den kaufleufcn. Das Leben in Holland ist erheblich teurer als in Deutschland, Man schreibt uns aus Holland u. a. : „Obwohl es natürlich in Einzelfällen Yotkejamt, daß ein Ausländer hier Arbeit oder'Stellung findet, wird rfS — auch von offizieller Seite — nicht für ratsam gehalten, sich tu diesem Zwecke nach Holland zu begeben. Besonders gilt dies -u. E. für kaufmännische Angestellte. Nur bezüglich Stellungen im Haushalt ist die Nachfrage entschieden größer als das Angebot" M it telj; lose Ausländer werden ubwr-Grenze abgeschoben. Luxemburg Durch Beschluß vom 3o. November 192 g sind die Bedingungen festgelegt worden, welche die ausländischer). Arbeitnehmer für ihre Zulassung in das Großherzogtum und 'für ihre Arbeitseinstellung zu erfüllen haben. Die Verordnung ist am. 17. Dezernoeé. I in .Kraft getreten. Was den in der Verordnung, angeführten Nationalen Reisepaß' j bzw. die Identitätskarte «les Arbeitnehmers anbetrifft, so sind die fremden Länder in drei Kategorien eingeteilt: e) in die ente Kategorie sind Belgien, Frankreich und Holland eingeordnet, deren Staatsangehörige auf Grund einer einfachen Identitätskarte in da* Grofihdraogtum einreisen .können. Ii) die Zweite Kategorie begreift\die Linder in »ich, deren Suttaan^e- . hörige »bei der Eitfreiae ina Qro&heriogtum ira Besitze eines nationalen Reisepasses aein müssen, der jedoch kein Konsularvisurn zu - tragen braucht. Diese Linder sind Deutschland, England, Danemarx, Spanien, Italien, Norwegen, Schweden, Schweis mit Liechtenstein « Ttehechoslovatei und Uruguay. ~ ' „ r) die dritte, Kategorie umfaßt alle übrigen Linder. Die Einreise der betreffenden Staatsangehörigen in du Großherzpgtum erfolgt vxf "' , Grund eine' -nationalen Reisepasses, der «rit*dem Luxemburger KoR- ' •olarriaum versehen aein mm. Spanien Wegen ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse und der im Lande' herrschenden Arbeitslosigkeit ist von .der Apawanderung nach Spanien abzuraten...Es mußte närh vorliegender Mitteilung, die Repatriierung von Einwanderern, die.in letzter Zeit aus Ost- . ' europa auf Grund unrichtiger Informationen nach Spanien gekommen waren, erfolgen, da es sich als unmöglich erwiesen hat, für sie im Lande Arbeit zu beschaffen. AMERIKA K««*d«..i:_v_ Im kanadischen Fiskaljahr — l. Mai 1918 bis 3o. April ig/aQ— umfaßte die jüdische Einwanderung über die Häfen Quebec, Halifax und St. John nach Angabe der Jewish Immigrant Aid Society of Canada 3<>y'1 Personen. Die jüdische Einwanderung im Fiskaljahr iQ3Q/3o hat sich auf gleicher' Höhe gehalten, sie betrug 368t > Personen. In 1 den britischen Dominions, bei denen die Ara., rapider wirtschaftlicher Entwicklung, zu einem Stillstand grkommeu. ist. führen außer nationalistischen ' Tendenzen wirtschaftliche Im' stände zu einer immer stärkeren Einschränkung der Ein- Wanderung. In unserem letzten ' Korcespondenzblatt vom März 192g haben wir; die kanadische Einwanderungspolitik gekennzeichnet und die Klassifikation der Einwanderer a*if Grund derselben in drei Gruppen: Voreczoeene. nicht voreeztixene und it'if 000 Arbeiter weniger beschäftigt als im August 1939.. Dies hat in Arbeiterkreisen, em Gefühl der Feindschaft gegen die Einwanderung aus Großbritannien geschaffen,.die vom Mutterlande?• fördert und unterstützt wird. Die Arbeitslosigkeit wurde hr usämmenhang mit der Einwanderung gebracht. Es'wurde betont, daß die Absorbierung der Arbeitslosen in Kapada im Frühling an sich schon, ohne die'hinzukommende Komplikation der Einwanderung, große ■Schwierigkeiten bieten werde. Diese einwanderungsfeindliche Tendenz ist auch früher schon stark hervorgetreten. Nachstehende Mitteilungen geben ein Bild von den in Kanada herrschenden Strömungen, die von großer Bedeutung für Art und Umfang der Einwanderung werden können. Tn einem Be-~ rieht des Winnipeg Trades Council wird darauf hingewiesen, daß in den letzten zehn Jahren H\- o4Ä Immigranten in das Dominion aus anderen Ländern als den Vereinigten Staaten kamen, während 9^0617 Personen, hauptsächlich in'Kanada geboren, von Kanada =trM» den Vereinigten Maaten gingen. > 8b t waren in den Metall- und Eisen-Industrien von Winnipeg* etwa 5o «/» der beschäftigten Arbeiter aus Mittel- und Südeufopa, 38 «/o waren Ukrainer. J Der Bericht schreibt dies niedrigen Ixihnen zu und fügt hinzu,' dies zeige an, daß" einheimische kanadische Arbeiter nicht "vorhanden waren, oder . die-bestehenden Löhne nicht ausreichten, einen anständigen Le- T ben«standard aufrecht zu erhalten, so daß die Arbeiterschaft, die darauf besteht, solchen Lebensstandard zu, erlangen, Beschäftigung in solchen Industrien nicht annehmen konnte., Eine ähnliche Lage sei in defi anderen Industrien zu finden-. Der wirksame Wer, diesem höchst unerwünschten Zustand abzuhelfen, fährt der Bericht fort, ist die Einführung einer ei ng.e schränkt eji Einwanderung, ähnlich derjenige», die jetzt in den Vereinigten Staaten besteht, oder in anderen Worten, ein „Quotengesete", (Jas der" Notwendigkeit entheben, w ürde, Millionen Dollars für unterstützte Einwanderung auszugeben und die Einwanderung beschränken würde, so daß-diejenigen, die jetzt in Kanada wohnen» dort bleiben könnten.- Zur selben Zeit nahm" das Regina Trades Council eine Resolution an, die darauf dringt,«Ws ■He"" Einwanderung "nach Kanada, mit Ausnahme derjenigen von Großbritannien, bis zur Absorbierung der überschüssigen Arbeitskräfte verboten werden sollte. Neue kanadische Einwanderungspolitik Der Minister des Innern Stewart gab am ig. März ig3o dem kanadischen House of Commons'einen Abriß der neuen Inuni . grationspolitik, bezüglich deren mit den Provinzregierangen vers handelt wird. Einer Publikation des Internationalen Arbeitsamts entnehmen wir darüber nachstehendes: „Die Dominion-Begier rungspolitik kann wie fp^çt zusammengefaßt werdest: 1. Die Kolonisation gänzlich den Provinzen zu übertragen. *■ ' a. Als Clearinghouse für die Provinzen zu handeln und den - Provinzialregierungen dir Funktion zu überlassen! von Jahr zu Jahr Zahl, Art und Nationalität de/ gewünschten Einwanderer zu "bestimmen. 3. Die von den Provinzen Jährlich geforderten Immigranten. zu finden und sie in die Provinzhauptstädte ru befördern. 5. Alle'Ungeeigneten oder Unerwünschten auf Bericht der Provinzen fortzunehmen und sie auf Kosten des Dominion- Schatzamtes zu deportieren. ' Alle Unterstützung', die bisher vom Dominion bewilligt worden ist, wird aufhören, mit Ausnahme derjenigen für die Einwanderung häuslicher- Dienstboten und möglicherweise von Jugendlichen. Oner den letzten Punkt ist noch koine Entscheidung getroffen, — Es ist nicht die Absicht der Regierving, irgendeine Per - " son in Großbritannien oder in "Mordeuropa zu verhindern, die in der Lage ist, ihre Passage zu bezahlen und die eine angemessene Summe Geldes für ihren Aufenthalt bafeitzt, wenn sie in Kanada eintrifft, nach dem Dominion zu kommen, wofem die Provinzen 1 nicht erklären sollten, daß sie solche Immigranten' nicht aufzunehmen wünschen.... D e r Z u s tr o mvonlmmigranten a u s d e n n i c h t vo r g e 1 o g 1; n t n L ä-n d e in wird Wl h rschein!ich rm lauf en den'Ja.hr au I"etwa: 8000 gegen u ni», im Jahre igag und »8000 im Jahre iga8 begrenzt werden. Diese Politik ist die Folge der sehr großen Immigration, die in Kanada während der letzten §•: Vorgezogene, nicht, vorgezogene unci andere Länder-, dargelegt; wir haben auch aufdie wirtschaftlichen Folgen des SaisoncJiarakters der Landarbeit hingewiesen. Daasr- Jahrs Platz gegriffen haL^und die sich im leUtcn Fiskaljahr komrflt "aie zunehmende Ermtiung *on Mensrjfienki'iften dur* V auf 167 7« belîeT, "wanrenTctîS"Ri'vntke 1 ung von Kanada 193g Maschinen Dje9aw>narbeils)»*igkeH war fin verflossenen Winter «ingefähr 0800000 Personen betrug. Di« Einwanderung Vrlhrend de» Jahres betrug also etwss über Personen pro 1000 i noch größer als, sonst. Schätzungsweise wurden im Januar iflSp 1 . ' '. " m'V' ' , ( V ■' - -,-V ' '.'4 . - i\ •'' : < "* i' vt '••fK * . -U. If il It '?y <* .* à ■ ■ ' 1 i s ' i

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