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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1930-05-01 · Mai · p. Seite 2

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1930. Bestand UB Ffm
Issue
Mai
Date
1930-05-01
Page
Seite 2 (sequence 3)
Language
German
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C « w! Ét«alâ „-•-*- mehrspractnge Korr^ipSadSiOfi looo bis. is5o. Francs (180 bis jio d O W » l Uatl O V ■ - t setbet«^ kreditieren und Verkaufsräume in «oft». Für Sowjetbürger w Landern^ deneri SowjetvertretungMT^ musern 1 »So bi« t5oo FW» (jio bU >5o Reichsmark). Höher kommt nicht bestehen, vermittelt der Hilnverein die Erledigung von Paßformalitäten durch Überreichung der Passe an die Botschaft der U. S. S. R. in Berlin. Außer der Konsularabteilung in Berlin gibt, es in Deutsch- Und ein Generalkonsulat in Hamburg (Feldbrunnenstr. 18), ein Generalkonsulat in Königsberg i. Pr. {Schônstr. 18) und ein -Konsulat in Stettin (Birkenallee 19). 1 Durch Gesandtschaften, Botschaften, Generalkonsulate oder Konsulate sind diè U.S. S. R. in folgenden Staaten vertreten: Afghanistan (Kabul), Dansig, Danemark (Kopenhagen), Estland (ïévam Finnland (Helsingfors), Frankreich (Paris), Großbritan- ' nien (London), Griechenland (Athen), Hedjas (Djedda), Italien (Rom,Mailand), Japanflokio)) Lettland'(Riga), Litauen (Kowno), Norwegen, (Oslo), Österreich (Wien), Persien (Teheran), Polen (Warschau), Schwedjen (Stockholm), Tschechoslowakei (Prag) and Türkei (Konstaitunopel). Durch ein Zirkular des Finanzk'ommissars Nr. 343 vom 19. Man. sind frühere Instruktionen bezüglich der Taxen für Auslandspasse für Arbeiteremigranten dahin modifiziert worden, daß die Arbeiteremigranten, die bis jetzt in die s weite Kategorie . eingeschlossen waren (Gebühr 100 Rbl.), von jetzt an zur dritten Kategorie gehören (Gebühr s00 Rbl.). — . r Türkei X i "Vom April 1918 bis Ende 1929 wurden 654 jüdische Flüchtlinge ans Konstantinopel nach überseeischen und su geringem Teile kontinentalen Landern evakuiert, davon 601 auf Kosten dés Flüchtlingskomitees und 53 auf. eigene. Rumänien Die Auswanderung von Juden aus Rumänien umfaßte: . 1926: 3 631 Allgemeine Auswanderung: 19099 ....•;-iomJ 5869. „S „ 9973 ~ ig»»: 3oao „ „ . 11978 1929: '1544 „ ' „ i5 4sa ,*'.• 5o— 60 <Vo der jüdischen Auswanderer kommen aus Bessarabien.'von wo schon unter der russischen Herrschaft Juden in größerer Zahl ausgewandert waren, die übrigen Auswanderer ver- < teilen sich auf Transsylvanien, Bukowina und Altrumänien. Jugoslavicn Das Ministerium für Sozialpolitik hat im vorigen Jahre in einer Verordnung auf dit Notwendigkeit der Einschränkung der Auswanderung nach aller/ Landern, außer den Vereinigten Staaten» hingewiesen. Danach sollen nur jene Personen auswandern dürfen, die eine sichere Beschäftigung im Auslande nachweisen1 können, da es feststeht, daß die meisten iugoslavischen Auswanderer sich am Auswanderungsziel in schlechter materieller und moralischer Lage befinden und kaum ihr Leben fristen können " Sie wenden sich in großer Zahl an die jugoslavlschen.Konsulate und verlangen ihre Rückbeförderung auf Staatskosten. »" ■ L-'» ',• /V . Frankreich J . ' Es muß immer wieder dringend davor gewarnt werden, ohne vorherige Genehmigung seitens des Arbeitsministeriums in Paris nach Frankreich zu gehen. .Ohne diese Genehmigung ist .die Erlangung von Arbeit In guu-^Frairkmdi unmöglich Dir jüdifast kein Festangestellter. Geschäftsführer und Vertrater erhalten gewöhnlich ein kleine» Fixum und dazu Prozente. Für Stenotypistinnen werden {ob bat 1000 Franca bezahlt (65 bis 180 Reichsmark) je nach Leistungsfähigkeit und Alier. In Krankheitsfällen wird das Gehalt meistens nicht bezahlt, und bezahlter Urlaub wird nur in größeren betrieben gewahrt. Die Wohnungsfrage bietet keine Schwierigkeiten " Das Comité Central d'Assistance aux Emigrants Juifs in Paris fördert die Übersiedlung Unwirtschaftlicher Arbeiter nach Frankreich. Im Süden und Südwesten Frankreichs ist seit den letzten Jahren eine Anaahl Arbeiter, die fast alle aus Polerr kamen, in der Landwirtschaft tätig. Einige Familien konnten bereits zur .Pachtbewirtschaftung übergehen, wobei die le* ihre Mitwirkung lieh. < V- ■*• * '■ *»w** Belgien _.__,-.--- .!■ sehen WohlfahrtsgeseUschaften m Frankreien s; stände, beim , Fehlen eines Arbeitsvertrages den irgendwie zur Erlangung von Arbeit behilflich su sein. — Wir entnehmen der Zeitschrift ,,I)cr Handelsstand im Auslände" (Nr. 2*3/1929) folgendes: Das. in Deutschland vom französischen Konsulat ausgestellte Einreisevisum enthält den ausdrücklichen Vermerk ^N'cht zur Arbeitsaufnahme", und,es muß daher unter allen Umständen vor der «Einreise ein richtiger Anstellungevertrag nach Paris sur Genehmigung gesandt werden. Ist diese erteilt, was erst nach vorausgegangenen Erkundigungen über die einstellende Firma erfolgt, so wird, einè AusläiideVkarte ausgestellt, ohne die sich kein Ausländer, gleichviel welchen Lan*desL in Frankreich linger'als zwei Monate aufhalten kann. Kr muß sonst damit rechnen, jederzeit an die Grenze zurückgebracht su werden. Di»-,Zeitschrift bringt auch A"P*>M'" llhg> Ki"*'An **f tdtbensunterhalts und Lohn,verniltnisse. Danach sind die Einkomimensverhäitnisse für Angestellte ungefähr folgende: •Jung« Leute vor ihrer Militfrzeit erhalten etwa" 3oo bis 5oö" Francs (So bis 85 Reichsmark) monatlich,'nach Ahleistuns des Militärdienste« 600 bis 1000 Francs (85 bis i*b.Reiehsmarl), perfekte Buchhalter und Aas den belgischen Einreisebestimmungen fähren wir folgende an: Jeder, der von dem belgischen Visum nicht befreit-ist und sich in dem Königreich ständig niederzulassen wünscht, muß , die Genehmigung hierfür bei den diplomatischen oder konsularischen Beamten des Bezirks seines ständigen Wohnorts nachsuchen.. Zur Unterstützung seines Gesuches muß er einen Strafregisterauszug oder in Ermangelung dessen ein Führungszeugnis über die leisten fünf Jahre von der Ortspoliseibehördeseines Wohnsitzes vorlegen. Er muß erklären, welchen Beruf er in\. Belgien auszuüben gedenkt, und falls er keinen Beruf ausüben will, über welche Unterhaltsmittel er verfügt. Die fremden Arbeitnehmer müssen einen Anstellungsvertrag einer belgischen Firma vorlegen. — ■ Mitteilungen, die wir Ende Januar bis Mitte Februar d. J. . aus Belgien erhalten haben, entnehmen wir folgendes: „Personen, die nach Belgien kommen wollen, in der Absieht hier ta arbeiten und ständig zu wohnen, müssen ad das gehörige belgische Konsulat ein'oGesuch unter Beifügung eines Moralitats- und ärztlichen Ge- ' sundheitsatnignisses und' unter Angabe der genauen Adressen 4er Per- . sonen, tu .welchen sie fahren, richten. Das Konsulat übersendet das Gesuch dem Ministerium in Brüssel, -das nach eingeholten Erkundigungen dem Konsulat die Entscheidung mitteilt. Die interessierten Personen müssen aufpassen, daft sie kein Sperrvisum naeh Belgien bekommen,, denn ein solches gibt zum standigen Aufenthalt kern Recht. Auch muß dringendst vor den sogenannten .Machern" gewarnt werden. Diese verschaffen den Leuten für teures Geld ein belgisches Transitvisum und reden ihnen ein, daft ein solches Visum zum endgültigen Aufenthalt in Belgien genügt, was absolut, falsch ist. Vvlr'wöyen Sie auch darauf aufmerksam machen, daft wir hier jetzt eine schwere Krise durchmachen. Eine sehr große Zahl Von Personen, auch solche, die hier seit einigen ■ Jahren wohnen, verlassen infolge der Arbeitslosigkeit das Land.,, Von der Einwanderung nach Belgien ist daher, vorläufig, entschieden abzuraten.'' „Die Lage in Belgien ist «vch für kaufmännische Angestellte zurzeit seht ungünstig, .da die Firmen 'infolge schlechter Geschäfte eher Angestellte entlassen als neu einstellen. Im besonderen ist hier seit qiehreren Monaten eine große Krise, in der DiamaStbranche. und dies .übt einen sehr ungünstigen Einfluß auf alle anderen , Geschäfte aus. Es ist daher'nicht anzuraten, sich jetst in Belgien selbständig su etablieren." > ' . Die Reichsstelle für das Auswanderungswesen veröffentlicht eine Zuschrift an sie vom» März, in der. unter Hinweis auf'den starken Zuzug arbeitsuchender I)eiitschcrjjarauf aufmerksam gemacht wird, daß Arbeitsgelegenheit für deutsche Handwerker und. .Arbeiter nicht vorhanden sei.. S*je sahen sich in Belgien-dem gänzlich außer- * 'größten Elend ausgesetzt und fänden nirgends Beschäftigung, .so Einwanderern daß lediglich ihre Rückreise nach Deutschland in Frage komme. Es sei auch ein verhängnisvoller Irrtum, anzunehmen, daß das Leben in Belgien billiger sei als in Deutschland; ,jbs sei im Gegensatz zu den Verhältnissen vor einigen Jahren jétst in viejen Besiehungen teurer als in Deutschland. '• Unter {dien Umstanden ■' wirddringend/laVon abgeraten, ohne ein festes Arbeitsengagement nach Belgien zukommen. — Die belgische Regierung beabsichtigt,, ein Gesetz bezüglich ausländischer Arbeiter einzubringen, das von einem vöT einiger Zelt eingesetzten speziellen Komitee entworfen worden ist. Nach Schätzung "des Justizministeriums''} gibt «es ungefähr 2 So 000 bis äooooo Ausländer aller' KlassetTln Belgien, was eine beträchtliche Vermehrung während der' lenton' vier oder fünf Jahie Isedeutoh würde. Nach einer. Schätzung aus gleicher Quelle war die ianl' vdn'Trenideii', die Trach Belgien im '9a9 kamen, etwa \ö 000 oder zweimal soviel wie 1 $937 Gqmtß Angaben des Arbeitsministeriums -wurden inj lebten' Jahre etfrV id 090 belgische Arbeitgeber autorisiert, fremde Arbeiter Iter - einzubringen, aber es liegt keine Information darüber vor, aus Wm ' <Jm ' , fe?"

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