Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1929. Bestand UB Ffm
- Issue
- März 1929
- Date
- 1929-03-01
- Page
- Seite 13 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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tomber 1998 ist die Zahl 'auf 6 310000 gestiegen (3319000 Männer und 3 081 noo Frauen). Diesf°6 000 ozto MerWhch rind nach einem interessanten Bericht in der Berliner „Germania" vom 16. November 1928 meistens-nur Randbewuhner oder Küstenbewohner, die sich zum größten Teil auf die großen Handels- und Hafenplatze verteilen. Das Innere ist menschenleer oder höchstens von 6000 Austrainegern bewohnt... Wenn auch Idas Innere Wüste f und Steppe sei, so gebe es noch weite Strecken, die von Regen > befruchtet werden und anbaufähig seien., \\ Klima.;" 'Das Klima wechselt, vom tropischen,, im Norden zum gemäßigt ten im Süden. Bei weitem der größere, Teil der Bevölkerung ist in den südlichen Teilen angesiedelt. Sommer und /Winter folgen einander schnell. Hochsommer ist um Weihnachten und der - Höhepunkt des Winters im Juli. i Einwanderungspolitik. . Nach dem Contract Immigrants Act vom Jahre 1905 muß der .Arbeitgeber von Kontrakt-Immigranten, die Inicht britische Untertanen sind, beweisen, daß Schwierigkeiten für ihn bestehen, 'innerhalb Australiens einen Arbeiter von mindestens gleicher Kunstfertigteil und TaliigkeiCzu bekommen, bevor der Minister für Auswärtige, Angelegenheiten seine Genehmigung gibt , Die Emwandejrungspolitik, der Regierung war scharf angegriffenworden, weil sie den Lebensstandard des australischen Arbeiters gefihre, und weil die Einwanderer schwer assimilierbar seien. Besonders wurde die Einlassung von SüdeuTopäern kritisiert wegen der damit verbundenen möglichen Einführung von Ideen und Einrichtungen, die dem britischen Ideal fremd seien. ', » Auf Grund der durch den Consolidated Immigration Act von 1901/35 erteilten Vollmachten war für .Sas Jahr 1938 ein zeitweiliges Quotensystem für .gewisse osteuropäische Länder in Gel*- tung. Es ist die Einwanderung beschränkt worden von Jugosla- ' wiem Griechenland, Albanien auf je 600 'Personen* das Jahr, oder ein Maximum-von 5crP«r*onen pro Monat, voader Tschechoslowakei, Polen,'Estland auf je 3oo Personen oder ein Maximum von 3 5 Personen pro Monat, Diese Restriktion ist nicht veröffentlicht, sondern dem australischen Commissioner in London zur Weiterleitung an die Konsum der bezüglichen Länder mitgeteilt worden. Für Italien wurde auf Grund eines besonderen Abkommens die Quote (auf 3000 Personen festgesetzt. J3it-Quote wurde zur AufrechtefFalturiff~des britischen Prozentsatzes der Bevölkerung Australiens in Höhe vôn-98 0/0 der Gesamtbevolkerung ein- - geführt. Das Quotensystem ist mit gewissen Modifikationen auf das Jahr 1939 ausgedehnt worden. Die Quote von Albanien ist von '600 auf 3oq herabgesetzt worden. Die'übrigen Quoten bleiben unverändert, doch wird' auf sie die Zahl derjenigen Einwanderer angerechnet, die über die festgesetzte Quote im Jahre 1938 hinaus nach. Australien gekommen waren. Es verbleibt danach für,das Jahr 1939 für die einzelnen Nationalitäten die nachfolgende Visenzahl:' , Griechen 347 Jugoslawen 436 . Albanier v 3oo Tschechoslowaken , . 373 < v Palen 367 v* Estländer 3oo. Die britischen Paßbehörden sind von'dem Department of Home Affairs des Commonwealth of Australia gebeten worden, die.'. Herausgabe, von Visen auf die folgenden Klassen zu beschranken : - " ' a) Personen, .die Landungspermils * haben, Welche jjpn dum I llonir and Territories Department lierausgegebensind. ' b)' Personen, die in Australien wohnen und Europa besuche«. c) Frauen und minderjährige Kinder, Elten», unv^hejrateta .-t,0"*," . oder verwitwete Schwestern odèr Bräutigams von Personen, «WTim* ■»"■ AnftTgcn. die in Australien wohnen und deren bona fides, klar fest- Erlàubnis von dem Department zur Aenderung des Zeitraumes erfolgt ist " / Für italienische Untertanen ist eine besondere Vereinbarung getroffen. Palästinenser, Russen,--- Syrier und Armenier 'bedürfen spezieller Genehmigung -zur Zulassung nach Australien. Europäische, nicht-britische Staatsangehörige, die zu den oben Erwähnten nicht gehören, müssm-uu Besitz, gültiger nationaler Pässe sein, ordnungsgemäß visiert, wo nötig von einem britischen Konsul, sie müssen £ 46, - Landungsgeld besitzen oder ein Landungspermit, vom Department of Home Affairs erteilt, oder einen anderen offiziellen Nachweis, daß die Zulassung ohne Landungsgeld speziell jmtorisiert jg't —• Us ■ ', ■ » ' Wie uns mitgeteilt wird, besteht eine Möglichkeit, daß für landwirtschaftliche Arbeiter; angesichts der großen Wichtigkeit des landwirtschaftlichen Elements für Australien, noch Zugeständnisse gemacht werden. - * Nach dem Zensus von 1931-betrug die Zahl der Juden in Australien 3i6i5 0,37 «/o der damaligen Gesamtbevölkerung. Vor einer Einwanderung nach Australien ohne Mittel, ohne feste Stellung oder einen sicheren Rückhalt bei Freunden und Verwandten ist dringend zu warnen. ■ Allgemeine Einreisebestimmungen. . -'"*• 1. Alle erwachsenen Immigranten (d. 1. Personen von 18 Jahren und darüber) müssen bei Ankunft in Australien irrt Besitz von ü'io — Landungsgeld sein. Bei verheirateten. Männern, die von ihren Frauen und minderjährigen, Kindern (d. s. Kinder unter 18 Jahren) begleitet werden, lind als Landungsgeld mindestens £80.— erforderlich. Wenn Einwanderer den Nachweis liefern können, daß sie m> Genehmigung ihrer Zulassung von der australischen Regierung erhalten haben auf das Gesuch von Verwandten oder Freuaden in Australien, die bereit sind, sie nach ihrer Ankunft zu unterhalten oder zu beschäftigen, kann der Besitz von. Landung»geLd erlassen werden. 1. Einwanderer müssen geistig und körperlich gesund sein. ■ > ' 3. Einwanderer müssen guten Charakter haben.' > M . (. Die Unfähigkeit, engusch zu sprechen, ist ein ernstes Hemmnis zur Beschaffung von Arbeit* in Australien, und Einwanderer, die (licht zu gesicherter Arbeit kommen, sollte« von der Landung Abstand nehmen) woferu sie nicht ausreichende Mittel besitzen. „ - 5. Deutsche S t aal sa ng eh 8 r i ge brauchen Visa.für Australien^. i-U-*' ' . " Südafrikanisch« Ualo«. Gebiet und Bevölkerung.; Die Südafrikanische Union,, bestehend aus den Provinzen Kapland, Natal, Transvaal und Orangen-Freistaat, ist ein Dominion des britischen Reiches, das 473 347 englische Qutdratmeilen umfaßt. Sie zählte nach dem Zensus von 1931 6 938 58o Einwohner, davon 1 519 4&& Europäer und. 5 $09 093 Nichtouropier (Farbige). Nach der Schätzung vom Juni 1936 hat sich die Zahl der Europaer auf 1 679 857' erhöht, die der Nicht-Europäer auf 5 857 767. Die-jüdische-Bevölkerung belief'sich nach dem Zensus von 1931 auf 6-3 io3, d. s. 0,9 0/0 der damaligen Gesamtbevölkerung, 4,i °/*> der weißen Bevölkerung. Die weiße Bevölkerung ist hauptsächlich zusammengesetzt aus Personen hollandischen und britischen Ursprungs. Landessprachen sind englisch (vorwiegend in den großen Städten und Minenbezirken gesprochen) und afrikanisch (Kapholländiach), das auf dem Lande und in ■ den Provinzstädten vorherrscht. Klftna. s DafT kluna, das gesund ist, variiert in verschiedenen Teilen des Landes/ je nach Höbe und Breite- An der Küste ist es warm, feucht und gleichmäßig. Das Innere ist im Winter kalt und Irocken, im Sommer warm. Die Bergregionen sind trockener und erfrischender. Im allgemeinen Ist Januar der heißeste und Juli der kaiteste Monat. Südafrika . ist ein Agrarland, die industrielle Entwicklung Die Schiffsgesellschaften Warden vom Department uf flttme Affaira besonders darauf aufmerksam gemacht, daß das vor* geschriebene Landuisaimld BeaiU das Passagiers, sein muß.. Wenn er £40,— nur ab Darlehen erhalten bat, ist er der Zurückweisung ausgesetzt. . - " 1 / Die Einschiffung nach kustraliwi soll iu dem in den briti sehen-Visai bestintmten Monàt erfolgen, wofern'nicht spezielle Arbeitsverhältnisse. donr wird die Ret rieh™, wie' mit Weideland, fast ausschließlich von Eingeborenen, geleistet. Europäer kommen wegen Niedrigkeit der Löhne Und der Beschaffenheit der Wohngclegcnheit wenig oder gar nicht in Fuge. Auch fur .ungelernte europäische, Arbeiter gilt das gleiche. Nachfrage nach gelernten oder halbgelernten Arbo, lern der Weißen Rasse' 1st beschränkt. Kaufmännische Ange> i I .k