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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1929-03-01 · März 1929 · p. Seite 6

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1929. Bestand UB Ffm
Issue
März 1929
Date
1929-03-01
Page
Seite 6 (sequence 7)
Language
German
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darf nicht data fähren, daß junge Leute «eoh New York kommen, und kaum genügende Gekbrntter haben, um sich eine oder twei Wochen über Wasser tu baljtai. — Wir fahren des 'ferneren sehr lehrreiche statistische Zusammenstellungen auf, die einen'Vergleich der wöchentlichen Durchschnittsgehälter in mehreren Jahren für kaufmännische' Angestellte und Industriearbeiter ermöglichen. Zu bemerken "1st dazu noch, daß der Kaufwert des Dollars >naph deutschem Geld auf ftf. i.— tu schätzen ist. ' 'liil L'lT.t J-J*i I ïli 1/ * /*,i'V *u vyiy ■. •', - - .i.v -■! '/ r ' •'■ Gehälter für kaufmännische Angestellte. Nach einer Zusammenstellung der New York State Industrial Commission wurden im Okiober in den Jahren 1935, 19*6 und 1937 die folgenden. wöchentlichen Durchschnittsgehilter für kaufmännische Angestellte (Baehhalter. Schreibar, Stenographen, Revisoren, Kassierer, Büroleiter, Direktoren usw.) gezahlt (die Gehälter der weiblichen " Angestellten sind in Klammem angeführt) : Metall- und- Maaehmeninduitrie < Holzindustrie Pelz-, feeder- und Gummiwzreninduslrie Chemikalien, Oele und Farbenindustrie usw. Druckerei- und Papierwarenindustrie - ' Textilindustrie ~. Bekleidungsindustrie Nahrung*- u. Genußmiltel- ■ industrie Gesamtdurchachnitt Oktober 191S ' i3 Mt,i3 (»0,80) 4s;77 (i3,»3) .'.3,98 (ii,4o) 44*7 (»«.59) 49.35 (13,67) (ii,33) (?5."9) Oktober 1936 45,85 (11,o5) 44,8o (38,98) 4i,ii (i4,5o) 45/rt>»,43). 5o,54(a4,43)^ 39^9 (i3,o4) ii.so (s6,o4) Oktober 1927 46,58 (ii,34) 45,89 (>4.65) 44,56 (18,69) 47,07 (*3,is) 5i,58 ^5,38) 3ä,35 (13.G6) 44,45 (t6,oi) 44.ÏQ (",99) 45,54 t»3.«7) 45,11 (»3,45) Ï6.73 (i3,4i) 41.67 {n,53) 44,38 (**63) Di» Autstellung ergibt,' daß die Gehaller der 'minnlichen Angestellten schneller stiegen -als die der weiblichen, und zwar bei den enteren «im 1,19 t von 1916 bis 1937, bei den letzteren im gleichen Zeitraum mir um i4 Cents. r Vergleichsweise werden nachstehsend die im Staate New "York fur ' Industriearbeiter durchschnittlich im -Februar 1918 bzw. Oktober 1917 gezahlten Wochehlöhne angegeben, (die Lohne fur Arbeiterinneil sind in Klammern angeführt;. Februar ioa8 33,6o (16,08) 3i,75 (16.93) 18167 C16'»5) 3o,44 (16,80) 3i,5i (17,56) 18,41 (ii*4) 3,71 (18,0s) ,3a (16,71) 4o>7 (io,Ö3) •3i,5a (i6,45) 34,98 Oktober 1917 KM (i4,57) 3i.8i (17,46) 3o,6o (i6.36) 33,oi '10,09) 3i,34 (17,63) i8,o5 (15,67) 4».4i (18,39) 17,31 (16,60) «7,81 (11,18) .31,09 (i5,73) 35.41 33,33 ( 18,60} 35J3i (t9.o5) Sleinieug- und Glasindustrie Metall- und Maschinenindus tri» Holzindustrie « ■. Pelz-, Leder- und Gummi industrie Chemikalien-, Oel- und Farbenindustrie Zellstoff- und Papierindustrie ' Druckerei- und Papierwarenindustria Textilindustrie Bekleidungtindustria Nahrungs- und Genußmittelindustrie Wasser-, Liebtupd Kraftwerke Gesamtdurchschnitt „ .Wahrend die Löhne der mannlichen Arbeitskräfte in dem genannten y.eitiauüt im GeaauiUiüuliselmiU nur an» 1 Oll gestiegen sind, sind die Löhne fur weibliche Arbeitskräfte Jim 45 Genta zurückgegangen. (Nachrichtenblatt der Reichsstelle für das Auswanderungswesen vom ,1. Mai 1918.)- Gehälter kaufmännischer Angestellter im Staate New York. Eine in dem Industrial Bulletin, November 1918, veröffentlichte Aufstellung der wöchentlichen Durchschnittsgehilter von kaufmännischen Angestellten in verschiedenen Fabrik betrieben des Staates New York zeigt, daß diese Gehälter vom Juni 1914 his Oktober 1918 im Gesämtdurchschnitt auf fast das Doppelte gestiegen sind. Die Einzelheiten ergeben-sich aus der folgenden Aufstellung: Art der In,l,„trie ' Durchachnitt Wochengnhalt . —•» . -, Juni ini4 Oktober 1918 Steinzeug- und Glasindustrie* 18,06 35,10 Metall« und Msschioenindustrie 1 ^-»jifc ' $7.63 ' - / lloujndustrie —" '- - . x 10,68?7." Pelz-, Leder- und Gummiindustrie « i6,o5 19,8* ChwmkabeH-, Oel- Und Farbenindustrie i6,i4 33,38 Dtpckerei- und Papierwareninduatrie 11,67 '11.37 Textilindustrie 16,60 3o,8t Konfi ktioni- und 'Modewareninduatria i5,88 . 91,8a > I Nabhmgaj- und GenußmittelindusWe »1,61 Gesamtdurohachuitt 18,37 J 3A.09 x . I » 1 '. r ■ - Nach Angaben der Labor Review vom August d. J* stiegen, ver- Keinweise die Lebenshaltungskosten in der Stadt New York vom ember 191& bis Juni ■ 918Vinsgesamt um 86,3 *£, und zwsfr l^ebensmiUel um 47,5 s/,, Kleidung um oo,3, Miete um 69,3, Heizung und Beleuchtung um 94.4, z^riontangsgiyastlnita, am 97.8 und Verschiedenes um nH,6 o/o. ' ■ - Die ArbeiUmarkttage in dim ^verschiedenen IiutusWehetrieben des Staates New York. mit__>usnsh>ne derjenigen, die regelmäßig im Herbst einen geringeren Bedarf an Arbeitskräften aufweisen, wie die Konaervenindustrie, Herrenkonfektion, ZeraeotTabriken, Ziegeleien und Sägemühlen, war annähernd wieder normal. Die Indexzahl für Oktober 1918 gegenüber Juni 1914 (loo) war «4,4- Während für je ioq bei den staatlichen Arbeiteämtern eingetragenen offenen Stellen etwa i3i Bewerber aller Berufsarten auftraten, kamen auf IN ausgeschriebene kau 1minni sehe Stellen 316 Bewerber.' (Aus dem NachriehtenblaU der Reichsstelle für das Auswanderungswesen vom 1. Januar 1939.1 * Nach" dem Annual Report of the Women's Bureau of the United States Department of Labor ïûr 1937/36 bat sich aeit 1890 die Zabi arbeitender verheirateter Frauen in den ' Vereinigten Staaten außerondentlich vennehrt. Die große Mehrzahl* verheirateter Frauen sucht Beschäftigung, weil der Verdienst ihrer Miltner tum Unterhalt der Familien gemäß amerikanischem Lebensstandard nicht ausreicht. Nach dem Industrial Bulletin des Staates New York vom Januar 1939 war die Lage des Arbeitsmarktes im vergangenen Jahr so ungünstig wie'nie zuvor. Der.allgemeine Index betrug?s (1934/39 s=-opo) und stand im Juli mit 89,6 am-tielsten:" m Herbst trat eine Besserung der ,Arbeitsmarktverbfiltnisse ein, die bis tum Schluß' des Jahres angehalten hat, so daß die Aussiebten für das laufende Jahr günstiger beurteilt werden. ■ ' ■ " ' «-/ ' ' " Mexiko. Kuba. " Die Zahl der Einwohner von Mexiko betrug nach dem Zensus von 1931 l4 334 799 Personen. Nach einer Schätzung vom Jahre 1937 leben dort 16000 Juden) und twar 10000 orientalische und 6000 europäische Juden. Eine große 'Zahl Mexikaner, die in der. Heimat ihr Auskommen nicht finden, wandern alljährlich der höheren Löhne in der Industrie und Landwirtschaft wegen .nach den Vereinigten Staaten aus. Das wirtschaftliche Leben Mexikos steht noch unter den Wirkungen einer starken Depression. Vor einer Einwanderung ohne vorherig« Sicherung einer Beschäftigung, ohne genügende Mittel oder Rückhalt ist dringend zu warnen. Wie in Mexiko liegen auch in Kuba -—, 114 5oo qkm mit (1936) 3.479000 Bewohnern — die .Arbeiubedinguhgen sehr ungünstig, insbesondere für Personen ohne Fach. Die Zahl der Juden belief sich nach einer Schätzung vom J«hxç iga5 auf 8200. o Es muß dringend davor gewarnt werden — ein Gleiches gilt, worauf später noch hingewiesen wird, u. a. auch für Uruguay-— ' nach Mexiko oder Kuba tu fahren, um von dort in die benachbarten nord- und südamerikanischen Staaten auf illegalem Wege gelangen tu können. .. -- . " -J^SvJ-!/ÄST' ~" "* ~ --•*'^R'--*f-i . ' Bestimmungen für die Einreise nach Mexiko. Zur Einreise nach Mexiko ist ein vonder zuständigen Behörde ausgestellter Auslandspaß notwendig, der mit dem Vermerk „zur Ausreise-' nach Mexiko* versehen sein rntfB'. .- Dieter Paß ist bei dem zuständigen Konsulat "zur Visierung vorzulegen . -Tür deutsche Staatsangehörige ist ein P j ßvisum nicht mehr erforderlich, jedoch muß der Paß - zusammen mit den andern efforderlichen Papieren vorgelegt werden. Gleichzeitig sind mit dem Paß ein polizeiliches Führungszeugnis, ein ärztliches Gesundheitsattest und ein Impfschein, in dem bescheinigt wird, daß die betreffende Person innerhalb der letzten fünf Jahr« geimpft worden ist, heimbringen. v Ehepaare müssen ihren Trauschein vorzeigen können, der hei der Einreise auch der- KinwanderungibeKörde vorzulegen ist. ' Witwen und Geschiedene ' müssen sich durch rechtsgültige Dokumente als solche ausweisen können. Weibliche Personen unter <l5 Jahren und männliche Personen unlet 11 Jahren müssen -in allen Falle* von einer volljährigen ,Pcrson ihrer Familie« oder von einer anderen angesehenen Person begleitet werden. Außer' den sonstigen Papieren haben nichtmündige weibliche Personen unter i5 Jahren und männliche Pehonen unter 11 Jahreq eine schriftliche Erlaubnis ihrer'Eltern oder des Vormundes, oder ,die schrrf tliche Garantie von in gutem Rufe stehenden Verwandten odnè Bekannten vortfjjiÉigen Ferner muß nachgewiesen warden, daß eine in Mexiko ansässige Person for .den Lebensunterhalt der betreffenden minderjährige» . Person aufkommt. Ferner mußsich jede Person mit einer Identifikalionskarte versehen: Diese Identifikaüonakarte erhält die betreffende Person von jedem mexikanischen Konsulat' autgestellt. Für die Identifikationskarte sind sechs Paßbilder erforderlich, uztB^zwar drei Vorderansicht- und drei Seitenansicht-Paßbilder. Außerdem muß-der' U.S.A. Dis. tbobei Ankunft in Mexiko mindestens außer den nötigen Mitteln, die zur

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