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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1929-03-01 · März 1929 · p. Seite 5

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1929. Bestand UB Ffm
Issue
März 1929
Date
1929-03-01
Page
Seite 5 (sequence 6)
Language
German
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muß »arten, bis er einen Platz in der gewöhnlichen oder Nicht-', vorzugsquote findet Die unverheirateten Kinder solcher Frauen' haben aber dieselben Hechte nach dem neuen Gesetz, wie di» .Kinder eine» aus]indischen M a ryn e s in den Vereinigten Staaten.' Sehr interessant ist, was Albert Johnson, der Chairman of the - House Committee on Immigration, and* Naturalisation in betug auf den neuen Act for the reunion of families erklärte — ' daß einem doppelten Zweek damit -gedient sei. Erstens sei die Wartezeit rni Ausland fur Personen,-die zum Vorzug berechtigt seien, Verkürzt, zweitens halte das Gesetz, vielleicht unbegrenzt in einigen Fillen, diejenigen zurück äderen Kpfttmen auf ,da» Pflanzen neuer Saat" in den Vereinigten Staaten hinauslaufen würde. Das Problem der Einwanderung sei die Verringerung der Zahl der Nicht-Quotenzulassungen. - Dies, sei besonders ersichtlich in Betracht der Tausende, die die Vereinigten Staaten über die -südliche Grenze beträten. Alle dièse Immigranten kirnen außerhalb der Quotenbeschrinkongen. Soeben ist vom Kongreß ein Gesetz angenommen worden, wonach'allc auf illegalem Wege in die Vereinigten Staaten ein- ' V, gewanderten Auslinder a u s ge w ie s en werden, wo immer sie getroffen werden. -Einwanderungspolitik. Qh> amerikanjschen Parteien,' die republikanische, wie die demokratische, haben'sich für die Beschränkung der.Einwanderung erklärt, wenn auch gegen gewisse Hirten derselben, so die Trennung von Familien. Es wurde betont, daß unbeschrankte Einwanderung zu weitgehender Arbeitslosigkeit und zum Zusammenbruch-•d£9__amerikanisch en Lebensstandards führen würde. Andererseits kam auch Opposition gegen die Zugrundelegung des - Zensus von- 1890, als gegen gewisse Nationalitäten gerichtet, zum Ausdruck.- ■ . Von symptomatischer, wenn auch zur Zeit nicht praktischer. Bedeutung ist, daß im Senat der Vereinigten Staaten eine Bill eingebracht worden ist, die der Einwanderung überhaupt ein Ende. machen will. Danach soll. die Einstellung der Einwanderung in-die Vereinigten, Staaten vom Juli iq3o bis Juli 19/10 erfolgen. - ■'-.'.;■ /' ■ jjf .., ± v„; * f, ' &V^ft*tMFr'»■ - ' / V . Identifikationskarten für Einwanderer." Vom 1. Juli 19*8 werden Idehti f i k a ti on s k a r t e n für Ausländer von amerikanischen Konsuln vor der Abreise gegeben, die den Visen angeheftet werden. Sie enthalted: Photographie, Namen ^Geburtsland, Geburtsdatum, Nationalität, Augentarbe, Aiikuiiftstiafen, Dampfer, Zulassungsdatum, Status der Zulassung, Unterschrift des Immigranten. Die Karte zeigt an, wann und bei welchem Konsulale sie1 herausgegeben wurde, sie enthält _ die Nummer des Visums und ist ungültig, wenn sie von dem Visum — vor der Besichtigung durch einen Km Wanderungsbeamten: in den Vereinigten Staaten abgetrennt ist. Der zulassende Beamte unterschreibt die Karte gleichfalls. Die Tdentifikatioaskartc ist wich» tig für Zwecke der Id en t i f i k a t i on und Naturalisation, auch zur Erlangung von W i e.d e r e in r e j s e p e r m i t«. Auf folgende Punkte, die für Einwanderer oder gewisse -Kategorien Einwanderer sehr wichtig sind, möchten wir noch des besonderen hinweisen. ' *; Bestimmungen bezüglich einzelner Kategorien von Einwanderern. Affidavit Ks ist zur. Vermeidung von Weiterungen nötig;, daß das Affidavit de» K i n » a n d e r e r » möglichst neuen Datums ist. Wiedereinrèiscpermït. f^" Ein W i cA e r e i n r e i s-è p e r m i t wird einem Fremden auf sein Gesuch erteilt, wenn festgestellt wird, daß er bei seinerh letzten Eintritt in die Vereinigten Staaten tu dauerndem Aufenthalt gesetzlich zugelassen wurde. Das Permit gibt dem Fremden kein unbedingtes Recht zur Wiedereinreise. Er muß sich bej" seinem Wiedereintritt einer Prüfung unterwerfen und alle-Er-., fbrderm'sse des Einwanderungsgeseta.es erfüllen. Du Wiedereinreisepennit ist nur der Beweis, daß der Inhaber von einem—- VQrjylrlMtrebenden sei, und besonders während der Sommerzeitweiligen Aufenthalt im Auslande zurückkehrt, um ein nicht monate kommen tausende mittellose und stellungslos« junge Leute aufgegebenes Domizil, das gesetzlich erlangt war, wieder eirfzn nach New/ York. .' . Rabbiner. Rabbiner, die' auf Grund einer Berufung seitens einer, jüdischen Gemeinde in den Vereinigten Staaten als Non-Quota-lmmi- Kanten dorthin fahren, müssen damit rechnen, daß zwischen der züglichen Benachrichtigung., die sie'von dem für sie zuständigen amerikanischen Konsulat erhalten,, und der Gewährung des Visums _Monatc vergehen. Sie sind datier zu warnen, ihren Hausstand in der Heimat vorzeitig vor der Erlangung des Visums aufzulösen. ___ - Besuchs- und Studentenvisen. Bei Besuchs- und Studentenvisen, also bei Einreisenden, die nicht als ständige Einwanderer hinkommen, ist die Dauer Ves; Aufenthaltsrechts eine durch das Besuchsvisum oder die Studiumdauer begrenzte. Die Dauer des Visums und nicht der Gültigkeit %dea Passes, welche Besucher auf Frage von Eitf^ Wanderungsbeamten oft als Termin ihres Besuches angeben, i$t maßgebend für die erlaubte Aflfenthaltszeit - Bei Studenten wird durch ihre Studienzeit ihrem Aufenthalt eine Grenze gesetzt Durch gerichtliche Urteile ist ausländischen"Studenten« die den Non-Quota-Status haben, das Recht zugesprochen worden, ihren Lebensunterhalt durch Stundengeben und Arbeit zu verdienen, wenn -sie dabei ihr Studium oidnungseemäß-jortsettenr— Wihrend des Fiskaljahres 1927/28 wurden 1816 Fremde als Non-Qiiota-Inmiigrant-Studeiiten ( in den. Vereinigten Staaten zugelassen, seit dem Einwanderungsgesetz von 19a 4 im ganzen 7034. Zur Aufnahme Von einwandernden Studenten haben hn ganzen 1279 Schulen in den Vereinigten Staaten die Berechtigung. — " 1; wir wiesen' in unserem "letzten Korrespondenzblatt, darauf hin, daß kein Besucher während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten seinen Status in einen anderen umändern kann,. Wenn z. B. ein Besucher Student zu Werden wünscht oder dauernd ia den Vereinigten Staaten• seinen Wohnsitz aufschlagen will. , so muß er zunächst das. Land verlassen, sich von dem für-ihn zuständigen -amerikanischen Konsul im Ausland ein Visum, beschaffen und dann nochmals nach den Vereinigten Staaten zurückkehren. Ks ist jetzt 'im Repräsentantenhaus der .Antrag eingebracht worden, wonach den zeitweilig in die Vereinigten Staaten hineingelassenen Einwanderern die Aufenthaltserlaubnis im Lande selbst verlängert werden soll,' ohne daß sie gezwungen sein sollen, erst wieder ins Ausland zu gehen, um sich dann aufs* neue eine Einwänderungserlaubnis zu erwirken. " Wirtschaftliche Verhältnisse. ' ■ Auch in den Vereinigten Staaten besteht Arbeitslosigkeit in weitem Umfange. Von amtlich«! amerikanischen .Stellen wurde die Zahl der Arbeitslosen auf etwa zwei Millionen geschätzt, nach privaten Schätzungen ist sie wesentlich höher. Dein Narhrichtenblatt der Rcichsstelle für das Auswanderungswesen, Nr. 19 vom 1. Oktober 1938, entnehmen .wir folgendes : . -' Kein P.la tz in New York für Mittel- und Stellungslose. Unter dieser Ueberschrift brachte die "New Yorker Staatszeitung die nachstehende Mitteilung: ,;In New York ist kein Platz für den Mann aßer die Frau, die weder Stellung und Bankkonto, noch Freunde noch Verwandte hier haben.'/ Diese Warnung wird von dem Wohlfahrtsrat der Stadt New York erlassen, irt dem Hilfsorganisationen aller Religionen und Basséfi zusammengeschlossen sind. Durch den. Film und die erdichteten Geschichten wird außerhalb New York der Eindruck geschaffen, daß diese Stadt das Paradies der Jungen und nehmen una enthebt den Inhaber der Notwendigkeit, sich ein Immigrât ions-Visum zu besrhaffep. Wiedereinreisepermits gelten ein Jahr vom Datum der, Herausgabe an. Dir Gültigkeit eines Per ni its liapu bei genügender Begründung ausgedehnt werden um einen Zeitraum* oder .um KHtrlurm nicht über 6 Monate für jeden Fall. Eine Gebühr von 3 Dollar,Wird für die Herausgabe jedes Permits und jeder Verlängerung erhoben. •■ .'' .7 ». ' j 1 - V-—.' £ D|«' Berichte derer, denen es gelingt, sieh durchzusetzen, drin—. gen in die entlegensten Teile, doch von dem Schicksal der Gefallenen und Gestrauchelten hört di«, Welt nichts. Jeder, der nach New York kommt,/muß damit rechnen, daß er $-35.— die;' Woche unbedingt zum?.1 Lebensunterhalt braucht Gewiß, New York ist eine hilfreiche Stadt und die WohlfahrtsorganisationenV tun. was sie können, um-den Notleidenden m helfen, doob-dies V

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