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Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden · 1927-03-01 · März/April (1927) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
Volume
1927
Issue
März/April (1927)
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Y \ ' ' 1 Arbeft'versorgt. Du Komitee in Buenos Aires hat ■einen Sekre- - tir zu "speziellen Untersuchungen nach Uruguay entsandt. & wird besonders auf die Notwendigkeit des organisatorischen Schutzes für Frauen und Mädchen hingewiesen. In der kleinen Republik Uruguay befanden sich im ganzen einige hundert Familien, die weder organisatorisch noch materiell das Problem des Frauenschutzes bewältigen könnten. Die Einwanderung von Frauen habe sich verstärkt, und es seien auch in der lebten Zeit Briefe von,, jüdischen Gemeinden' Osteuropas in. jiera, -Büro in Montevideo eingegangen, die besagen, daß eine bedeutende Anzahl jüdischer Frauen sich auf dem. Wage naCfi Uruguay -befindet. Das Komitee halt es für geboten, daß, wenn aus Europa Frauen oder Madchen nach Uruguay abreisen, ihm rechtzeitig über jeden einzelnen Fall Mitteilung gemacht wird, unter Angabe des Namens uifiTdes Schiffes, auf dem die Ein Wanderinnen sich Tiefinden, damit die nötigen Maßregeln ergriffen werden können. Es handelt sich um das doppelte Problem der Arbeitsversorgung und des- Schutzes vor Mädchenhändlern. Die Adresse des Comites in Montevideo ist Calle Peres ' CasteUanos i38i. Die PalSstinaeinwanderung im Jahre 1926. ^.»r*. Einwanderer Auawand f. rer - Monat insgesamt Juden insgesamt Juden Januar Februar " *Vfi 1 5op 1 4o5 Ü »18 ,59 Marz * "j3i3 1 »So \ »5s 33a r . i485 I 5oo i 3Ö8 1 (i5 i5i5 Ä S« " 63i .384 45> Juui 1 a(o 876 6o3 Juli 783 873 735 8s5 -r —- ' 84o August „ *~ % l37 " 9* September •77 63o IO87 705 Oktober «4i ■889 1 3os 1 ooi November 5ii «67 9*3 8u Dezember , 5i3 44i r 761 J '64a i3 910 i3 080 9 4»9 7 365 ■ -—,..a?_- 1 ¥. — — '•* 1 <fiL^— Palästina. '_ _ t Et muß angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation und der Arbeitsverhältnisse angeraten werden, größte Vorsicht bei der Einwanderung walten iu lassen. Vom Palästinaamt, Berlin, erhalten wir den nachfolgenden Bericht:- - » , Die Wirtschaftslage in Palästina im Jahre 1916 ist einerseits gekennzeichnet durch fortschreitende Konsolidierung der landwirtschaftlichen Betriebe, insbesondere das Aufblühen der Pflanzungsunternehmungen (Orangenbau), sowie durch die Befesti- \ gung einer Anzahl industrieller Unternehmungen in den Städten. ' - , Auf der anderen Seite hat die bereits Ende 1935 einsetzende ' A r b e i t s4» s i g k e i t , speziell in den Städten, noch nicht abgenommen. Die Zahl der Arbeitslosen wird insgesamt auf zirka 6000—7000 angegeben. SB? betragt in " . . ' '•' Jaffa-Tel-Awiw zirka 35oo Haifa „ i5op I ' ► ..." •'.'/ . Jerusalem „' 1600 — ' Afuleh .„ 3oo. Die Zahl der Arbeitslosen in den Kolonien ist >e mißig gering, speziell werden im Frühjahr mit Begin l> •' Saisonarbeiten eine größere Anzahl von Arbeitern auf dem 1 beschäftigt, werden könntn. ' ■ I , Ein großer Teil der Arbeitslosen rekrutiert sich aus der' . Einwanderung des Jahres 193S, die infolge der Plötzlichkeit ihres Einsetzens und nach der ganzen sozialen Struktur der Einwandererkategorien nicht' dahin führte, daß die Einwanderer organisch und wirtschaftlich im Lande „festen Fuß faßten. I'. Sowohl von selten der Zionistischen Organisation und der eng mit ihr zusammenarbeitenden Arbeiterorganisation wie von Seiten der englischen Regierung werden Bemühungen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit" gemacht. ' Der Beginn der Arbeiten des 'Rutenberg-Unternehmens, der Hafenbau in Haifa, eine Anzahl von Straßen und Chausseen usw. wird es bald möglich, machen, eine1 größere Anzahl von Arbeitslosen aufzunehmen: , , In Anbetracht der jetzigen Situation wird sowohl-„von der Zionistischen Organisation als auch von der englischen Regierung die Einwanderung äußerst vorsichtig geregelt. Im ersten Halbjahr 1937 werden nur solche unbemittelten Einwanderer zugelassen werden, für deren Unterbringung . und Existenz in Palästina .selbst lebende Verwandte eine Garantie übernehmen. - Eine Lockerung dieser Bestimmungen wird mit einer Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt Hand in Hand gehen. Immerhin stimmen die Berichte darin überein, daß für wirklich gelernte Facharbeiter, speziell auch erstklassige landwirtschaftliche ..A/bciter, Arbeitsaussichten Auch jetzt bestehen, wenn sie wenigstens für die erste Zeit ihres Aufenthalts in Palistina und 4f bis zu ihrer Unterbringung einige Geldmittel zur Verfügung, haben. Als Mindestsummo hierfür wird für die Zeit von sechs Mpnaten £ 36 angegeben. ' , Die übrigen i'EinwandeTungsbestimmungen sind unverändert in Kraft geblieben. (Siehe Korjespondefczhlatt des' Centraibüros' für jüdische Auswanderungsangelegenheiten des-^ilf »Vereins der Deutschen Juden vom FebruaT-Mireigafi.) Ueber die soziale Zusammensetzung der Einwanderer in den Jahren 19*5 und 1936 gibt folgende Tabelle Aufschluß: . io»5 loa*. . * Personen mit eigenem Vermögen 3q0/0 ' tS*V . ' v »• Arbeiter \ ": 43>o 690/b Angeforderte Personen ,t»«/s .»7»j» Verschiedenes _8«jja y'..»» Nach der Jahresstatistik, die das^Palästina-Amt uns übermittelte, betrug die Zahl der Auswanderer aus Deutschland nach Palästina im Jahre 1936 itfi, die der Rückwanderer 103, der Durchwanderer 53. Von den 3&3 Auswanderern waren „ * 3s Kapitalisten, ■' , 33 wurden angefordert, _, ' 177 reisten auf Zertifikate: '?x< 130 Minner, 3o unverheiratete und 15 verheiratete Frauen, 13 Kinder. ■ Nachstehende Tabelle zeigt, wie* mannigfache "Berufe vertreten waren: .', .<*— ' Minner: 1 j»udarbeiter ' verschiedene Berufe 1 ingejerntt Arbeiter Etektromonteuro freie Berufe. Schlosser Kaufteato ' Weber, Stricker Bauarbeiter Tischler Lehrer ' Ingenieure Mater, Anstreicher ' Architekten Privatbeamter Konservenarbeiter Lagerist Klempner Friseur* Schneider Polsterer Seifensieder Chauffeur Zimmermann Verleger Kutscher' Maurer Rabbiner Tierarzt;5>'- V 4o- ■ 1 M l 6 6 4 4 4 -3 3 * , -; s ■ 1 [f^ 1 1 » . » >•' 1 -1" ' t , 1 t 1 .. 1 1 1 ISO F r a u e' n: ■ Landarbeiterinnen " 9° verjehiedene Berufe 5 Schneiderinnen, Naherinnen 3 freie Berufe Kindergärtnerinnen Hausangestellte Aerztin ., . Büroanges teilte Laborantin Sekretärin Buchhalterin, Schülerin ■• t Jr:' "Ss*. 3 3 , S I I . I I I . I Msnncr Frauen Ehefrauen - Kinder;xzi;•'■■(.' ' i» , I * i5 n . «77, ^MtoauNmimL- Einem-Artikel über das Wachstum Australiens ih der Times . Weeklj vom 6, I." 1937 entnehmen wir nachstellende Angaben: Die Bevölkerung Australiens wichst in stärkerem Verhältnis als die . irgendeines anderen Landes mit Ausnahme von Kanada und Neuseeland. In .den 4° ,jHr*^-t"i 19? I nir die /■■»^»■■•»i» ai pro Tausend, das Doppelt« Japans. Seit dem Jahre 19sI ist der jahrliche Durchschnittssuwseh» -Zu 700/0 auf natOrliche Vermehrung und So°t» auf reine Einwanderung niflück ruf (Ihren —-' 1 . — r* (U I

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