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Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden · 1927-03-01 · März/April (1927) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
Volume
1927
Issue
März/April (1927)
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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r-.v* V :;; ' a . ein antliches Zeugnis^ da* von einem bei dem franxosischen Konsulat des Bezirks beglaubigten Ante ausgestellt werden »oll, und ' ' . aus welchem hervorgeht,, daß der Trager, geimpft worden ist, daß ~ "Win keiner ansteckenden und an keiner Geisteskrankheit leidet, und daß er die physische Befähigung besitzt, die in seinem Vertrag vorgemerkte Anteil ni leisten. ' ■•' t V :'■ ": Amerika. Canada. r - W. T. Thompson, Director of Publicity C. H.R., schreibt in jSr. 6, Februar" 1937, tob „Mewland", dem offiziellen Organ der > Je»ish Immigrant Aid Society of Canada, u. a.: Wenn Canada irgend weiche vitalen Bedürfnisse gegenwärtig hat, sind es solche an Menschen und Geld; die enteren für die Besiedlung des Landes und die Ausnutzung der weiten natürlichen Hilfsquellen, welche noch bisher nur -teilweise entwickelt sind, und das Kapital für die weitere Entwicklung der Hilfsquellen, mit denen Canada so reich versehen ist Canada mit einem Gesamtgebiet von mehr als t\ .'400 000 Quadratmeilen bet-nactrdein lehrten allgemeinen Census, eine Bevölkerung von 8 778388 -Persnnrai; da» bedeutet "etwas weniger als zwei Personen per Quadratmeile. Die Entwicklung* von Canada wird u. a. dadurch illustriert daß nach Angabe des canadischen statistischen Büros von der Zeit von 1901 bis 1935 die canadische,Bevölkerung sich um vier Millionen oder 7a °/o vermehrt hat. — '—• Nach einer Veröffentlichung des amtlichen canadischen Preßbüros in London (vgl. Times-Weeklv, 30. Januar 19^7), hat sich 1 'im vorigen Jahre die allgemeine Einwanderung nach Canada aus England wie aus anderen Ländern verstärkt: Von Januar bis Oktober 1936 ist sie gegen die gleiche Zeit im Jahre 1935 um 63 0/0 gewachsen. Es ist auch eine starke Rückwanderung aus den Vereinigten Staaten nach Canada eingetreten. .' Ueber die. allgemeinen Emreisebestimmungen haben wh"-- ' in früheren Nummern unseres Correspondenzblatles berichtet. Es sind nach Canada nur Farmer, Landarbeiter, weibliche Dienstboten und bestimmte Kategorien naber Verwandter zugelassen. " * . Die canadischen Einreisebeschränkungen für deutsche < Reich sangehörige sind aufgehoben. Es sind deutsche Reichsangehörige sämtlicher Berufe zugelassen, nicht nur" Angehörige' landwirtschaftlicher iBerufe, die; sich irr~sblcben in Canada zu betätigen beabsichtigen. v *— —- . « * ^t* ■ , Das Nachrichtenblatt der Reichsstelle für das Auswanderungswesen vom i5. April 1937 berichtet u. a. folgendes über Beschäftigungsaussichten in Canada. ' „Nach den kanadischen Einwamlerungsl>estimmungen können alle in Deutschland wohnhaften Reichsdeutschen zur1 Einwanderung nach Canada zugelassen werden* die dem canadischen Einwanderungsinspektor in Hamburg nachweisen, daß sie körperlich und geistig gesund sind, daß sie" das .nötige Reisegeld haben und daß ihnen eine Anstellung oder Beschäftigung beim Eintreffen in Canada gesichert ist, oder daß sie über genügend Mittel verfügen, um ihren Unterhalt in C%nada so lange, zu bestreiten, bis sie Arbeit gefunden haben. ■*'*'.'•■ , .' '4. Bevorzugt werden von den canadischen Behörden nach wie vor in erster Linie landwirtschaftliche Elemente und weibliche Hausangestellte, weil diese die beste Aussicht auf ein Fortkommen haben. Angehörigen anderer Berufe, wie kaufmännischen Angestellten., gewerblichen und Industriearbeitern muß jedoch-von einer Auswanderung abgeraten werden, wenn ,rlihnen nicht eine Beschäftigung in ihrem Fach oder Berufe vorher gesichert ist. Büroangestellte..können nur auf Beschäftigung, rechnen, wenn ihre englischen Kenntnisse so umfangreich sind, daß sie es ihnen ermöglichen, mit in Canada ' geborenen Angestellten, der gleichen Klassen in Wettbewerb zu treten; und auch dann werden sie bei ihrem Eintreffen' in -Canada damit rechnen müssen, daß sie auf Jahre hinaus nur verhältnismäßig gering bezahlte Stellungen 'erhalten. Gewerbliche und industrielle Arbeiter müssen mit einer ... - sondern zurzeit immerhin «»nbeblichen Arbeitslosigkeit im Lande lehnen,- von der hauptsächlich, und zwar fast regelmäßig im Winter, solche Personen betroffen werden, die--den einheimischen Arbeitern, was Beherrschung der Sprache usw. angeht, noch nicht' ganz gleichwertig .sind. Für alleinstehende sehr kräftige junge .Leute besteht immerhin die Möglichkeit. DpwhJfligung | ,ma,~ ■ *t ■ 11 r i ■ ■ 1 ■■■ tuitll Min ■'' isaasjsaa«»^««»s»^^^ap»»i^^ ' ' ' * ■ zu finden; jedoch meist nicht in ihrem eigenen Berufe,) ab Holzhauer, Erdarbeiter 'u. dgt....... Für Angehörige freier Berufe bietet .Canada nach uns ton dort zugegangenen Nachrichten im allgemeinen kein geeignetes "Feld." .—tk Absolventen europäischer Universitäten müssen neue Prüfungen ablegen,, ehe sie zur Ausübung ihrer Berufe zugelassen werden. Wir bringen nachstehend noch zu weiterer Information einen -kurzen Auszug aus Zirkularschreiben der Canadian Pacific, bzgl. der Einreise deutscher Staatsangehöriger. Personen, die nicht zu Verwandten oder Bekannten reisen, also keine Anstellung in Canada haben, müssen bei Einholung des Visums außer der Schiffskarte noch ausreichende Geldmittel (ca. 3oo Dollar) besitzen, um die Kosten für den Unterhalt in Canada während der Zeit zu decken, in der eine Anstellung noch nicht vorhanden ist Für Landwirte und Landarbeiter kommt diese Bestimmung jedoch nicht in Frage, vielmehr genügt es, wenn sie neben dar Fahrkarte.bis zum Bestimmungsort a 5 Dollar Handgeld vorweisen können.... Dazu ist zu bemerken, daß die Höhe des Vorzeigegeldes gesetzlich nicht festgelegt ist, aber die Praxis der Schiffsgesellschaften und des canadischen Einwanderungsbeamten hat zu der vorstehenden Norm geführt. — Erwähnt sei noch, daß die Erteilung des Visums an deutsche Reichsangehörige aller <» Berufe sich nur auf reichsdeutsche Einwanderer erstreckt, die aus .Deutschland nach Canada kommen, nicht auf solche, die vom Auslande aus ihre Reise antreten. Vereinigte Staaten von Amerika. Im Fiskaljahr i. JuK 1935 bis 3o. Juni 1936 fanden — _ _>— _ 3o4 488 Immigranten Einlaß in die Vereinigten Staaten. ' \ Ab reisten -........" . . 76993 Von der Landung ausgeschlossen . ... * •' - . wurden ..... xo55o Deportiert wurden........ . 10904 - Von den 3o4 488 Immigranten kamen aus ' Europa . _ . . 105 56s Immigranten Asien- ............ . r 34i3 >'». .Amerika i44 3a3 y^". Von den i55 56a Immigranten aus Europa kamen aus den Ländern des nordwestlichen Europa, 'hauptsächlich Deutschland, Irischer Freistaat und Großbritannien . . . . 155 56a Ii 36 W7 oder 41,5 0/0 ' Süd- und Osteuropa . | 39.139 1 ,*)1 g,6 <y« Canada stellte......... 910,9 «» *9<9 Mexiko ..... 433i6 „ 14,» *v •.; ■ die„übrigen Länder i4f>9« „ 4,8»* - ' . \ 1935/36 betrug die nach dem Einwanderungseinschränkungsgesetz festgesetzte Jahresquote . 164067 Personen'' Tatsächlich sind nur . l^y.h. Einwanderer eingereist \ ." ~\-r/*r *' *' ' ■'.'.'- - '-/■ -. ■. *' \ ■ *- .' ^—--------?!<^ * ■ : Auf Grund ('i r Quote kamen aus Tschechoslowakei . ... . . . v 3i5g " .,\ - Dänemark....... 37113 Frankreich" . , '....... $«36 Deutschland ........ 5iÖ$3 . Großbritannien u. Nord-Irland 3i 186 Irischer Freistaat ...... 37 5oo Italien . ....- i 808 Norwegen ...... . . 6391 v' ':. Palistina §3 , Polen . . . . . *. 63861| Rumänien......601 \i Rußland..... ..... j i58 - > ' Schweden 9 s33 I ■ ' \r lin ganzen trafen aus Europa i55 118 Personen ein. Die Anzahl der jüdischen Einwanderer im Jahre iqi5/ 1 .)•»() 'betrug 10 367 l'ersonen^öÖÖ rnännliehen Geschlechts, 6699 weih liehen Geschlechts), die der abgereisten Emigranten 341. Vom' Eintritt'ausgeschlossea wurdet 871,^deportiert 175 Juden.

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