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Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden · 1927-03-01 · März/April (1927) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
Volume
1927
Issue
März/April (1927)
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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$ ,K :J I; wie in Hamburg, nahmen wir uns ihrer an. Insbesondere konnte unser Hamburger Büro den Emigranten tur Beseitigung Von 'Visaschwierigkeiten gute Dienste leiste». >, - —r Erteilung ran Visen nach den Vereinigten Staaten seitens amerikanischer Konsulate in Deutochland. Seit Juli 1936 erfolgt Prüfung und ärztliche Untersuchung von Auswanderern au» -Deutschland nach den Vereinigten Staaten nicht mehr jn Clus Island, sondern in Deutschland^ durch bestimmte' amerikanische Konsulate, welche gegebenenfalls das Einreise-Visum erteilen. Fünf amerikanische Konsulate in Deutschland sind tur Bewilligung der Visen ermächtigt: in Berlin, Hamburg, Bremen, Köln a. Rh. und - Stuttgart. Diese ff (in f Konsulate geben die Sichtvermerke auch für Auswanderer, die in den Bezirken der übrigen amerikanischen Konsulate in Deutschland wohnen. Die Anträge wegen Visierung von Passen sind an die für die Auswanderer zuständigen amerikanischen Konsulale zu richten, welche die Antragsteller registrieren und sie benachrichtigen, wann sie sich bei den Konsulaten, die die Sichtvermerke erteilen, zur Prüfung und Untersuchung einzufinden haben. — Nachstehend eine Uebersicht über die Amtsbezirke - der fünf Konsulate, die Visen erteilen. - -.—*- -f. .... Es erteilen Sichtvermerke: Amerikanisches General-Konsulat in Berlin Wo, Belle» ucstraße 6a, I: * Visumabteilung W 8, Wilhelms!». 46/47: für' die »Bezirke der amerikanischen Konsulate in Berlin 1 Brandenburg, Pommern, Westpreußen, Ostpreußen und* Regierungsbezirk Marien Werder), Breslau, Elsaßer Str. 13 (Schlesien), Dresden, Waisenhausstr. 19,11 (Staat Sachsen, mit Ausnahme der Kreishauptmannschaft Leipzig), * Leipzig, Otto SchiU-Str. 1 (Kreishauptmannschaft Leipzig, Thüringen, Anhalt, Provinz Sachsen). Amerikanisches Konsulat in HVmburg, Fe^dinandstr. 58: für den Bezirk des amerikanischen Konsulats in Hamburg (Freistaat und Stadt Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecka . lenhurg-Schwerin, Mecklenburg-Strelits und Lübeck); Amerikanisches Konsulat in Bremen, Am WaU 8or---r*?* für -den Bezirk des amerikanischen Konsulats in Bremen (Freistaat und Stadt Bremen, - Provinz Hannover, Braun? schweig und Oldenburg); Amerikanisches Konsulat in Köln a. Rh., Am Höf a4—a6II> für die Bezirke der amerikanischen Konsulate in Köln a. Rh. (Rheinprovinz nördlich der Mosel, Westfalen, ' Schaumburg-Lippe, Lippe und Waldeck), Frankfurt a. M., Schillerstraße <~3b (Hessen-Nassau, Hessen, Rheinpfalz), Koblenz, Viktoriasir. «4 (Rheinprovinxsüdlich der Mosel); Amerikanisches Konsulat in S tuttgart, Komgstr. 19a: 'für die Bezirke der amerikanischen Konsulate in Stuttgart 4 (Württemberg, Baden und Hohenzollern), München, Ledcrerstr. 35 (Staat Bayern, mit Ausnahme der Rheinpfalz); Warnung vor illegaler Auswanderung. Im Sommer des Jahres 1906 sind in größerem Maßstäbe Versuche gemacht worden, auf Grund falscher Pässe und' .Visen illegalen Einlaß in die Vereinigten' Staaten zu erlangen. Die Emigranten sind teils in Bremen - und Hamburg; an der Abreise verhindert, teils in Amerika zurückgewiesen worden. Eine weitere Anzahl dieser Emigranten hat von der Ausreise Abstand genommen, noch bevor sie auf den amerikanischen Konsulaten in den deutschen Hafenstädten vorsprachen: Die Machinationen der~~Schwindler nahmen in der Hauptsache von v Warschau aus ihren Ausgang; ihre unheilvolle Tätigkeit er streckte sich u. a. weiter auf Danzig, Berlin und deutsche Hafenstädte. /Der1 Hilfsverein hat sich den Kampf gegen die gewissenlosen Ausbeuter angelegen sein lassen; er hat zusammen mit seinen Komitees .in Hamburg und Bremen, soweit möglich, Feststellungen gemacht, die Grenzstellen und jüdischen Komitees in Danzig Deutschland begleitet, wo sie ihre Helfershelfer haben. Durch verwerfliche Manöver wurden Visa nach den Vereinigten Staaten, auf Grund falscher Papiere und falschnr Angaben beschafft — natürlich alles gegen höchste Bezahlung^ Es erfolgte — zum Teil nach monatelanger Festhaltung auf Ellis-Island — die Zurückweisung, und die Verführten oder unwissentlich Schuldigen verfallen tiefem Elend, all den schweren Folgen, denen heutigen Tages Inhaber falscher Paniere oder/Auswanderer ohne Papiere ausgesetzt' sind. . . '& sind u. a. deutsche Personalausweise erschlichen worden. Bei Rückkehr der Deportierten nach dem Ausreisehafen Bremen wurden dieselben den Inhabern abgenommen, -die sich infolgedessen, in der unglücklichsten und schwierigsten Lage befinden. Es drohen nicht nur Strafen. Da sie keine Legitimationspapiere, keine Ausweise besitzen, unterliegt -auch ihre~"Rückreise nach ihrem Heimatladde und ihre»Reise durch Transitländer den größten Schwierigkeiten und Fährjjchkeiten. . Die Schiffsgesellschaften haben nach amerikanischem Gesetz - für Passagiere, deren Beförderung auf Grund nicht einwandfreier .Visen erfolgt ist, einen Betrag von 1000 $ pro Person zu zahlen. Wie wir hören, hat eine Schiffsgesellschalt gegen einen der Zurückgewiesenen einen Prozeß angestrengt, um die betrügerischen Manöver aufzudecken. ' ~- Wir bemühen uns gleichfalls, die schuldigen Hintermänner zu ermitteln und ihnen nach Möglichkeit das Handwerk zu Hegen. ' > Die Tricks der gewissenlosen Betrüger sind wechselnder NaWr. Es ist außerordentlich schwer, sie zu verfolgen und unschädlich zu machen, da sie möglichst im Hintergrunde zu bleiben suchen und bandenahnlich zusammenarbeitest». Dazu kommt die Furcht der Betrogeven, nähere Angaben zu machen, durch die sie sich eventuell selbst belasten. j 'Es muß immer wieder und wieder darauf hingewiesen werden, daß Versuche, auf illegalem Wege Visa zu -erlangen und zu diesem' Zwecke sich gefälschter Papiere zu bedienen und falsche Aussagen zu machen, nicht nur verwerflich, schweren Strafen ausgesetzt und höchst kostspielig;'sondern fast stets erfolglos sind Die vielfachen Kontrollen auf dem, Wege und bei der Ankunft in den Bestimmungsländern-sind so scharf und — mit Rücksicht auf Umgehungsversuche — so weitgehend organisiert, daß die Aufdeckung-sblcher Versuche als sicher zu betrachten ist. Es ist also, wenn Auswanderungswillige sich der Hilfe'von Betrügern bedienen, die unmöglich alle Faktoren der- Kontrolle zu überblicken imstande sind, und die deshalb wissentlich, aus Gewinnsucht und in völliger Gleichgültigkeit gegen die unheilvollen Folgen ihrer Gewissenlosigkeit, ihre Opfer ins Unglück stürzen, kern anderes Ergebnis zu erwarten, als Verlust von Ehre, Zeit und Geld. Auch ist mit einer Verstrickung des Emigranten in derartige Schwindelmanöver die Verschlechterung der Ghance --späterer Auswanderung verknüpft, oder sie wird ganz unmöglich gemacht. In Fällen aber, wo es selbst einmal ausnahmsweise ge^ngen sollte, illegal Eintritt zu finden, droht — was die Vereinigten Staaten betrifft — stets noch die Gefahr, späterer Deportierung. Die Tatsachen zeigen, "daß die Bestimmungen bezüglich Deportation nicht bloß auf dem Papier stehen. | Die Emigranten müssen, aus der Erkenntnis dieser Lage der pinge heraus, sieh aufs äußerste hüten, mit unbekannten Personen überhaupt in irgendwelche "Verbindung wegen Ermöglichung der Aaswanderung auf anderem als legalem Wege zu treten. Sie müssen sich an autorisierte Auswandererbüros oder . Vertrauensstellen wenden. Sie müssen sich in, ihrem eigenen Interesse für. die Gegenwart, wie um sich künftige Möglichkeiten nicht selbst zu verschließen, mit den bestehenden Einwanderungsbedingungen abfinden. Die Einwanderung kann auf illegalem Wege; weder erzwungen noch erschlichen werden. IM Hilfsverein bringt Schutzesvon Fra.uen entgegen. Er hat wiederum Nationalkomitee zur Bekämnfung des' 'Mädchenhandels vollzonach -wie vor der: Frage, des und Mädchen sein Interesse seinen Eintritt in das Deutsche °""j°«r--J' —" T"T ~t~~—I T".*—r--j----"".---o gen und wird auch auf der Konferenz vertreten sein, die 'in v1!?- W!r**!" ,?™^rl'._!^ füS* ^^V!!L^T4tB^^onAon zur Beratung über diese Frage im Juni aUttfindenwird. Vornahme von Untersuchungen nach Danzig entsandt. -?• i 'In allerletzter Zeit sind wiederum höchst gefährliche betrüge- .. .. Es handelt sich vun / ' ■■ Laut Erlaß des, Reichsarbeitsministeriums vom. 1.7■ Februar rische Machenschaften aufgedeckt worden Auswanderer oder A^wanderinnen, die in Polen und JLa riz i Schwindlern in die Hände gefallen sind.' Dort haben eine A Fand in Hand gea: 1937 erhalten von jetzt an "die Staatenlosen Erwerbsldsennntcr Stützung, iaH»*uSisonstigen 'VoT~" tiW Erwcrbslosenfürsörge erfüllt

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