Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
- Volume
- 1927
- Issue
- März/April (1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- > t -f-' T ' ' -., f~r—1—' i —" " ' ' ' ■ . V'. KORKESPONDENZBLATT des ./ Cetttratburos für jüdische AuswanderungsähgelcgenheiteitJ des Hilfsvereins der Deutschen Juden. om Rcidiswandeftmgsartjt~anerkamit€ fetnetnnützige ^uskunftsstelle für jüdische Durch Wanderung und Auswanderung. Berlin, März/ApriJ ,1927. Inhalt s v e r ze i c b n i s i'.. Europa. De u ts c Ii 1 a nd. Narliruf auf Dr. Paul Nathan und Paul Laskar. Tätigkeit^ des Hilfsvereins der Deutschen Juden in Deutschland. Amerikanische Konsulate in Deutschland, die Visen nach den A'ereinigten Staaten erteilen. Warnung Ycny^iUegälinr AuswanderungT" Diverses. — Rußland. Konferenz der Osetgescllschaft in . MJiskau vom |5. bis 20. November irpo. — Belgien. Warnung vor Auswanderung ohne ordnungsgemäße-Visa. F r a n1rTiri~c~h. Verteilung ausländischer Juden in Krankreich. Neue Aufenthaltsbestimmungcn. Amerika. Ca na da. Landesverhältnisse. Einreise wm Deutschen. Aussichten für Einwanderer. Einreisebedingungen. — Vereinigte Staaten v,o_n_ A m'e r i k a. Etnwiqderuag Fiskaljahr io/iä/ ig"«. Empfehlungen des Commissioner GcnerjT of Immigration im Anhuat Report von 10,26. Aussfchten für Einwanderer. Mittel* amerika: Mexiko. I.andesverhältni>se. Wirtschaftliche Lage. — Guatemala Warnung vor Einwanderung ohne genügende Sicherungen.. — G u b'^a. Warnung vor Einwanderung ohne Sicherungen. —- Südamerika: Argentinien. Bestimmungen bezüglich Erteilung des Visums. Ausfulirungsbesliuim.u/ig'en zum argentinischen Einwandc- --ningsgcsetx. Aussiebten in verschiedenen Berufen.,— Brasilien. BosÜmmungcn betreffend Erlangung des .brasilianischen Visums. — U'r uguay. Aussichten für Einwanderer. Ermahnung zur besonderen Vorsicht hei Einwanderung von Frauen. Asien. Palästina. Wirtschaftslage. Statistik über Ein- und Auswanderung 1920 und Auswanderung aus Deutschland 192Ü. Australien. Landesverhältnisso. Einreise. Aussichten für bestimmte Beruf«. Organisatorisches. Uilfsvercin der Deutschen Juden. — Fürsorgestellen. — Vereinigung von llias, Iva, Einigdirekt auf dem Gebiete der Emigration. "Deutschland. Der Hilfsverein der Denisehen Juden hat durch den Tod zweier hervorragender Mitarbeiter, Dr. Paul-Nathans und Paul La.skars, einen urierseUlichon Verlust erlitten. - Dr. Nathan hat wieauf.den anderen Tätigkeitscebiclen des Hilfsvereins der Deutschen Juden auch bei Organisation und /Durchführung der Emigrationsarlieil führend mitgewirkt. Paul LaS/kar, der ehrenamtliche Leiter fies.Hamburger Centraibüros/für jüdische Auswanderirngsangclegonheiten seit dessen Begründung, trat sich,außerordentliche Verdienst^ in der Fürsorge für Auswanderer erworben. Sein Nachfolger in der ehrenamtlichen Leilung des llamburger Büros ist Herr David Frischmann. Auswandererfürsorge des Hilfsvereins der Deutschen Juden. Unter Fürsorge ihren Weg über *-. Berlin, Schles und /war: des Hilfsvereins nahmen Balfhliof, Bahnhofsdienst 17988 Männer— - 10 297 Frauen 5 5Ö2 Kinder im Jahre M)2Ü 33 83<J Personen 33 837 Personen (davon i2 3$o Nichijüdvn) t Stent seh: \.\ , 12. lf>o Osnabrück: 5 a/18 Hamburg: r .' Im Ueberseeheim ,,Hapag" (früher Ausi ' " wandererhallen) trafen ein 1926 . 2 679 "Außerdem passierten im gleichen "Zeit- , räum Hainburg zirka ....... 55.0 die außerhalb des ^Jebcrseeheims In- gierten. Bremen: Nach privaten Feststellungen emigrierten über Bremen . . .. . . . ». 1 o5o Berliner Büro, Zentrale des Hilfsvereins: Beratung und Fürsorge'" wurde im Büro v der Zentrale, 3teglit7.fr Str. 1*2, zuteil 1 080 / ,. Die Durchwanderung durch Deutschland aus den fraudem des Ostens über d\£ vorsy.'heiid aufgeführten Stellen wari stärker ~a"fä itn "Vorjahre^ Auchv die Auswanderung' aus Polen über *. v4«r-i '; * * -o^.-* ■ i? I / 5 .«>. ■ * - _.t.i. ■ 4* » v, M ü Deutschland war beträchtlich, obwohl das polnische Emigrations- Departemerit nach Möglichkeit darauf hrnzTrwirkcn sucht, daß Emigranten-Transporte von Polen nach Lebersee seitens der in Polen konzessionierten Schiffsgesellscliaften. aus dem polnischen Hafen Gdlrnia ((Idingen), der als Transithafen dient, nach den französiscberi, holländischen und'englischen Häfen wcttergeleitct weiden. Ausnahmebestimmungen bestehen nur für - wenige Schiffsgesellscliaften: doch lassen sich "die. prinzipiellen Bestimmungen nicht immer durchführen, weil nicht genügend Schiffsraum ab Gdynia, vorhanden ist, und Vorsorge getroffen werden soll, daß die Auswanderer nicht den Anschluß an die Weslhäfen verlieren. Es w urde nocheine erhebliche Anzahl1 von Auswanderern «in Schiffsgesellscliaften auf dem Landwege aus Polen über Deutschland nach den <\\iostluifen geführt. Gestrandete Emigranten in Hamburg und Bremen. Von den russischen Emigranten, die im Jahre 1Q"!3 wegen Erschöpfung der Quote für Bussen in (Hamburg und Bremen hatten zurückbleiben müssen, weilten Ende de*. Jahres 192G noch io3 daselbst, und zwar 59 in Bremen, .'i'i in Hamburg. Die übrigen konnten zum Teil ihren ' Bestimmungsort in den Vereinigten Staaten erreichen; einem Teil konnte der Weg nach überseeischen Ländern eröffnet „werden, andere wieder saßen sich gezwungen, nach Bußland zurückzukehren. Es konnte für Deutschland nicht erreicht werden, wie es in anderen lindern der Fall war, den zurückgcbbebeneiv Emigranten Auf eilt-" halts- und Arbeitsrecht innerhalb Deutschlands zu verschaffen. Für. die beiden deutschen Hafenstädte waren, nur wenige Visa für das ganze amerikanische Fiskaljahr, I. Juli 1926 bis 3o. Juni. 1937, bewilligt worden. ,'t Von August 1925 bis*September 192t") hat ein eigenes Hilfskomitee zur Wahrnehmung der Interessen dtr gestrandeten Emigranten, hauptsächlich in den verschiedenen europäischen Häfen, bestanden, das United Evacualion Gommittce mit dem Silz inv Paris. Der Hilfsverein der Deutschen Juden, der sich "der in deutschen Hafenstädten weilenden-1'eberlieger besonders annahm, hat bei dieser Arbeit tatkräftige Förderung und ryatejyclle Beihilfe1 seitens des United Kvacualion Gommittee ge'fun- ^len und spricht auch an dieser Stelle noch seinen Dank dafür aU8- .- : '"'.. \ J [ ■ --- Das United Evacuation Committee hat auch eineMiajrfzahl Transporte von jüdischen -Emigranten,.dieaus Bumänien nach" Südamerika fahren, djrganisiei I Die Emigranten .Mufften sich . in Hamburg ein. . Bei .. der'' Fahrt durch Deülschlärftl, ■ «• l\ , •' >• •*•< ' » i >• ii .» i * ■■■ '