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Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden · 1924-04-01 · April (1924) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
Volume
1924
Issue
April (1924)
Date
1924-04-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Die S t e a g a 11 - B i 11 sieht 4'« Aufhebung der .Eijuxjjnr derung bis zum 31. Januar 1934 Vor. '1 ' Di« Perlrhan-Bills sehen'die Aufhebung des »Pro-- zentgesetzes und des literacy test ' Die C o p e"l a n d - B i J1 sieht voiy daß" Ehefrauen amerikanischer Bürger' unbedingt nach den Vereinigten Staaten zugelassen ^werden sollen ohne Rücksicht auf da* Datum der Heirat und ohne Rücksicht auf Quote oder irgend eine andere Bestimmung des amerikanischen Naturalisatronsgesetzes;-^ I '*• ' ■ _ ■ f~' t~ ... Die Johrison-Bill sieht eine Limitierung der Ein- "wanderer in der Art vor, daß für jede Nationalität eine Grundzahl von 20p Personen zuzüglich 2% dieser.Nationalität t/h-- ~ rechnet auf Grund der - Volkszählung von 1890 angenommen i~ wird — Quoten-Einwanderer. " " Sie läßt außerdem N i ch t-Qu o t e ne-i n Wa n d e r e r zu, die außerhalb der Quote. Einlaß finden. ~ yStTden Nicht-Quoteneinwanderern gehören als wichtigste ' Gruppe die''nahen Verwandten amerikanischer Bürger: Ehefrauen und" Ehemänner, ihre unverheirateten Kinder unter -x 18 Jahren und Mütter und Väter übef-55 Jahre, Diese können unbeschränkt einwandern. ____ ______ ♦ Ferner gehören zu dieser Kategorie der NichNQuoteneinwanderer: Vorher rechtmäßig"zugelassene Irnrnjgranten, die*von^ einer zeitweiligen Auslandsreise zurückkehren; Immigranten, die wenigstens unmittelbar vorhergehende 10 Jahre in Kanada, Neufundland und Mexiko, Kuba, Zentral- oder Südamerika gewohnt haben nebst Frauen und unverheirateten Kindern unter 18 Jahren, wenn sie "in ihrer Begleitung oder zu'ihnen reisen; Immigranten, die wenigstens 2 Jahre vor der Einwanderung" V ununterbrochen die folgenden Berufe ausgeübt haben und sie weiter in den Vereinigten Staaten betreiben wollen: GeistJ.iche jeder ,Konfession, Lehrer eines College, Seminars, einer Aka-" demie oder Universität; Immigranten, die geschulte Arbeiter . sind, wenn unbeschäftigte Arbeiter gleicher Art in den Vereinigten Staaten nicht zu finden sind; Frau oder unverheiratete Kinder unter 18 Jahren von Geistlichen, Lehrern oder gelernten Arbeitern; Studenten" über 18 Jahre. v Eine Anzahl neuer Bestimmtingen ist 'vorgeschlagen, durch welche bisherigen Unzuträglichkeiten begegnet wer- ' den soll, so den Härten, denen die Einwanderer nach dem bisherigen System ausgesetzt waren,- die nach Schließung der fixierten "Monatsquoten in 35h. amerikanischen Häfen eintraten und infolgedessen zurückgewiesen wurden und die Unbilligkeiten, zu denen die Bestimmung führte, daß für .die Nationalität eities Immigranten sein Geburtsland maßgebend ist, gleichviel in welche Kalamität dadurch zusammen.reisende Mitglieder einer Familie kommen konnten, die; in verschiedenen Landern geboren waren und deshalb auch verschiedenen Quoten zugezählt wurden. ■ . _ Jetzt sollen Immigratio iis'zt rttfikate vonamerikanischen Konsuln im Auslande ausgestellt werden, die die Qualifikation der Einwanderer auf Grund von Fragebogen fest- * stellen und diese Zertifikate sollen für eine bestimmt« Periode gültig sein. Weitere Prüfung im Ankunftshafen bleibt jedoch vorbehalten.-^--- . Auch der N i c h t - Q ilö t e ft -1 m rn-i g r a n t muß ein Immigrationszertifikat erhalten. Beansprucht er es auf Grund verwandtschaftlicher Beziehungen in den Vereinigten Staaten (Non Quota relative Immigrant), so soll es erst nach Prüfung seitens des Immigrationsbüros auf (irund. eines Antrages des amerikanischen Verwandten gegeben, werden. Die National i t ät wird wieder nach dem Geburtslande bestimmt, aber mit 2 wichtigen Abweichungen:.erstens wird die Nationalität eines minderjährigen Kindes nach derjenigen der begleitenden Eltern festgestellt; zweitens, wenn die Nationalität einer Frau von der des Gatten verschieden ist und ihre Quote erschöpft |st, soll sie zu der des Gatten gerechnet werden,aber ohne Anrechnung auf dieselbe, Die Tendenz der Johnson-Bill, welcher die* WaW des Zensus von 1890 zugrunde liegt, ist aus den' zahlenmäßigen Konsequenzen ersichtlich, zu welchen sie in bezug auf die Höhe der Zulassungsquote der einzelnen Nationalitäten führt. Ks liegt hier ein selektives Prinzip zugrunde.. Der dem Imutigra-' tionskomitee Vorgelegte* E n t w u r f ist direkt bezeichnet als „Selective Imnygiation Act of 1924". "Die Einwanderung aus Ost- Und Sodeuropa, die in, ihren Hauptströmen erst nach dem—- Jahre 1890 einsetzte, wird gegenüber den Qudtenziffern des Zensus von 1910 wesentlich beschränkt. Über die Gründe für den WechseLvon Prozentziffer und Zensusjahr wird in einem 'Bericht Johnson's über die Bill angegeben, daß es. wünschenswert erscheine, den y"«ström von Einw anderertyoen zu verlangsamen, die nicht gleich m assimilieren sind undes wird hinzugefugt, da*3 diese eine Gefahr für das soziale, politische und ökonomische Leben der Vereinigten Staaten bilden. angesetzte Sönderquot« von 3 % tat -,-^uoten-Verwandten- Immigranten"—Verwandte von'zwei Jahre Jade« Vereinigten Staaten-*ir«ffss?geii Nichtbq>gern mit den sogenannten f i rst '- papcrs\— irt bei der j •fit vbrliegendenBill in Fortfall gekommen. Die QuoteneinwandetungsziHer würde bei Annahme-der Johnson-Bill stark herabgesetzt wer« den — von rund 358 000 auf rund 169 000 Personen. Diskutiert wird u. a. auch die Basierung der 2 K-Quote auf dem Zensus von 1910. Die entsprechende 2.X-Quote unter Zugrundelegung des Zensus, von 1900, 1910 und 1930 ist auf 180693, 24855a und 349 867 Personen veranschlagte- Die nachfolgende tabellarische Gegenüberstellung zeigt' zahlenmäßig die selektive Wirkung der Johnson-Bill. Die süd-'und osteuropäischen Länder erleiden gewaltige" fte-1 duzierungen, aber auch nord- und westeuropäische Länder, z. B. Deutschland und Großbritannien erfahren starke Venninderungen ihrer Quoteneinwanderungsziffer. I Immigrationsquote von* 2*/0 Jetzt geltende 3'/q-Quote basiert auf dem Zensus von 1910. basiert auf dem Zensus von 1890 plas einer Grandzahl von 300 für jede Nationalität Albanien ... Armenien » ... Russ. Armenien Österreich . Belgien^ r■ . . . Bulgarien ... Tschechoslowakei . Danzig, Freistadt . Dänemark . '.'. . Finnland . •,*""* Fiume, '.Freistaat . Frankreich . . . Deutschland . . . «Griechenland . . Ungarn . ■<,, Island . Italien . . Luxethburg . . . Niederlande . . . Norwegen. 1 Polen inkl. OstgaJizien Portugal (inkl. Azoren . u. Madeira - Inseln) Rumänien . . . Rußland. (inkl. Sibirien) . Esthnisches. Gebiet Lettisches Gebiet . Litauisches und Memelgebiet . . Spanien .. V . . . Schweden .-. . . Schweiz . . """T"'," Großbritannien '., . Jugoslawien . . Uebriges Europa . - Palästina . '." "." . -'S* . Syrien Türkei (Europäische-und Asiatische). Uebriges Asien Afrika „ . Australien Neu -Seeland und Inseln des StilWn Ozean * . '. . . Atlantische Inseln . 288 230 7 4SI » 5^3 302 M357* 30?. 5 «19 3 921 7i 57^9 137607 3.294 S63« 75 42057 92 3607 12 202 31 146, 246? 7 419 24405 1348 1 540 '.W. 912 20042 3752 77342 6426 __ 86 % 57 '938 le-und •'/' >'■■• 23«? 8t 133 mk 80' 131 357803 - Albanren ." . . . Armenien (Russisches) '. . Österreich . . r ■ Belgien Bulgarien . . „' Tschecho -Slowakei Freie Stadt Danzig ' Dänemark . . Esthland,. , Finnland Fiume,. Freistaat . Frankreich . -. . Deutschland Großbritannien,'^ Nordirlami, Irischer Freistaat . Griechehland . . Ungarn .' ." .' v Island . . . . :.Vi Italien ...... . Lettland . Litauen (inkl. Memelgebiet und Te'il des Pinsker Ge-; bietes) . . . . '* "Luxemburg .. . . Niederlande . ,\ .. Norwegen . . 4 Polelf -"A- (inkl. Ostgalizien <und Teil des > _Binsker Gebietes) ■• ^Portugal ' '(inkl. Azoren u. Madeira - Inseln) Rumänien . . . Rußtand (Europäisches u. asiatisches) . „ Spanien - (inkl. Canärtsche Inseln .... Schweden . . —Schweiz . . Jugoslawien"": . . * Uebriges- Europa . ^Palästina . . . "„■'•, Syrien . . . . . Türkei— r ' (Europäische und asiatische) . . ' . Uebriges Asien . . Afrika faußer Egypten) Egypten..... Atlantische, Inseln Australien Neu-Seeland und Inseln des Stillen Ozeans .... 2 <M m *& 1 19*» 709 v2®0 2«73 423 2 082 303 345 31« 4078 5°>29 62658 688 . 236. 4089 3«7 502 25» 1837 6653- 907a 674 831 .1993 3*4 9 7$l 2381 935 3»5 201 213 233 245 238 206 241 32<t * ' •') 267 169683, *

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