Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5697 (1936-1937)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 142 (sequence 144)
- Language
- German
- Belongs to
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142 Weisen und Propheten des geprüften Volkes, die schon von kindauf ihre Berufung gezeichnet hatte. Und er hatte sich nicht getäuscht. In dieser kleinen wahren Geschichte, die mir aufzeichnenswert erschien, ist nur der Name des Knaben verändert, weil er wie sein Kriegs- und Traumerlebnis im geistigen Ringen der Jugend Erez Jisraels eine nicht geringe Rolle spielen. Max Brod: Gesang einer Giftschlange _ Nun bin ich da. Nun muß ich doch leben. Mein Leben ist Stechen und Raffen, Meinem bösen Traum anheimgegeben, Ich hätte mich selbst erschaffen. Doch das war nie. Ich bin von Gott, Er hat mich in diesen Urwald geschlossen, Der Gott, aus dessen liebender Brust Auch die Perlmutterpracht Orinoko geflossen. Ich steclie den Vogel, so klar er singt, Ich bin da, nun muß ich leben. Schöne Tiere, so zart ihr winkt, Ihr seid mir nur Beute mit Flucht und Beben. Der Mensch sogar, der Herrscher der Erde, Das gewaltig aufrechte, weiße Tier, Er mag sich hüten, sonst fällt er mir. Ich vergifte, was naht: so Hirten wie Herde. Nun hört mein Lied, hört meine Klage, Klage, daß ich erschaffen ward. Die Tafeln vom Sinai, Recht und Wage, Nicht für mich wurden sie offenbart.