Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5697 (1936-1937)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Haifa 1× ep/1047930
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52 Bedingungen mit allen Kräften anzupassen versuchten, und der vorbildlichen Haltung der Chauffeure, die sich durch die Unsicherheit der Wege nicht abhalten ließen, ihre Fuhren — mit oder ohne Eskorte — zu besorgen und damit die Kommunikationen aufrecht erhielten. Die Schließung des Jaffaer Hafens wurde durch stärkere Inanspruchnahme von Haifa zu einem Teil ausgeglichen. Die später erteilte Erlaubnis, bestimmte Waren in Tel-Aviv zu laden und zu löschen, erwies sich auch als eine gewisse Erleichterung. Aufrecliterhaltung der Produktion. So gelang es fürs erste, die Versorgung des Jischuw einigermaßen sicher zu stellen. Außerdem versuchte man mit allen Kräften die normale Arbeit aufrecht zu erhalten, auch wo sich die Bedingungen völlig anormal gestalteten. In den Siedlungen versuchte man die Produktion zu erhöhen und zugleich mußte man die Arbeitseinteilung auf den verstärkten Wachdienst umstellen, der viele Arbeitskräfte in Anspruch nahm oder, wo die Wirtschaften nicht genügend Menschen hatten, eine Beschwerung des Budgets bildete. Hatte einerseits also der vergrößerte Markt für die Produkte der Wirtschaften einen stimulierenden Einfluß auf die Siedlungen, so bedeuteten die Wachen ökonomisch eine erhebliche Beschwerung. Die im Verlaufe der Unruhen angerichteten Schäden, Zerstörung von Pflanzungen, Brandstiftungen, sind eine weitere ökonomische Belastung, aber die Bemühungen, entsprechende Entschädigungen von der Regierung zu erhalten, sind weiter im Gange. Die Industrie stand durch die Unruhen vor dem Problem des verringerten Absatjes und der erschwerten Kommunikation. Wie immer in derartigen Zeiten sank im Lande die Kauflust in starkem Maße, und die Baubewegung, mit der ein Teil der Industrie eng verbunden ist, wurde schwächer. Sie hatte neben anderem mit dem Mangel von Material (Sand, Steine, Kalk) zu kämpfen, das von Arabern geliefert wird. Die palästinensische junge Industrie, die in einer Zeit der Hochflut begonnen hatte, ist meist arm an Betriebskapital und mußte jetjt, wo sie ihre Waren nicht direkt an den Konsumenten absetjen konnte, sondern zu einem Teil einlagern mußte, nach entsprechenden Kreditmöglichkeiten suchen. Die vorher erwähnte Schließung des arabischen Marktes für jüdische Produkte, die Behinderung