Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5696 (1935-1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 198)
- Language
- German
- Belongs to
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196 Felix Weltsch Und als Beispiel in jiddischer Fassung: WI WER LACHT. As me darzejlt1) a majße") a puuer,3) lacht er draj mol. Dem erschien mol lacht erf wen men derzejlt ein die majße, dem zwejten mol, wen men darklert em, un dem driten mol, wen erfarschtejt die majße. A porez*) lacht zwej mol. Ejn mol lacht er, wen men darzejlt em un a zwejten mol, wen men derklert em, worem*) farschtejn farschtejl er sie ßaj-wi-ßaj") nit. An ofizer lacht nor ejn mol, b'schaß7) me darzejlt em, worem darkleren laßt er sach nit, un farschtejn farschtejt er nit. A ids) as me darzezlt em a majße, macht er: »Wajß ich tvoß! alle majßes!«, un er ken die majße besser darzejlen. Gegen die Religion: »Warum reisen Sie nicht einmal nach Amerika?« »Ich ■ geh nicht gern auf ein Schiff; man ist da zu sehr in Gottes Hand!« Oder der sehr charakteristische Witj: Ein Jude, der sein ganzes Leben sich schwer geplagt hat und den nur die Hoffnung auf ein besseres Jenseits aufrecht erhallen hat, kommt zum Sterben: Er erzählt — dem Sterben nahe —> wie er es schwer gehabt und wie er sich stets auf das Jenseits gefreut habe. »Aber — lachen mächt* ich — wenn drüben auch nichts wäre!« Schließlich wäre die große Reihe der sich selbst herabsehenden Witje zu erwähnen, welche für den jüdischen Witj sehr charakteristisch sind. Etwa gegen die Unreinlichkeit: Ein Sohn kommt nach längerem Aufenthalt im Ausland nach Hause und beginnt sich zur Verwunderung seines Vaters mit einem unbekannten Instrument die l) erzählt, 2) Geschichte, Schnurre, 3) Bauer, 4) Nichtjude, Gutsheisit$er, 5) denn, u) sowieso, es sei wie es sei, 7) wahrend, 8) Jude.