Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5696 (1935-1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 117)
- Language
- German
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Drei Gedichte 115 -—■ der vielleicht auch insgeheim einen Schekel erworhen hat — oder aus Angst vor den Eltern, die ihn wieder unter dein Drucke des Rahhi oder eines seiner Untergebenen vor solchen Teufelsverlockungen bewahren müssen. Es wird nichts nütjen. Denn mit dieser neuen Weise zieht Helle und Hoffnung durch die jüdische Gasse, und kein Rabbi und kein Gabbe wird sie zum Schweigen bringen. Fotos: Dr. N. Schwarz Heinz Politfer: DREI GEDICHTE Zu einer Mitternacht werden die Armen aufstehen Zu einer Mitternacht werden die Armen aufstehen, Unter den Brücken, in Keltern und in den Felshöhlen, Um die Sonnen zu schauen, die gaukelnden Falter, Aber es sind nur die Stapfen vom Schuh umrea Herrn. Kommen ist endlich Maschiach, Masehiach ist kommen! Sänftlich erschallen die Himmel von seligen Lerchen, Wann er sich hinneigt mit Haaren, mit Brüsten und Händen, Weinen die Greise leis, aber die Mütter frohlocken. Schwer ist zu singen Gesang in der Fremde Schwer ist zu singen Gesang in der Fremde, Ferne der Myrrhe, dem ül und dem Wein, Trauernd an Strömen, die dicht den Vätern, üic nicht den Söhnen bewässern die Au. Aber des Abends schenken die Sterne, Schenket die Dämmerung leichtem Gesang, Behend erhebt ihr die einzelnen Stimmen, Denen, die's hören, ertönet ein Chor. Ii*