Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5698 (1937-1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 86)
- Language
- German
- Belongs to
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»II S. L. MOSKOVICS sehen Jünglings, auch sie voll von Arbeit und Entbehrungen.. . Anmerkungen: ') Lehrer, 2) Wunclerrahhi, 3) Schlafenlocken, 4) Die Wörter zusammenlesen, 5) Gattin des Rebben, 6) halbjährige Lehrzeit, 7) mit ZizeB beknüpftes kleiil artiges Leinenstück, *) kleine Kappe. Ein paar Worte über die palästinensische Schule Die Touristen, die durch Palästina fahren, sehen die Städte und die Dörfer des Landes. Man zeigt ihnen die mächtigen Häuser der neuen Stadtteile und die Felder der Kollektiven, man führt ihnen Traktoren und Kinder und gelegentlich auch einige trockene Statistiken vor, worauf, sie, vom Aufbau des Landes Jissrael befriedigt, wieder nach Europa zurückkehren. Leider, und dies ist wirklich ein bemerkenswerter Fehler fast aller Führungen, erfahren die Fremden sehr wenig von den geistigen Bemühungen, von der geistigen Fundierung des Aufbaus. Sie nehmen wohl zur Kenntnis, daß das Hebräische als gemeinsame Sprache dient, daß es hebräische Schulen, Zeitungen und sogar Theater gibt, was sie aber nicht zur Kenntnis nehmen, ist die Unsumme von Arbeit, Mühe und letzter Hingabe, die hinter diesen auf alle Fälle bemerkenswerten Tatsachen steht. Es ist unsinnig, eine Debatte darüber durchzuführen, ob der ökonomische oder ob der geistige Aufbau des Landes das primäre ist. Die Tatsache, daß beide Seiten des Aufbaues, einander ergänzend, einander stützen, daß eine ohne die andere schlechthin undenkbar wäre, läßt auch den flüchtigsten Touristen auf den Gedanken kommen, daß es hier etwas wie eine Organisation des Geistigen, etwas wie ein organisiertes Schulnets geben muß. Im ersten Augenblick wird man diese Tatsache nicht für besonders bemerkenswert halten, denn Schulen hat heute mehr oder wenider jedes zivilisierte Volk. In Wirklichkeit aber ist die Sache durchaus nicht so selbstverständlich, zumindest nicht die Tatsache, daß der jüdische Sektor dieses kleinen Landes nicht weniger als rund 40.000 Kinder in 343 öffentliche Schulen mit 1458 Lehrkräften und überdies noch rund