Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5691 (1930-1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 233)
- Language
- German
- Belongs to
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231 Ich hatte aber gedacht, dass Sie gar nicht schwätzen. — Ich habe geschwätzt! rief er bestimmt. Plötzlich fasste er mich bei der Hand und sagte erschrocken: Hören Sie einmal, Mister, vielleicht... hat auch s i e verstanden? Edna? — Sie heisst ja gar nicht Edna, sondern Henriette. Ein dummer französischer Name, der ihr gar nicht steht. Aber.... vielleicht hat auch sie verstanden? Wenn man in Amerika Hebräisch versteht, tut man es am Ende auch in Prag? (Aus dem Hebräischen von Benjamin Klar.) —«»— Alexander. Fragment. Von HERRMANN UNGAR. Am 28. Oktober 1929 ist Herrmann Ungar kaum 37jährig gestorben, eines der reichsten künstlerischen Talente des böhmisch-mährischen Judentums. Er stammt aus Boskowitz in Mähren. Judentum und kleinstädtisches Eigenleben bestimmen die Eindrücke seiner Entwicklungsjahre. Vielleicht stehen darum die meisten seiner Menschen grübelnd und mit herbem Gefühl der Welt gegenüber, ehe sie zu sich selbst durchbrechen. Auch in der nachfolgenden Skizze, die er uns noch für den Almanach zur Verfügung gestellt hat, zeigt sich diese besondere Art Ungars. Ich heisse Alexander und das ist bei uns ein merkwürdiger und ungewohnter Name. Die anderen Burschen hiessen Josef, Franz, Wenzel, Ladislav. Nur ich