Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5691 (1930-1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 212)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/4919024-4919342--0530-4919554- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haiti 1× ep/1044690
OCR text
210 Wie im Turnen, Fussball, Leichtathletik und Schwimmen, so sind die Juden heute in alle Sportzweige erfolgreich eingezogen. So gewann die Wiener „Hakoah" die österr. Hockey-Meisterschaft, der deutsche Jude L e u c h t siegte auf der Amsterdamer Olympiade im griech. röm. Ringen (Leichtgewicht), die Boxer des Makkabi-Berlin gewannen die Berliner Mannschaftsmeisterschaft, Frl. Fritzi Burger (Wr. E. V.) gewann die Kunstlaufmeisterschaft von Österr. Ing. David Prenn (Deutschland) ist heute der beste deutsche Tennisspieler, der Jude F1 u s s m a n n (Makk. Wien) wurde Zweiter in der Ping-Pong-Weltmeisterschaft, Ing. L i o n (Hakoah W.) gewann die öst. Meisterschaft im Florettfechten, u. s. w., u. s. w. Trotzdem der jüdische Sport heute schon an erster Stelle marschiert und in allen Zweigen Grosses geschaffen hat, obzwar die Juden noch nicht so lange Sport betreiben, wie alle anderen Nationen, hat man eine jüdische Vertretung bei den Olympiaden einfach abgelehnt. Haiti oder Panama wurden ohne weiters zugelassen, aber ein lG-Millionen-Volk mit eigener Sprache, eigenem Land, eigener Kultur und eigener Sportbewegung, wurde vom intern, olympischen Komite nicht als startberechtigte Nation anerkannt. Die beste jüdische Antwort ist die eigene O 1 y m p i a d e, die unter dem Namen „M a k a b i a h" zum ersten Male im Jahre 1932 in Palästina stattfinden wird und wohl die grösste jüdische Sportmanifestation darstellen wird, die es jemals gab. — Möge sie die Umwelt belehren, dass auch der jüdische Sport lebt und blüht, wie sein Volk. — —«»—