Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5691 (1930-1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 185)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4919024-4919342--0503-4919527- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
183 knüpfungen der jüdischen Musik mit der eigenen Vergangenheit und der fremden Gegenwart zu verstehen und zu klären wissen. Bei unserer Einstellung zur „Jüdischen Musik" sollen die Grenzen so weit gezogen werden, dass ihre Beschränkung nicht neuerdings Hemmnisse schafft. Ohne die Brücken zur Musik anderer Völker, welche die jüdischen Komponisten des 20. Jahrhunderts geschlagen haben, abzubrechen, wollen wir, unsere eigenen Kräfte entfaltend, zu einer selbständigen Kunstanschauung gelangen. Wenn dereinst der Schönheitsreiz der „Heimat", das vertraute Idiom der hebräischen Erziehung, die Sehnsucht der Diaspora verdrängt hat, wird eine konzentrierte, erlesene Produktion, begünstigt durch eine geistig-wirtschaftliche Stärkung in Palästina, das erstrebenswerte Ziel weisen: nicht nur wie bis dahin zersplitterte jüdische Musiker, sondern •eine geeinigte jüdische Kunstmusik. —«»—