Mannheim
Compact Memory

Jüdischer Almanach · 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 184

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5691 (1930-1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 184 (sequence 186)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4919024-4919342--0504-4919528
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1*4 Wl RISCHAFT Die Juden und die Wirtschaft. Wirtschaftszahlen zum jüdischen Nationalprobleni. Von Dr. SALOMON GOLDELMAN, Professor der ukrain. Wirtschaftsakademie in der CSR. Die Wirtschaftsstatistik der Juden ist einenoch junge Wissenschaft. Professor Goldelman veröffentlicht im Folgenden eine Reihe von Ergebnissen dieser Wissenschaft, die sicherlich höchst beachtenswert sind. Sie zeigen uns eine traurige Entwicklung, die allgemeine Verdrängung der Juden aus den produktiven Berufen; und sie geben uns eine Bestätigung des nationalen Charakters der Juden, die man von dieser Seite gar nicht erwartet hätte: sie zeigen uns die Juden auch in wirtschaftlicher Hinsicht als Schicksalsgemeinschaft; die gleiche Entwicklung zeigt sich bei allen Teilen dieses Volkes, und was das Überraschendste ist, im Osten in demselben Sinne wie im Westen. Die Existenz einer jüdischen Schicksalsgemeinschaft findet ihren krassen Ausdruck in den Zahlen der wirtschaftlichen und sozialen Struktur diese:- Gruppe in den verschiedensten Ländern. Überall ruft unsere exterritoriale Lage, anstatt der Assimilation natürlichen Vorschub zu leisten, die kombinierte Wirkung des Ausbeutungs- und Konkurrenzmomentes hervor, und führt somit zur Schaffung besonderer und eigenartiger Produktionsbedingungen für die überwältigende Masse des Judentums, die als Grundlage einer jüdischen Schicksalsgemeinschaft gelten können. Das Judentum der europäischen Diaspora wird ge-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.