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Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 219

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 219 (sequence 221)
Language
German
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Martha hofmann. Der Kommunistenrabbi. (Zu Moses Heß 50. Todestag; gestorben 6. April 1875 zu Paris.) „Heß ist ein langer, hagerer Mensch mit wohlwollendem Blick, etwas hahnenmäßig vorgebogenem Hals die graue Kutte vollendet seine Priestermäßigkeit." So schildert uns Arnold Rüge in liebevollem Spott den sozialistischen Gefährten mit den „fanatischen, aber [bilden Augen". Von Rüge auch stammt das schlagendköstliche Wort vom „Kommunistenrabbi". Deutlich sehen wir das Bild vor uns: das Prototyp eir>es „Nazareners", wie Heinrich Heine sagen würde — verwandt dem Porträt, das dieser von Börne entwirft duch eine jener blassen Schwärmernaturen von eigentlich s_chwächlicher Konstitution, doch getragen von einer fast ratselhaflen Hingabe und Leidenskraft, die diese Menschen *u höchster Arbeitsleistung befähigt und sie hierin manch kraftstrotzendem „Hellenen" überlegen macht. Ein sehr jüdischer Typus; vielleicht der mit dem sPezifischen Genie unseres Volkes zutiefst begabte; eine e'ernentare religiöse Kraft. Elementar und religiös sind denn auch die Wurzeln Se''nes Seins und Wirkens. Und indem er zu den eigenen Elementen hinabs'e'gt, findet er sein Volk. Die höhere Einheit und doch er selbst. Ganz zwangsläufig bei einer Natur, die das j111 besten Sinne Typische ihres Volkes so unmittelbar 'Mendig in sich trägt. Heß begann als Sozialist — mehr noch, als Kommunist. Er war es — noch vor Marx, dem jüngeren, von 201

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