Mannheim
Compact Memory

Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 127

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 127 (sequence 129)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4919024-4919026--0132-4919156
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

"ngenehm sitzen kann. Weiß schimmert gegenüber das Grabdenkmal des R. Pinchas ben Jair, Schwiegervaters des Simon bar Jochai. Auch er war ein Wundertäter. Ihn suchte R. Simon zu allererst auf, als er die Grotte Verließ, welche ihm volle 13 Jahre als Versteck vor den Römern gedient hatte. Der Talmud erzählt, daß er den Stanzen Tag im Sande sitzend lernte, seine Kleider legte er nur morgens und abends zum Gebete an, um sie nicht vorzeitig abzunützen. Vom Sande wurde ihm die Haut rissig. R. Pinchas bestrich sie ihm mit lindernden Qlen, aber seine Tränen fielen auf die offenen Wunden Ur>d Rabbi Simon schrie in seinem Schmerze laut auf, ^aß die ganze Welt erbebte. „Weh mir, daß ich dich so sehe" weinte R. Pinchas. „Heil dir, daß du mich so Sehen kannst — antwortete ihm R. Simon — „denn WÄpä "est du mich nicht so sehen, könnte ich nicht so geworden sein ..." Etwas weiter oben das Grab des Propheten *"°sea . . . In diesen Bergen hatte er die Vision vom 9r°ßen Tage von Jesreel. „Und an dem Tage werde ich zerschmettern Israels Pfeile im Tale Jesreel." Nicht weit "«von ruht Josef Karo, der Autor des Schulchan Aruch JJnd auch Lurja, in derselben Grotte mit seinem Schüler {;• Salomo Alkabez, dem Dichter des „Lecha dodi". ^'er, in diesen Bergen erscholl an einem Freitagabend *Um erstenmal der Sabbathgesang: „Komm, mein Freund, aer Braut entgegen . . ." Plötzlich, bei einem Augena ufschlag, scheint es uns würde der Berg von Safed her lebendig. Von allen gelten schieben und drängen sich zwischen den Felsen gestalten hervor. Es sieht aus, als trieben die kahlen e'sen Blumen in der gleißenden Sonne. Schneeweiße, '£l|rblaue, olivgrüne, orangegelbe und zinnoberrote Färbende wogen über die Berghänge zu Tal. Fahnen flattern 117

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.