Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 123)
- Language
- German
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Audi Jizchak Luria wurde in jenen Tagen zum dichter. Audi sein Lied erquoll, wenn audi in anderen peistesregionen, aus der Innigkeit der Sabbatliebe. Denn tiber aller Ständigkeit der geistigen Lehre und der geheiligten Tat leuchtete in der Spieglung himmlischer Gnade J'e Art seiner Sabbatführung. Ein kleiner Kreis von Männern war in seinem Zimmer am schneeweißen Tische Versammelt, über dem die siebenarmige Lampe brannte, e'n Kreis von Frauen im duftreidien Nebengemadi, wo *eißleuchtend dem Könige gleich die königlidie üattin 'hronte. Gebet und Mahlzeit und fromme Gesänge ereilten den Sabbatabend und den Sabbaltag. Die vorgetriebenen Gebete umrahmten nur das worllose Gebet, ^en „Jid.ud", worin die sabbatliche Seele der heiligen Einheit sich restlos dahingibt. Audi die Mahlzeiten waren 9°Ngeheiligt. Denn nicht soll der Mensdi mil seiner Not- ^Ur't stumpfer Gier die Gaben der Schöpfung zum bösen 'riebe hinabziehen. Der Fromme empfängt segnend die ~J°tteskeime der Kreaturen und heiligt ihr Opfer. Mit yaß und Weihe audi lenkt er alle Handlungen des Leibes,?er mit allen seinen Organen das irdische Abbild des e'ligen Urmenschen ist. Wenn aber am Sabbat die Handlung des Leibes |!nd des Geistes zur Harmonie steh binden, dann springt aöraus die Freude hervor und zwisdien Gebet und Mahl- *e'l erheben sidi fröhlidie Gesänge. Diesmal aber ve band sidi der Freude tiefere Weihe,?'s der Meister selbst, weiß ihronend in vierftirbenem ^'nnen, das er am Sabbat zu Ehren des gölllidien Namens u9> vor jeder Mahlzeit zu singen anhob.*) I„ , *) Hier folqen die bekannten Sabbat-Tischlieder Jizchak ^rias. 111