Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 117)
- Language
- German
- Belongs to
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'hm vom Himmel beschiedenen Gefährtin, begegnet. Er wird 'om Widerstreit der Leidenschaft ergriffen, empfängt aber in der gleichen Nacht eine düstere Vision und findet am andern Morgen Sulamilh von der Seuche hingerafft. Jizchak Luria fordert ihn auf, die Geliebte in der jenseitigen Welt zu suchen. Dadurch ringt sich Salomo Alkabez zu hohen Erkenntnissen empor, bis er in der Tiefe der Sabbatliebe den mystischen Sinn "ßs Hohen Liedes erfaßt und gleichzeitig in einer Vision Sulamilh wiederfindet. Die Sabbalfeier Jizchak Lurias empfängt ihre besondere Weihe durch die (von ihm überlieferten) drei Sabbat- •jschlieder, in welchen die Vereinigung mil den drei Urmächten "er himmlischen Well gefeiert wird. Das erste der hier wiedergegebenen Slücke ist dem dritten, "as zweite dem fünften der sieben Kapitel der Erzählung entnommen. Das inhaltliche Verständnis der beiden Slücke erforderte eine kurze Angabe der inhaltlichen Zusammenhänge derselben lr> der Erzählung: Am Rüsttage des nächsten Sabbats jedoch, zwei Kunden vor dem Abendgebet, kamen sie, langsam und sd»eu, ins Bethaus des Jizchak Luria, gingen, die Blicke niedergeschlagen, und keiner wagte, dem andern ins Auge *u blicken. Aber die längste Zeit verstrich in gepreßtem r^hweigen, ohne daß einer den Mund zu öffnen wagte.!rann trat der greise und würdige Josef Karo vor die u"deslade, zerriß sein Obergewand, schlug die Fäuste 9egen seine Brust und begann mit herzzereissender "mme: „An zweier Knaben Tode trage ich die Schuld, 'e einst auf dem Wege mich störten, mit meinem Zorne "ein vernichlete ich ihr Leben. Als ich die ersten Seiten , es Schulchan Aruch schrieb, da brannte in mir die Eitelfe''> daß ich das erste Werk der jüdischen Forschung verssen werde, wozu mich doch nur die Gnade des «löpfers und die Inspiration seines Boten befähigte. Der irh^r'9en Leidenschaft des fleischlichen Begehrens muß mich bezichtigen, als ich gar schon an der Schwelle es Greisenalters stand (meine drei Frauen schon in der nseitigen Welt lebten) und die strengste Kasteiung übte. 105