Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 73)
- Language
- German
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Fraglos werden durch die aus den westlichen Ländern, vor allem aus Amerika, nach Erez Jisrael hereingetragene ungerechte Verteilung der Güter und vor allem auch des Grundbesitzes die Nachkommen der Chaluzim enlerbt werden. Das wird nicht ohne schwere Erschütterungen abgehen. Aber wie im jüdischen Altertume der Prophelenlehre der Gerechtigkeit die stärksten Wurzeln flus dem tiefen Unwillen über die blutige Ungerechtigkeit erwuchsen, so werden neue Gerechtigkeitsideale aus dem Gegenwirken der Ungerechtigkeit und der lebendigen Kraft der jüdischen Rasse für die kommende Welt die Zukunft bereiten. In diesem Kampfe gegen die Ungerechtigkeit menschlicher Weltordnung wird die jüdische Geisteskultur letzten Endes der Technik und der Konvention nicht unterliegen. Die Wege der jüdischen Kultur werden sie nicht Von dem Postulate des jüdischen Herzens, dem Widerspruche gegen alles Ungerechte abbringen. Die Gerechtigkeit wird auch weiter immer wieder das Lebensprinzip ^es jüdischen Volkes und seiner Eigenkultur sein. Helene hanna cohn, Jerusalem. Palästinensische Kinder und ihre Umwelt. Ob unsere Kinder in Palästina edler und schöpferischer sein werden, als ihre von den Kulturquellen des Auslandes herkommenden Eltern, muß sidi noch zeigen. Wenn man ^lcn klarmadit, wieviel einer harmonisdien Ausbildung ^er zweiten Generalion im Wege sieht, wie ungeformt e sie umgebende Welt auf allen Gebieten: Sprache, ^°ziale Gliederung, Lebensstil noch ist, so versteht man, aar> diese Generation höchstens im allerersten Stadium 67