Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 71)
- Language
- German
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u'lgemein amerikanischen Sport- und Turnvereinen sehr erfreuliche Erfolge haben, war es bisher unmöglich, eine Jüdische Turn- und Sportbewegung zu beginnen. Die dazu ln erster Linie verpflichteten zionistischen Behörden stehen solchen Problemen gänzlich Verständnis- und interesselos Segenüber. Für Studentenverbindungen gibt es erst Anfänge. Aber jetzt, wo die amerikanischen Fralernifies mehr und mehr dazu übergehen, judenrein zu werden, bilden sich jüdische Bruderschaften mit gleichen Klubhäusern und •n derselben Art, vorerst meist ohne besondere jüdische Ziele. Aber die Entwicklung wird, wie früher jn Deutschend, ganz naturgemäß und schneller als hier zum National- Judentume und zum Zionismus führen. Freilich muß man S'ch hüten, daß etwa diese studentischen Verbindungen zu Versicherungsgesellschaften auf zionistische Parteiämter Verden. Eine solche Gefahr liegt nicht aus dem Bereiche der Möglichkeit. Vor allem aber kommt das Hauptinstrument jüdisdier Kultur mehr und mehr zur Geltung, die hebräische Sprache. ist die unumgängliche Eingangspforte zur hebräischen Und jüdischen Kultur. Auch jiddisch ist ja nur insoweit Judisch, als es hebräische Elemente enthält. Natürlich wird selbst im zukünftigen Erez Jisrael das uebräische Idiom andere Sprachen nicht ausschließen. Wie uas Judentum zu allen Zeiten sich mit allen Kulturen verbunden hat, ohne sich in ihnen zu verlieren, so wird die echselwirkung zwischen hebräischer, jüdischer Kultur der ^ukunfl und den Kulturen anderer Völker bestehen, ohne Oem Bestände des Judentums zu schaden. Aber das Hebräische wird von Palästina insoweit einen Siegeszug an- J"eten, als in absehbarer Zeit ein Jude ohne Kenntnis und öesitz der hebräischen Sprache undenkbar werden muß. . , Das Judentum hat seine eigene Physiognomie, die eichter und schärfer zu erkennen ist, als sogar der physische und psychische Typus des einzelnen Juden. Es ist 63