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Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 68

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 68 (sequence 70)
Language
German
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neuen Palästina-Ideale. Hier ist die Möglichkeit gegeben, das verflachende jüdische Amerikanertum zu einem höher stehenden amerikanischen Judentume zu erheben. Dieses Palästina-Ideal bindet nicht nur an das Judentum, verhindert die sonst drohende völlige Auflösung, sondern bedeutet gleichzeitig eine Erhöhung des allgemeinen kulturellen Niveaus und die Wiedergewinnung auf einem neuen Wege für die jüdische Kultur. Das ist nur durch Palästina möglich, wie es in Deutschland der jüdischnationale Gedanke war, der die Jugend dem Judentume wieder zuführte, und wie es auch hier Palästina ist, das nun die Wege zur jüdischen Kulturgemeinschaft den deutschen Juden wieder erschließt. Natürlich ist die heulige zionistische Bewegung in Amerika einstweilen nur erst dem Namen nach eine Bewegung. Vielmehr ist sie einstweilen noch eine Art von halbpolitischer Maschine für Geldbeschaffung und zur Gewinnung von persönlichem Einfluß. Es ist selbstverständlich, daß dadurch der besondern Art polnischer amerikanischer Korruption Tür und Tor offen steht, wenn nicht beizeiten Riegel vorgeschoben werden. Hier ist besonders beklagenswert das Fehlen aller kulturellen Arbeit. Aber die bietet natürlich den Berufs¬ und Busineß-Polilicians keinen Weg zu ihren eigenen Zielen. So kommt es, daß es heute manchmal den Anschein hat, als sollte die Kulturarbeit in die Hände der Reformrabbiner hinübergleiten, die durch ihre persönliche Abhängigkeit von ihren Kongregationen zu keiner unabhängigen jüdisdien Arbeit gelangen können. Vor allem geschieht viel zu wenig für die Jugendarbeit, obgleich da schon recht erfreuliche Anfänge vorhanden sind. So erscheint ein vorzüglich redigiertes jüdisches Jugendjournal, das alle Vorzüge solcher amerikanischer Blätter, natürlich zum Teil auch ihre Nachteile aufweist. Aber während Hundertlausende junger Juden in 64 r

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