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Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 43

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 43 (sequence 45)
Language
German
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den Einfluß gewinnen wollte, beide aber im großen ganzen die Unabhängigkeit des Landes, nach außen hin wenigstens, respektierten. lim die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts reg erte in Adjabene ein junger König namens Isates. Sein Bruder war Monobosos IL, der nach ihm König wurde, seine Mutter hieß Helene. Vertraute jüdische Gruppen wird es schon früher im Lande gegeben haben, jüdischen Einfluf.5 gleichfalls. Denn Sie machen sich keinen Begriff davon, wie weit der jüdische Einfluß in den ersten christlichen Jahrhunderten ging. Wir können ruhig sagen, wenn das Christentum nicht gekommen wäre, wäre der größte Teil der Welt jüdisch geworden, jüdisch in dem oben berührten Sinne, nicht daß alle direkt ins Judentum eingetreten wären, aber sie hätten die Grundgedanken des Judentums angenommen. Josephus Flavius, dessen Bücher am Hofe des römischen Kaisers für den offiziellen Gebrauch geschrieben waren, bestimmt für Römer und Griechen, so daß er also nicht offenkundige Unwahrheiten sagen konnte, weil eben seine Leser Nichtjuden waren, sagt in seinen „Altertümern", daß es im ganzen römisch-griechischen Reiche kaum ein Dorf gegeben haben mag, in dem nicht jüdische Sitten verbreitet gewesen wären. Und wenn Sie den Siegeslauf des Christentums unter den ersten Aposteln verfolgen, werden Sie finden, daß Paulus immer dorthin geht, wo es bereits jüdische Gruppen und von Juden beeinflußte Heiden gibt. In seinen Reden richtet er das Wort an die Jüdisdien Bürger und an die „Goltesfürditigen", also an die Heiden, die sidi vom jüdisdien Gedanken angezogen fühlen. Ähnliche Verhältnisse bestanden sicherlich auch schon in Adjabene. Hier hat es in einzelnen Städten bereits jüdisdie Gruppen und jüdischen I influß gegeben. Aber die Art, wie die königliche Familie dazu kam, sich für das Judentum zu interessieren, ist für uns besonders «

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