Mannheim
Compact Memory

Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 25

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 25 (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/4919024-4919026--0030-4919054
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Ephr. Möschen Lilien ist gestorben. Aus dunkler Enge östlichen Dorfes strebte seine Begabung zu Freiheit und Kunst. Brotnrbeit und formale Schule gab ihm München. Aber über Dekoration des „Jugendstils" hinaus fand er Schöpfung von innen. Jüdische Legende zur Gestalt zu verdichten, Salomon, Simson Sulamith zu schauen, zu zeigen, war ihm geschenkt. Das Buch „Juda", „Die Lieder des Ghetto", „Die Bücher der Bibel" wurden dem erwachenden jüdischen Volke durch ihn lebendiger Besitz. Er liebte das Volk und seine Sehnsucht. Nicht der Künstler allein — wer leugnet seine Grenzen? — auch Herzls Freund, der Künder Jerusalems, sprach deutlich aus seinem Werk zum Herzen der Tausende. Und die Herzen der Tausende antworteten ihm.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.