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Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 24

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
Language
German
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die gegen 100.000 Bände zählt, hat eine große Bereicherung erfahren, insbesondere ist die Erwerbung der bedeutendsten arabischen Privatbücherei, der Bibliothek des bekannten Islamforschers Prof. Goldziher (Budapest), von Bedeutung. Die Nationalbibliothek gibt seit Dezember 1924 eine eigene Zeitschrift „Kirjat Sefer" heraus. Die hebräische Oper und das hebräische Theater in Palästina weisen den Weg weiteren Aufstieges. Die palästinensische Arbeiterschaft, die bisher mit Zeitschriflen fürlieb nehmen mußte, hat in Tel-Awiw eine eigene Tageszeitung „Hadawar" ins Leben gerufen. Aber auch die Diaspora will nicht zurückstehen: Polen hat wieder eine hebräische Tageszeitung: „Hajom" in Warschau. Die hebräischen Schulorganisationen, wie die „Tarbut", wirken insbesondere in Polen und Rumänien überaus segensreich für die Verbreitung der nationalen Sprache. Auf dem jüdischen Büchermarkte ist inbesonders über zwei Erscheinungen zu berichten: die „Weltgeschichte des jüdischen Volkes" von Simon Dubnow, ein bedeutendes Werk, das in zehn Bänden erscheint und die modernen Prinzipien der Geschichtsschreibung anwendet, und eine „Jüdische Enzyklopädie", ebenfalls in zehn Bänden, die der Berliner „Eschkol-Verlag" in hebräischer und deutscher Sprache in nächster Zeit herausbringen wird. Zwei deutschjüdische Zeitschriften: „Der Jude" und „Das Zelt" sind eingegangen, dagegen ist eine neue, vornehme Zeitschrift in französischer Sprache entstanden: „La Revue Juive" in Paris. Die orthodoxen Kreise streben die Errichtung einer Weltjeschiwah in Jerusalem an, die ein Mittelpunkt des Thorastudiums werden soll. Rabbi Kuk, Chef des Rabbinates für Prez Jisrael, hat in dieser Sache eine Reise nach Amerika unternommen, wo diese Idee in weiten Kreisen großen Anklang gefunden hat. Inzwischen hat die Jeschiwah von Slobodka (Polen) ihren Sitz nach Hebron verlegt. l\

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