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Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 22

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 22 (sequence 24)
Language
German
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des Sejmabgeordneten Grünbaum stehende Warschauer Gruppe „AI Hamischmar", die Zionisten-Revisionislen mit Jabotinsky an der Spitze, der gewesene litauische Staatsminister Dr. Soloweitschik und Oberbaurat Stricker (Wien). In dieser wichtigen, die ganze Judenheit interessierenden Frage ist der 14. Zionistenkongreß, der am 18. August in Wien eröffnet werden soll, berufen, Klarheit zu schaffen. Die orthodoxe „Agudat Jisrael" hielt im Februar 1925 in Frankfurt eine Palästinakonferenz ab, in der sie dem Wunsche Ausdruck gab, auf streng erwerbswirtschaftlicher Grundlage und in echt kaufmännischem Geiste für die Kolonisation zu wirken, wodurch sie allerdings auf eine Kolonisation durch Pioniere Verzicht leistet. Ein Urteil über die Palästinaarbeit der Aguda, die noch gar nicht begonnen hat, wäre verfrüht, immerhin ist es zu begrüßen, daß sie, von der Palästinastimmung des Volkes ergriffen, sich nunmehr überhaupt mit dem Palästinaproblem zu befassen beginnt. Im April 1925 fand in Atlantic City die Weltkonferenz des Unabhängigen Ordens Bnai-Berit statt. Auf dieser Tagung, die an Stelle des infolge seines hohen Alters zurücktretenden langjährigen Präsidenten Mr. Adolf Kraus, Mr. Alfred M. Cohen gewählt und u. a. den Beschluß gefaßt hat, das Verschwiegenheitsverbot aufzuheben, wurde die Bewegung für den Aufbau Palästinas gebilligt und gleichzeitig beschlossen, in der Nähe Jerusalems eine Gartenstadt zu errichten. Auch das kulturelle Leben bewegt sich sowohl in der Diaspora, als auch in Palästina auf der Linie einer erfreulichen Entwicklung. Das lebendige Hebräisch erobert immer weitere Kreise des Judentums und umfaßt insbesondere in Palästina alle Erscheinungen des Lebens von Kulturmenschen. Die Nationalbibliothek in Jerusalem, >i

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