Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 23)
- Language
- German
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Jewish Agency ins Auge zu fassen: die Hälfte der Mitglieder entsendet die Zionistische Weltorganisation, die andere Hälfte wird nach einem noch festzulegenden Schlüssel durch jüdische Körperschaften der verschiedenen Länder gewählt werden, wobei der Präsident der Zionistischen Organisation gleichzeitig als Präsident der Jewish Agency fungieren soll. Am 1. März fand in New- York unter Beteiligung Louis Marshalls und anderer führenden Persönlichkeiten des jüdischen Lebens in Amerika eine sogenannte „Unparteiische Konferenz" statt, die unter Aufrechterhaltung ihres nichtzionistischen Standpunktes „eine volle Beteiligung des amerikanischen Judentums an der Jewish Agency" beschlossen hat. Dagegen sind die mit der extrem-orlhodoxen „Agudat Jisrael" geführten Verhandlungen bisher erfolglos verlaufen. Die Idee der Erweiterung der Jewish Agency hat — insbesondere nach der Fassung des Aktionskomitees — nicht in der ganzen Zionistischen Organisation Beifall gefunden. Manche Kreise erblicken in der Aufnahme von Nichtzionisten in die Jewish Agency vor allem eine Gefahr für das Fortbestehen der dieserart ihres alleinigen Bestimmungsrechtes enlkleideten Zionistischen Organisation und für den nationalen Aufbau Palästinas. Die große Mehrheit der Zionisten, die geschlossen hinter Dr. Weizmann steht, kann jedoch diese Bedenken nicht teilen und hofft, gerade durch die Heranziehung von Kreisen außerhalb der Zionistischen Organisation, die bisher der Palästinasache mehr oder minder ferngestanden sind, für das grandiose nationale Aufbauwerk neue, in jeder Hinsicht werlvolle Kräfte gewinnen, neue Hilfsquellen erschließen und solcherart den ersehnten Aufschwung der Arbeit herbeiführen zu können. Die Gegner der Erweiterung der Jewish Agency haben sich im Mai 1925 in Berlin zu einer „Konferenzgemeinschaft der radikalen Zionisten" zusammengeschlossen. Ihr gehören u. a. an: die unter Führung 21