Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
- Language
- German
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dreieinhalb Millionen Seelen zählt, hat den Auftakt zu einer starken antisemitischen Bewegung gegeben, deren Träger der immer stärker werdende Ku-Klux-Klan ist. Dagegen wird aber auch das jüdische Leben immer intensiver und das amerikanische Judentum gewinnt eine immer größere Bedeutung für das Gesamtjudentum. Palästina, das jahrtausendelang als Idee im jüdischen Volke lebte, ist nun eine Wirklichkeit des Alltags geworden. Und so kommt es, daß jüdische Kreise, die es noch vor kurzem auf das Entschiedenste abgelehnt haben, sich mit dem Problem Erez Jisraels zu befassen, heute lebhaftes Interesse für den Aufbau des Landes bekunden. Gleich zu Beginn des Jahres ist das politische Problem Palästinas aktuell geworden. Der Völkerbund, dem ein Weißbuch des englischen Kolonialamtes vorlag, ließ zu Beginn des Jahres das Problem durch seine Mandatskommission untersuchen, die dann dem am 9. Dezember 1924 in Rom versammelten Völkerbundrate Beridit erstatlete. In diesem ganz eigenartig gefärbten Gutachten heißt es unter anderem von der Einwanderung: „Dieser Strom der jüdischen Einwanderung, besonders aus den verschiedenen östlichen Regionen Europas, verschafft Palästina eine neue Bevölkerung, deren Elemente — wie groß auch ihr zionistischer Eifer und Fleiß, sowie ihr Wunsch sein mag, etwas zur Errichtung des jüdischen Nationalheimes beizutragen — nicht in so genügender Weise technisch und landwirtschaftlich vorgebildet sind,, wie es der augenblickliche Zustand des Landes erfordert". Die Art der Berichterstattung der Mandatskommission, die wohl die von. der palästinensischen Regierung widerlegte Beschwerde der Araber berücksichtigte und ihnen nahelegte, mit der Überreichung von Beschwerden dieser