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Jüdisches Gemeindeblatt · 1932-06-09 · 10 (9.6.1932) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1932)
Issue
10 (9.6.1932)
Date
1932-06-09
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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JÜDISCHES GEMEINDEBIATT MITTEILUNGSBLATT DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE AMTLICHES ORGAN DER GEMEINDEVERWALTUNG Das JQdische Gemeindablatt wird dan Mitgliedern der Itraelitlschen Gemeinde Bremen unentgeltlld« zugestellt NiMraA nitr mit Quellenangabe und mH Genehmigung des Verfallen geifatfet v Verlausarl Hassel BREMEN Verantwortlich für den lokalen feil: M.Markreich Nr. 10 v Bremen, den 9. Juni 1932 4. Jahrgang Eckte unfalsche'Prophetie. o»hi Cjfi'iiKiviiiin->Kil von Ir- Z. Z a in u c 1. '4'cfaf; :JU‘flHptcii seine Piiramiden, Assnr Pabel seine Lternen inune, Hella» seine Tidnung und Philosophie, :>!oin die >lriegnnd Liaat»kniisl, so haue »Israel seine Prophetep. 'titciit nnniillel har tiiil' die l'loiilKii fiel) il»n (11116, sondern durch Wciji 11116 Mund der Propheten. lein Ttabsührer Mose jolfltc eine siol;e :>ieil>e goitbegeisierier Mensche», »in sei» irVif fortpiseheti. 'I'.1»» der 'JlhfLn'U'ii 1)miu\ besonder» würdig von ihren Perkündigungen erschien, hat seinen 'Aiederschlag iin »tauon unserer lchrisien ge siinden. Tie Ihora weisi selbsi eins diese 'Aadtsolge Mose hin. Aber an den gleichen L teilen, >vo sie i^eliorjoi» für die echten Gründer fordert, warm sic dringend vor falsche» Propheten. ° Hia» halte e» mit diesen ans sich? Hiarusu heften sie sich ivie ein lchalien an die wahren? t'-lab e» nnirügliche eichen, die einen von den anderen;n unterscheiden? Tic Methoden der falscher waren verschieden: gvei Pichinngen traten besonder? hervor. Tie einen arbeiteten mit täankeleien und Linne»läu , schlingen und bekannten dann offen, dag sie für andere Mütta, für eine neue Vebene-ordnung warben, L>e wäre» leicht;n durch schauen, sie siellten die Menschen vor eine klare Entscheidung^ Abfall oder Irene? Ta» alte Hohei>»;eichei> bewährte meisten» seine Macht. Tie anderen sd>mol;en unedle» Metall in ihre Mischung und prägten ihre Münzen mit den täuschcnd nach geahmten, echten Hoheit»',eiche». Eie verkündeten höchst legal ihre Irrlehren im Manien de» trivig^r, schoben diesem aber ihre eigenen Pöünjrhe und ,',iele unter, l.ie waren schwerer;n ent laiv,»: 01 erü. uachd.in jie unabs libare: Unh il angerichiei hatten. X Ir» gab tveuige Prophelen, die nicht den .stampf mit diesen ihren läegenspielern ansnehmen nius;ten?!ber gerade an den t»>egnern wuchsen sie über sich hinan»: entfaltete sich die dUose' ihrer Persönlichkeit, die ireinheit ihrer adeen. Hier sehen ivollle, tonn.e gar nicht;m :'»u>eiiel ieiir, b i wein-,die Hiahrheii und Trl-: heil war. h» träte» »ipisdie :',nge hier wie dort hervor: der Üttliche hharakier ivar e», der;»lebt den?lu»schlag gab: die Unbestechlichkeit. sdesligkei' und Hleschlossenheil der Persönlichkeit, die Fähigkeit, für die Irene;ur gotiverliehenen 'Ausgabe lebte Tpser ',» briuge». ' 'Pi» in diese Tpliäre drang der falsche Pro phet nicht vor. '.huch ihn trieben Eitelkeit, lelbslbetrug nnd die '.'lngsl, alle». ',» verlieren, mancher täesahr in die 'Arme: er ivüieie l. ivie der Paal» Prophet gegen sich selbst, bi» da» Plnt herabslos;: aber vor dem s'.iele verjagte er. 'liir dürsennicht glauben, das; e» in jenen biblischen Seiten' um (Geringe» ging: für die Menschen von damal» stand oft genau jo viel aiif dem lpiele ivie heute für uns. 'Atemlo» und be klommen mochten viele dem Hiiderslreil der Meinungen, dem Hin nnd Herschwanke» der Massen, dem ^etlkaiilpf der '.'Aäduig.a;ujehen. Vauge Jahrhunderte ivar der Heilige Israel» in (»iesahr, der .rionkurren; der 'Aatiirgötier de» iiande» oder eingesührlen .riulien sreinder t^onheite» /,» erliegen, Mit dem begeisternde» Polk»enlscheid von »Mriuel.'„Ta Hivige ist läolt" »>ar der lieg noch lange nicht entschieden. '.Hoch H;eäiie> sah durch eine Presche der innerjteu lempelivaud die 'Aeltesien de» Polke» l»iohen rau rln'rii: Pieiber. die den lamu; beiveinen: Jünglinge sich vor der L»nne verneigen. Pon falsche» Propheten ivar die Losung an» ge,'taugen: b>,ou sieht e» nicht, t^oil hat unserem h'ande den iiüdeu gelehrt itl;. >, I?> 'ch'icht belser al» um den ein;igen, rein geistigen Gott siand e» um Moral und so;iale t^erechiigkeit. Tie Strenge der judi scheu Forderungen, um e» iidi um die Pelrerrschung de» Irieb leben» handelte, pas;ie dnichau» nicht alle»: der Mult der sreinden ('n'ttlH'it dagegen ivar von sinnberanschender 'Aachgiebigkeil. Liier knll und Baal Peor, Moloch und A starte verlangten auch grau sige Cpfcv: aber d,er Hntgelt war Hnlseiielung de» 'Aalurmenschen. Tasür waren ivieder geivitse Propheten leicht ent;ündel nnd gaben dg» erste Peiipiel 'Auch die Vasten der so;ialen Hhrechtigkeil tvnrden ividerivillig geliageu» Tre wahren Propheten ivarea durchiveg ge;wungen, beinahe einseitig die Partei der nüri sdtastlidt Lkluvadieu;u ergreifen und er bitter l sni die iiedite;n kampseu. Ta» machte sie »idit gerade beliebt. Hialiieud die ge sälligen Vobredner nnd Ldiineidiler der Valitundienbejryer. vorn iviidierer lind Lllavenaii»beuter immer etwa»;u luablietn Hallen und die lärmenden Hieingelage milmadiien ichlidia 111, n »sue der ivahre Prophet die undantbare Ausgabe übernehmen, ,.,r»!o» ' seine Liinde. israel seine Missetat;u künden". Pesonder» gefährlich ivar e», dem Hodnnni und Tuukel de» Poll»lnm» entgegen',iiireteii. ,',ede» Polk hat ein gewiije» :>ieä'i daraus,^sidi al» aii»eriväbll >u beiradiien: je starker e» aber dar t ans podil. desto strenger tvird dei Magslab sein, nad> dem ihm sein Urteil gesprodien ivird. Ldion Mose hält nidil damit;u>»d: da? Polk .li n:eo id.T»";i\ >a .:» gesluae::e» t»o>: anooid n. nnd in seinem Lduvaiiengesang gibt er ihm nodi härtere Piadi kaie. 'Arno» hall nidil mehr viel von der gros;e» Pesieiung au» 'Aegvplen: 'Aramaer »»6 Philister, so meint er, haben an>t> ilne Piaitderunge» iinlernommen.' Idurrs iveitern iie gegen die 'Pitiid i!:»pot::ik.> d:' Ur.rer au d:e L-".te der M..»bli>»u It> :i':. and gisdi ist da» jahrelange :>iinge» ,',eremia» um die Hrhallung de - Friede»-', ivo die falschen Propheten al» Helden de» läge» >i 1 ieg predigen nnd herrlidie eilen iir An»int>t stellen. Haben d,e wahren .Uünder il» Polk iveniger gekannt, getdtäbl, geliebt? Tie Perbleiidelen.fände» erst die 'Ainwon, al» e»;u ipat ivai. v liefe Lehnjndil beherrsilile da» 'Poll: leinet ivuiue;» lagen, ivolie, die Adee ihre .»rast, ihre 'Pilde, und 'ihren »Hauben uainn le, lag de» Herrn sollte lomnien: ein Hude der :',eil. Ta iieh! Auael im hödislen >'>lan;e da: ein '.üliuelpunll dei Hrde, iein He>ridie> der anerkannte Tviivft dei 'Aaiioneu, iein t»au der t»,oi: all., Pölker, Ivirklidi erhaben und luruäeud. Aber e.lne Prvplieleu betouitnen e» serlig, sogar diese 'Pi!de>;u veiduukeln, und >il>e> diejenigen ein Hiebe;» rnse», die den lag de?- Herrn all;» eilig herbeilvunidien. '.'ludere verlege» da» Hiunsdrbild in iinmer sei nere eiten: dasiir verlange» jie aber, dar, die täemeiude seit'.", crnsl m.iibe mit seiner Peiivirllidiung,' damit der I>a»m Hiabrlieil iverde. Ta;» isl'e-.- uotia. uue h ieäiiel v - aii -diiuli, das; da» Her; von L teiu eitieii,?'e. :e>, von .llciidi Hlai' maäie. oder »ad> dein Hiorie >',eieuiia», >g,>ue?. vehre in» inneie veile.» und in die Her;en einaei>hiiel>eu ii'eiden.?ell>iiei;iehuug. IeU>ji tiberivindnug. '.>Aeniilieuliebe da» iiu!> piopheiii>lie srordeiungeu, die den Hieg dariiellen: e» Und uueilanliilte Porbedingungen. a'll da» :',ie>: eine gliidlidie '.u>euiihl>ei!. uälierindeii. * ■ Hialne und falsche Pioplieiie da» 'I üenbaniiig-.-seli legi , un» nahe, ernstlich darüber nadipideuleu 'Hiiedei itelieu die dien der :',eil aus Itiiim, iver taun sie iid,lig deuten und H,-ege aebeit. d' a.i0>;ei.'i »'.'.',e:n .vr:ed<»^ii'.li:- e Aiir eine» leben ivir denilidi. jene lauten :>iuie> loutien 'e?- nicht iein, die da Hangetange aNttiiuuieii, die Maijen beigiibk». dein Polk»hodi»iul td>i»eid>eln und die lilmld aii den '.'«oteir >>ei den anderen sudien Tie lupil der lieuiiaeu 'Pcilliiidigiiua eii,^. drillen :>!eid>e» N'eiit. ivie e» iietsend ein deuiülier Piiugiiautia!, diese? .Hilire» „>äla»be oder Aberglaul'e" dailegt. aut .'mleli.e und Aberglaube - Mörlite sie l>ald al-.- iolrlie erkannt iveidrsi, du der Ldiaden luilicill’n iii ■ Ruth. Petiachiitua;um Hii'itieiiieli, Hiuem alten AHaudie in Airael eulipre>lieiid. lesen >v>: beim <»>oiie»dieuiie am Hiodieuleüe da 'Pudi iiuili, in iveliliem nn?> in aller Hinsadiheii da» erbebende 'Pil? einer edlen teele vor Augeii . a.luliil ivnd tg.iu'v .»i,ve. : erb :: -f;n 'eu'er <v‘>dr.d-.c , .1 jiidiidte» Vileiatiir ein iresilirhe», 'Pild die'e» Pudie»» er sogt: '

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