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Jüdisches Gemeindeblatt · 1932-02-24 · 4 (24.2.1932) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1932)
Issue
4 (24.2.1932)
Date
1932-02-24
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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V jclici! i'il.uVcK: ^u.r.miu-uuv.vfcu. tr* tut, ttiiMtid werden, daß die 'o geb::ke:e Reichsverlretting fraft der ihr iiiiicwohneiidcn VltttL't::a: ihre Ausgabe» eriolgrefät, dn^chznfnhren in der Lage 'e:n wird Ir.;: groß.: Jfi; der Beiainilge;: u>,u der wirtfckiaftlichen Rot de; judi'.t.äi Bevolleruiig geividine: Ter Berichterstatter Tip!.- Zug 'Brauo Wo» da lioipfie an die 'NIher »der dir Tätigkeit des Land.sverb.n des :u d-.c'er Bez.ihnlig erflatielen Mitteilungen und be'oudeis in die B, r.ii.inae;; »in, ivelckie »in Abeu.d zuvor in der n, iinedi.deien .’l;bc::ao:iu-:i:frti.ift für judifctie Wiilschaftsfragen ii.iiiNeiiUideili.iiiei: Hivorzubeben find ch:e vo.i vcrfchietenei: Te::ei! neni.irl'ieii A.is'illuni'.gen über d:r 'Ronvciidigkeit der 2d),ii f.i a ivn Bez: i l sdar.elieriskafsc» und der nebenberuflichen Ttädlc :>i üidned.nnn ven Euveibslown. .'ludi die Zrage», ivelchc mit der .'ln'ied.ii;: r in'» 'viiJi-ii auf dein flachen Lande und der 'JUiovi .ichkeii iii'.er Berufst.,::gke:: in der L.ilidivirlfchafl znfaminen- Ii-iiinen.. '.indeii eine lief'chnrfende und für die Losung des Pro b..ms bedeuiu/gsvollk BeKandlung. T i:uLh”.: fi.r; d ei;:. :>ieilie vd.i 11uic-viicn 1k;tc:: auf der 2ages ordr'nna. we..l:e »ich: d:e einzelnen Landesverbände betreuen, 'ondern über d:ee hinaus fiir das ganze Reich von Wietiligkeii find, Znsbe'vndere bandelte es fich dabei run die Au'bringnng de; v> :iei für T rgani'alione;!. die fich auf das Reichsgebiet er »recke», insdefonderc 'olckie der Wohlfahnspflege und der Ausl^.d»::,,. ferner der Mittel für die »Gewähr»ng von Uittcrfliltznnge» an. 'vlche Beamte:rn :>i.ihefiaiide. deren Tätigkeit fich auf inchrcrc Länder vei'.eilre, an Rabbiner, die früher im abgetretenen «Gebiet niiiiier: Iiibe». Tabe: ivnrde auf eirund von cingchcnde» Mille:..l,:.,eu aber die Witksa.nkeii des an der Unioerfiiäl «ließen tätige» L.kivrs der rabbinifchen Wiffeufchaflen »ud seiner Borgange, de iveilere A»'rech:erhallnng der durch ihn bekleideten 2:e>!e a.s in, bochfien «*>rade lvnnfchenswcrl bezeichne!. Wählend da» ^Zonbeflehen der große» Landesverbände trotz der immer ivachiende.: Tch.vierigkeiien, die die Ansbringung der M:::el in'.! fich b>:»g:. gesichert erschein!, hal die finkende Zahl der Znde» und vor allem das allrnäh.rche aber uttaufhalname T.lmnndei: ihrer T:enerkraft die kleineren Landesverbände fast dnrchive.r i:: di. außerfle «Gefahr gebrach:, und cs muffen Mittel niid '!L.?,e geianden werden, um fie;ii erhalten und ihnen die Eifnllnng der ihnen ob.legende» Aufgabe» zu ermöglichen. Ein besonderer .'lns'chnf; der Reichsarbeirsgcmeinschafl wird sich mit di.'er Z>aa. befaffen. der im Znierefsc der den kleineren Landesverbände!: ana.horx.nken «Gemeinden die größte Anfnicrkfamkeil znzniveiid.» in Alles in alle.» ha: fich wieder heransgefielli, daß in den für das ganze Re:.1; gemeinsamen Ange.egenheiie» häufig: Bcralnn gen und L'eichlnfifaifnngen. unter Umiiänden auch ein tatkräftiges Landern »ich: entbehrt werden tonnen. Tolange es nicht gelingt, d:e ''eil längerer Zei: in Angriff geno nniencn Arbeiten zur Pc grundung eines "Reich-sverbandes zu eine» glück.ichen Ende zu fuhren, muß die Reichsarbeitsgenieinfchafi im Rahmen der ihr gegebenen Mog.ichkeiien iveiier die Zniereffen der deutsch.jüdischen e'>eia»nhe:i wibrnebnien. r'luf t'-irnnd des auch hierüber erfolgten arnndlichen Mernn igsansrauiches kann gejagt ive.dcn. daß' die niemals ziini ^lillfiand gekonimenen Pcinnhnngcn unr die Zchaf fniig einer »'niamiorganiiaiion nicht vergeblich fei», fvndern aller Poransiich: nach in absehbarer >)eil zur Erreichung dieses von allen Leuen mit Lehninchi angeflrebten Zieles führen dürften. Wolf tzeiüenkeim. Zum Itüt. Todestag am Pt. acbruar 1M2. Po» L. o r >v i v , diassel. Pöir gedenken eines Mannes, der uns feil nuferer MiitM)i;t bis;n der Linnde, in welcher wir kein E>ebelb:ich mehr in die adand nehmen tonnen, ein treuer^Begleiter war. r'lris dem ganze»' Etdenrnnd, >vv in jndifchen feamilien und Lviiagogen noch ge berer, gelernt und geforscht ivird, find die :>i o d e l l> e i »i v. v ,'l n s g a l> e n gefchayl. Ziinz nennt >>eidenheini den'„Men delsfob» des M a ch f o r", und nach Z leinichneiders Urteil fing mit -<?. eine neue Epoche der Nitnalliieratnr an. sicherlich werde» die Leser dieser Z,eilen de» äußeren Unterschied zwifcheu einer Lnlzbacher und üiodelheimcr r'lnsgabe bemerken. Horm nad Inhalt falle» auch dein lveniger geübte» r'lnge sofort ans, beim ersten verfchivomnieneii Truck, feilen Beobachtung der cinfachfla: graniinalifchen :>iegel» und schlechtes Papier, beim lebten MUn Heu und LLahrheii, peinlichfier genanefler Truck und leicht über sichtliche r'lnordnnng Böolf Heidenheiin in es am meiste» zu danke», daf; >vir in „reiner Sprache" beten können, wen» ivir wollen > Heidenliei», führte feine» a.anien nach feinem <stcb»rtsori i» Milt'elfraiike». >vo er IT.'iT das Licht der LLell erblickte. Bon feine,» Elleinlians finden ivir nichts in feinen Biographien. BUr ivlffeu nur. das; er in früher aiigend nach Tvitvtli kam, dvrl bei r't.ia, einer öandiei.-biniiia von B. Llliloner. 'Cviflimil inr vKoiiti des Herrn Emil Libwarnchildi. x de» tXabbiiic» Zofef Tieinhardi und Hirsch Zanow neben dem Talnindflndinm auch die alten hebräischen l'Zrainmariker und Maforcten fleißig ftndiene. 2eine Ttndicn fehtc er in syrank fnrt a. M. I7^L fori: im Lehrhaus des eXabbi rtiathan r't d l c r, wie i» defje» wenvoller Bibliothek, fand der uncrinüd lich fleißige Hcidcnheim reichliche lgciflesnahrnng. Tchon daiiials fafzte er den Plan, die biblischen Bücher, die bisher in verunftal leicui Tept gedruckt waren, in miiglichft fchiiner Trnckart »nd kor reltesler Sprache heranszngebe». To erschien l7!«7 ans feine eigc neu »osten der Peniaiench mit Erkläriiiigcn ans feiner freder, foivie allerer lgelehrier und Tprachforfcher. Ter erste Band fand aber fo wenig »änfer, daß icho» bei», Z,weiten Buch Moses Ser r'lbfab geflockt balle, meint nicht feine Berchrer, in erster Linie der hochherzige und mit Eilücksgüte»» gefcgncte Wolf Brei de» bach ans Tffenbach ihin lgeldmittel zur'Berfügnng gestellt hat len. Mit solcher Beihilfe konnte Heidenheil» 17!>'* im Bcrein mit einem tüchtige» aachinann, Barnch B a s ch w i b, in Röbel beim eine deutsche und hebräische Truckerei errichten, wozu ihm fein Landesherr, «graf Bollrath von Tolnis Rödelheiin, das Recht erteilte. TU,», dankte H. mit den, ersten Erzeugnis feiner Presse, mit einer in hebräischer und denlscher Tprache gedichteten CU. Tie in Rödelheim gedrncklen Bückirr für den «gottesoicnsl erhielte» bald 2Lclirnf. Tie Machsor Ausgabe in neu» Bände» l*no I*«E niit denlfäier Uebersevnng in hebräischen Blichslaben, gelehrtei! Erklärungen und lireraturgefchichtlicher Einleitung wnrdr viel gekauft »nd geiviirdigt. Tie ersten fünf r'luslagc» waren von ihm felbsi veranstalte,. Bon zahlreichen Rabbinen lvnrde er warm emp'ohleil, n. a. P:::chas Hormviv in Tvvauffuvt a. M., Tobia Tondheiiner in Hanan, Roa Berlin in Main; und de», eliabbinat in Hamburg. Tiefe und andere Ruioriiätcn erließen auch Rach druckverbme mit Baniiandrohung, die aber auf eine »>,bckan.!le Beiener Truckerei keinen Eindruck machte, den» der Trucker war Ehrift, Ein Rachdrnck durch den in Tnreiifnrlh lebenden Trucker Hirsch Warschauer fand sogar in der Riuorität des R. Akiba Egcr ans Posen einen Bcfiirworlor. Erwähnt fei »och, daß R. Moses Tofer in feine» homelitifchen LLerten Heidenheims Tchrifterkla rniigcn häufig bennbt und ihm seine Leislnngen für die Pisutim hoch aiircchnci. Lnzailv, Laiidshnt und Zun; folgten diese». Bei spiel. 1*00 ging ans der Rödelheimer Truckerei eine Rnsgabe des täglichen «gcbctbnches hervor Tephas Emcß , die bis heule .löö Riislageii hatte. Wir müssen uns schon in die Tage unserer »indheit versehe», als ivir dies kleine Buch mit de», äiranz auf dem Titelblatt von nnsercn Eltern erhielte» und die für uns damals unlefcrlichc Untcrfchrisl der Einleitung „Bcnjaniin Wolf Ben Tlmso» ans Heidenheim" ansiannlen. To vergingen Heidenheiins Zähre in rastloser Arbeit in hei liger Tache bei geringem matcriellen Erfolg. Am «B. Lebensjahr^ heiratete er zu», zweiten Male, und eine Tochter aus dieser Ehe konnte noch dem bisher .tiiuderlofcn arcndc bereite». Er starb an, LA. Zebrnar IRZL in Rüdclhcinl in zerrütteten Lebensvcrhältniffc». Teiiie wertvolle Bibliothek lvurdc ziigunstcn seines siebenjährigen ZI indes versteigert. Tic Truckerei erstand sei» .Kompagnon Z. Lchrberger, sic ist seht nittcr der ^irinenbczeich nnng M. Lchrbergcr in, Besitz der Buchhandlung I. Kausf. mann in nraiikfnrt a. Bl. Heidenheims zchriftlichcr iliachlaß lvurdc von der^Uiiivcrfitälsbiblivthek in Trfvrd erworben und harrt noch der Herausgabe. Tie Jüdische Enchclopädic nennt > l V j u w ELEN U N Tischbein OBERNSTR. 26 (Nebon-Eingang Essighaus) GOLDWAPEN SILBERWAREN

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