Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 3 (1931)
- Issue
- 15 (1.8.1931)
- Date
- 1931-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 74% known words query
- IRI
…/4916913-5966051-5966115--450-4917315- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Rn unsere Mitglieder! Nachdem durch die Roiverordiinngen der Reichsrcgiernng dic ctmicmicnc AnldiiniK-miticltriic grös.lrntcils behoben und jnulcirt) :c. mit der La»>» ftaö»er . :t ö. ')i u 11 u ii 11> ii ii l M.o. M. gurgelt Word'» ist, neben Ivur ii t'.'.i,»» , fl.ii; '•K-.iicii &.i> i tiiq:, cbiilircii, 'Mieten, TpenS.H Hin». i» l'ivlicriflcr tWciic bei der Hanpistelle und sämtlichen Tcpositenirtaiien drr? a r m >1 n d t c r und 81 a t i o n n 11> o n I Kommandiigcscllidiaii mif 'Milieu in B ttint n qclciilct werden tonnen. om viiiMuf oiii dic InnpjiiliritK Verbindung mit dicker r*irof;= tunt i'»rechen wir den Munich ans. wenn seitens unserer Mitglieder kieaptiächlich dieser zsahlnngstveg gewühlt werden würde. Tie .eiiUK’nhltcii '^etriictc. ans dic wir zur, Ersiillung der einaegangenen Berpslichtnitgcn unbedingt angewiesen sind, stehen bei der Tarinnädter ni»d Rationalbanl so gut wie bei andern Bönkiiellen scsort >» unserer Bcrsiigung. Bremen. .outi I'.ickl. Ter tltorstand. Km Io!' .'i(H>oiH".o Oö.i’ l.'T'ii, der ein l'enih’iio’v * ';il'.B-.:! dein 2::cl „Bardeo timmouim“ gesänie- •’ o.!f 1(1 :e ii::; bei: A:::rag. P.v> erledigte Sandesr.tbbinar e: :de ::i nl>.;::,'!in:,-» ::i:d aniiau des i'lhimiaii-.iilis;:ttv etwa A ln: d e lli-.-.v -.>i:a: ',:i beuchen, in den ,Serien aber, in .:>(..' :!!(■ it:.i :e lalle::. dabeim z» predigen. Acki d.ni . ' - ,A.aeb.,:. den ul: :n lleb.-reuiiiiinmnug mit mv’iit’ni?:■■■ v.i.l'ei.-.ilHdes •.Mun.nio empinnden habe, welckies >.n:v beitind. das; di.-es Am: einem ,Mu!r'didtk:en >(.en weiden wilde. Ta-.-.mat damals nock' ziemlicki die Rra... -m-dern den ul. d:iH:cki nt i; neun-zeh» o.iluen 'oldi hohe Wutde ubw.n.innen -oll:.-. wahrend ich mich noch ans die Tcklulbanl ■('ini: wall:e" Wo ^luüen erwünscht find* '(■■.:• •: ■> deutend Mein dien gib:, gilt die Abtei,ntuig n ckne ragven ahne Puiinng des Be-r cs der e-nzeliien a: 'I a: .m aeiinees '.Mnnntote'tinno und als ein B.-w.,s Xr U-:'-e;h:. nber den eigenen Beert, 'iner iid' ü iner Lade . 'd d.i :M:.u seiner .'Irgnim»te sickier ist. braiidi iid: vor der '!:::-(un.indeivnuiia »t'i s.tuen i''>eg»er» nidn zu tntditen. . Wem di.ie lieber',.mgring 'eblt. der lehnt die Genieinichai't leinet »>egi er .:!■ *.: .1) an. T.iv in be, nein er. deist. aber nnla.nidi rtnd ui: "'.>ra!:'d' een Antisemiten un-er.r ,'ieit ii! es Vorbehalte» g' a.: bei:, a ii X ■ :n o'(ebie:e jeden dielard ',» bredien, und der a> L'.f.'.tlcnMIett mrd uieiitesarnttu Hab i: wir »ine rech. ' .-.!•»• •Inti'i. i'i’it i ::ci'. i''.:': -.,-d!wl»i aesleti» t» ver ' ’und.i.nerwnt! di: -ii :d. T :s ift vor alle'" " > ' - in "'.bl'ch.'n r 'ai'd'ai n!:e aus > b lla'en. Aber °■•ud' '; ">'i.'d:!• o; .il . 'i'd-md-'? nt che wehr iid> mit rtbid'.'" ' :> ' : " d:'('('. ". d-t'i k": Baterland dt ler Zi'iteii!-.' :>i ■ d -viii.o allen V nderii nar u: (breite:!i - nt.'t das;:t itn'evem 'rebeie. jihr: r» end :-u: "fei n .i u>- hin'.n td'lbiü.ruiid e-ull ans i:ver die'-" T'!’ .n'i\::.i' i >Xna. a h. r a:-." '"iitletd ilmn: 'i: e B udm n. d'-' nata.rgem g '-anders in den tKfth't* d r ..> .., jj;.V N'.d 'tat! alle u ar:n'! an,!: dieier Ldilag. wie du- '!'. -Sa:,-:- i-r beianderer e en:li(b> UI linier- .Mn'-neri -: f. : l.ii du- Ino .luden e-wnuichsind. . ^ie'e l-ra-re a :.> r':■ >u-->-.' ai' trnli.i stell :■ »'unen. >i>- I, i. >> »(' a :: > d-e taue .i.--:wor:»!ig »-.t.i'd-di :'!.-rg- > :n: an' d m a!---e v'.-r der iudi'dre« rMII'en:e--a.bei: einen n.si .i i:i :: ü-O Inden rwr all u>( » den jüdischen -'."iels, B.-nnonen und gj siaurants. --- denen r. I: allen nerim b rren n'i : dar ealn iid 'en >e> >'en den tMn'en b l: >-a " e -el> n w - r lind --rir'Igreid' n::r »waliilt. -,a . f: i - i: T •;< > a : d-e rinabaren Mitt.l rn d > voI"i" '-e - - etiele-- --b: anereich-n. das lieg: .-.-.eine.:-- -- 'er. ,a tUu';;. ’d-on ein >-l>> es getan -,n hiben, . -e:-n u M'tta 'e-iie>'- im indi'd-e» :>i i'tanrai:: .-iitnelrutei:. i.'r>--:-- les" "be-.-ae-'n-n ab r in anderen >-> »'.-rn beriehen -'» d r j m!--- iie'-den ^ie:lind lnieder d;e indiiehen *'*iit*ti ton j;:V ’' oi ne 5ie erii'arteii dakt in :M:-er!>-> --- A- »i-d nl-e ihre volllomutei-e!'b.-i-bm i-.'le-: » , 1 ,;.s .iu -n---eii(inon an-- -> >r'-rd. (.' be-.-.l- :v*: V '' - i>-: -i!- --- den! n-tet- .labren rar i-r-nn.- er-r'ieien. d-ü - n )-b . aerineere r'-tni-naen der jndi-d-,— >r'k"-'ier-'- p'ei'fi: - i' :t--b r.d-twte l-ebere -h '-nrndder ".iriidrn-nhren ünd. >... ..-a-.ind-'d'-n ebern das :-d-tiae an d-> -. ab-: (i".e e-( wutden Ab-r kur i>! '-!r>ii'er s,-.-.-—,,e>. iudi'd-en i'Vini, : n: nicht i-: r 'i-.-M- :r> iend r:- dar aber binaus von aroirter Bedent-.nta? ai lnna des ie,e„,ein'(i-a'!---l'ewnnl>eiiis. die ans leid.r »oeb i>iu-:er ':>. iw: iM in dem jndi d'r-i' chsilie» der ^r'inmeririid'.- dei Bctr.: Freikarten für den blottcsdicnst an den Hohen Feiertagen. -.Mittrage a»i Mitteilung von sy re i karten sind bis zum 1. r'lnanit i'.r'.I idiristlich eiiizitreichen. ,An den rMnträgcn ist a»zuaeben. ob 'M.n:en snr Dic „Union“, oder WaikniUiiRC gcwiinicht werden. B > e »i e n . I.">. ,'uili I!)!I. Ter Borstand. Boden bereitet, und -.Mnregnngeii mannigsadisier und werivollster -.Mri ionneit dort entstehen. Anr die lgrziehung der fugend wird das genieinianie Müija», die lmlK’idndnfU' und n»beengte ,Mri der B(i-,wa»s C-rsn»nng »nd das;}»i(iiiiiiu'iik’in mit ('iloidiiic Ünnte» »nd oft and: mit jüdischen Berioiilichkeileii iiiiidiöbbaren B.-ert gewinne». Und, wenn man ehrlidt ist, wird »tan zngeben innisen, dag in de» niditjiiDi'dn-ii Hotels der Lr»»mcrsrijd>e aiidi 'Oldie .luden di: die i'in’itjcn des Tin recht weit stecken, von denen mau das nicht erwartet haue . . . Aber and, nidN tradi.ivnell lebende oiiden haben die Bflichl. sich, heute mehr de»»' je ihres ,1»deilln,ns jn der-Braris i» besinne» »nd dorthin zu gehen, wo »t'iriu' gern und srendig an^iiimml und wo alles bereit ist, ihren bereckitig en Bäiiniche» zu eni'piedien Also bevorzugt die jüdischen r'-iolcls »nd tüaststättcu! Nicht alle können verreisen, und auch auS den Sommerfrisch- :eri: werden aar zu bald wir der uudi.a u,- '.MI>lags»ienid,en. Aber iud, dann gibt es fein viele, die gern zu ihrer Bertügnng siehe», denen Fudcii sehr erwünscht sind. Tas sind die jüdischen Handwerker und Gewerbetreibenden, die mehr als ihre iiidiliiidischen Kollegen uocki linier der Not der :|eii;n b-iden haben, und die alles, was in ihren .ürasie» sieht, tun, ii in ihre Aufraggeber zu aleirbe» und d t z» nodi aünsiigeren Bediiignngeii ziifriedenzn iic»-" -^>.-ie in Br-.-m.-n aibt es iail in jeder jndi>^'en <'->enir'inde jiidisckie Handwerker »nd Gewerbelreibbndc. Ter Parole des Boykolts der jüdisd,e» Arbeit sehen wir eine andcrc cnlgcgeii: „Be schästigt jüdi>d,e Handwerker und Gewerbelrcibcndc!" Zes gib: nocki eine dritte t^iruppe von Ltotten und M-ni'dien. d-nen Anden sehr erwiinidit sind. Tas sind die jüdische» und nichtindiichcn Fiisercntcn unserer .-'»eiinng. Tie Hand-" rker, <>>ewcrhe treibenden und Uutenu-limitncn'» jeglickicr Art, die iid: zur Altseriioii unseres Bla tes-bedienen, bekunden damit, dast sic das iti Diidw Publikum ebenso aern bediene», wie das andersglanbigi' und das; sie frei sind von jeglichem Bornrteil und von der geisligeu Beickirankibeit des A'iuiiemiiisinits. Tanrus erwachst für die Anden die -lülid'l, die ihnen gebotene Hand zu ergreifen und dic A»- serenteii jüdi'd-er,'seilnngc» zu bevorzuge». Tem .Aainpsnis des Hanes stellt die Bervslichtnug zur ^oli dariiat und die kieineinsdiasisparole der Ansiändige» geaeniiber. 'ivo And-» »iierivünsd'l sind, mödiU'» sie and, nick» einmal ne« duldet verweilen. Um w mehr aber werden sie die Ttäilci: desuchen, »nd die Unteriiehniiingeii bevorzugen, denen Fuden erwünscht sind! luüentum unü Zukunftsaöel. Aule» Lanerwein. der lcilcndc Redakteur de§ „Matin", wurde vor kurzeni über seine Ztelliing zum Antiscmitt'smitS befragt. Er antwortete, er wüssc vorerst festitellen. seine Aamilie stamme aus Tirol, in 'eiiien Adern flieste kein Tropfen jüdischen Blutes, sein Urteil sei daher vollkommen iinbesangen. „Ach darf —sagte er — als Christ de» AitkUemitismuS als das bezeichnen, was er ist: als eine Tcktaudc und einen Tkandab der Europa ins Mittelalter zu« rückverseheii will.“ ' Besonders scharst Worte findet Zauerweiu über de» Anlisemitismiis in Teutsdiland »nd in ÜTcstcrrcich, und er lügt hinzu: „Aid habe vier Aal,re in Wie» gelebt, und ick, bin ein lebender ernte für dst grvste .stiillnrarbeit der Anden in Tcsterrcich. Was es dock: aerade unter den äsierteichisdien A»de» für Talente und Arbeitskräsre aibt! Es ist idiotisdi, es ist ein Perbrcchen, zn einer -teil, ivo ei» schwer bedrängtes Sand mehr denn je den Ziisainmeit« idilnit aller skaatseihalteiiden Elcniente bedarf, eine solche Elite d e s kl o i st e s u u d d e r Kult n r , wie es dic Anden sind, allster acht lasse» r» wolle». Tie vfstntliche Meiitniig der Welt und be« sonders meines Sandes sArankreich. T. RedA empört sich schon über a n t i f c nt i t i f di e Eizess e , wenn sie in halbzivilisicr« ten Sändern vi'rkvminen. Was sollen wir aber sagen, wenn wir stben, dast diese Methoden ans Teutsdiland und Tcstcrreich, bteft- Ttätte» älte'ier .stiiltuv. überzugreifen droben. Alles, was sic wol« leu. - aber, diele Aittistntitcn kamt ich nicht verstehen." Tas Wort T tnerwein? von den Anden als der Elite des Eleisies und der .stnliiir erinnert an das Kapitel „Andentum und Auknnfisadel“ im Buche „Adel" vom Grase» Cviidenhove-CalergtA Wir leien in dem genannten Kapitel „Ittdetttum und Zuk'intisadcl“ tt. a. folgendes: i .^äauptltäger des kmlriiplcn lvie des integeren Hirnadels: des Kap-.talisiintS, AourttaliÄinus und Literatentttms, sind Juden. Tie SterbefäUe sind im jüdischen Bcmeindcbüro, Bartcnstraße 7, Zcrnrnf: bomeheide 28588 und beim Vorstand Krankcn-lvokltätiakcits-vercins Zcrnruf: Noland SC74,1700 oder 4081 an-umelden