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Jüdisches Gemeindeblatt · 1930-12-15 · 23 (15.12.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1930)
Issue
23 (15.12.1930)
Date
1930-12-15
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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ii« Clnfircn enKifiicben n i (f> t ^uannsten der ficoeiitpart ans". Ta'mal« nnmlirf) buben firfi die IPilb'mnStrfiiAtcn des deutschen ^nlfc? in ihrer (Viainthoit geae» die P.mmttnuacn der ontifcmitififien -C’rtipr energischer i»r T'Vhr nefeht. als es heute der Iroll iil^ 7t in Ctibrp 1>'f> war die Aiitiie^nilen Bewegung die der Hosvrediaer Diä-ker iwei Dabre vorher nach be»?ftlcnfatcn von füM „,id Nobili»« auf de» .iTtcii .<lnifcr Wilhelm den fritni PTitf’rf't batte aut ihre», f'ö,'pn'inft onaclanat. Zwar Tonnte au di der ärairc r>nfvnfpi»h »irf» bebauiite» dast das Judentum oder auch »»r rinrelne jüdische Versöulichkeiten mit de»?l»tenifi'i'n, das f.entiufte tu tmt nrfiifit hättet. trot'dem^settte allenth'lb.-j, i» Tputfrfiimb pinp hrii"ipsl>,lp Dudenhppe »nter dem Trpf^ocfdir«'? pin: .Ten» »titi; die 'Upfinimi wiederaeaeben werde» bip!k>m die Ttudeunreife aeraiibt hat'" Ci» ftifm. der 5irfi nit de» ReichskaNiler »nd vreustischen MinKterprändeute» Irüri't Bt«in«r^k iua„d.ue durchbrauste «aut l'cnff'fu I.-mh mit der TJorbi'niti.T ffiiiidirünfnua der Ciiiwaudernna aus ländischer Ct»>>f>i qf»<if(ftfipijiiiift «fW rtubpu tinn affen amtlieben Sten,,».»-» Beschränknna der r*<',nftmin mm Anden mm Ctuftii« biimi't. '.Muffen»»« von II»r chiisilichen Lehrern in den Volks schule,i »fm. lifin. (Mpopu Mpfp trat «f« Wo^tsüdrerin der -Humanität und t'f*r staat«b»raerli^'e» ftleichbrrechtiau»« die dan>«li«e Ikort schriitänartei im Vreustischen Abaeordnetenb«,,« ans und unter» sniiiip die l,>'rür,,nl aeworbeue rtutcrticTTotioii des i’fbfl. Hänel: „Spla«! «ebeuk» die r,,-i,!t.ir<>aipr»»a t'I flllt oi'ni’ii die tu’irp Wp. ^»OIIIIII Im'frfip luifcvp HiSifcfii'u <TI?ilTirivn('p j„ Benb Srrpihiut und flirr Tu-braM pii^firfi pinp 51rrMi*rS(titim'na der Staatsbüraerrechte der Tluhri! fritruS der vreustischen '^taatÄvp.iirrnnfl vl«»t^" ■ — ^rr ^liiriirniihpii* bp« Ureustikche» Staat«ürsirllferi»III« (tyr-lf?,nlfirra. erklärte' D'e Metitiu» sr! »ach u'cht an die Stggt«- rea!rru»a artauat ftleichwobl nehme die Reaier»»« lud» qtn fta»b dir Araae dalli» tu beuutniorteu daN sie nicht heabsichtiae. eine qleub-ir,,»a he« ftr!«r!m„hr„ Mecht«7ii staube« »ärntich der (VNri^iIirrpchtiauua der 1'pNmütpu Ppkru„t,i!rtr tu slaatslinraerficher Wrjirfmua eiutrrlr,, tl, TrtTTcil. ^if Verria„dllINP>eu fifipr die f>ii*rrnprtitinu füfirtp,, bonii;n einer dreitöqictcii. öiihcrst stnrinischen ^ndendehotte. e>moi oriache,, Uaichpr an> 1q ViMPNider 1qqss. Inurde die e^rssr,^t!<dkeil durch die SflrnlptlprMäruua aeaen die antisernitiiche Br„„neuurra!st>'ua ausarr,",««est f ntieude Non auaesehpiieu Mä>l' Iieru 'rräaer siek>iuu»rs,rr Uerschiedenen Varteieu U"d iNrrtisei, tadlrei^-dr erachi-riullrlirpr Mtäuurr der Verlualtuan. Ilatitikrr WiAiti'f fleitttichp fliinfllpr ^ludnstriessp, auch der?rrpsiuer ^fiprfiürarnnpiiter dnu ldar-ke„sipra »nd Nüraermeiiler 3'uurfrr arkiärte,, tu den ftuirrteichuern der dernhmteii „Notabel» Erkläriinq", die tt. n. besacitc: y . fipiftP ttämliip hade„ „uier dlalrrlaud aPPIItt Ul eiurm Utäifitia ausstredeudru Reiche Tiptp fjudeit itt errnuaen VunrbPn dadurch dah im 9taWSf>Plr«”fc*taiu der deutschen baS (Wrfühf der nallueudiae,, «lufammrnapT'öriafpit den 5iea »der die ^larumes, »nd fisa»rir».Iae)>eusät>p davontrua. die Nlisprp Nation Iriip keiup andere terklüftet Halle» . . 71» »»erwarteter und lies hpschä« »iruder Mlpisp wird iedt der Naslendah lind dpr sranati^mns de§ Miltpsailer^ wieder ins Lehen aeruse» und aeoen unsere iüdischeu ^riiidüraer arrichtet^ Verarssp» wii'd wiefiele derselh"» durch sdleih »ud Beaahnua in flewprhp und >säa„def, j„ flunst n»d Visieuichasteu dem Vatertaude slfuile» »»d fhre aehracht hadru. fiphrachpu wird die q!,rrr<drist des trirsetteZ, wie die qinrschrikt der Grbrp. dah alle Deutsche» in Nechlen und Vsiichteit aleiä, sind ... Wie ri"P austprkeude beuche droht die Wied'rhpspduna eines alten Wahnes die Merhältnisie tu veraiTte» die in ^?laat und fieineiude. in fleseNschait und Trainilie-fhrisle» und lluden ans dein Voden der 7»lera,,- oerhiinde» haben W» dein Verinächlnis Leliinaa r»ttel>> Männer, die ans der flantel nnd dein flalbeder Nerfunden lallen, baft unsere flnltnr die Iloliernna dpäieniaen Ltaniweä ülrerwnnden hat. welcher einst der Welt die Verehrnna des eintiaen flottes aab §chon hört inan den Rns nach Lliisnalnneaesetlen und ql„sschljphuna der Tlnde» von diesem »nd iencnisBernte und frwerb. von?luSieichnnnaen und Bertranensstellunaen Wie lanae wird es lvöhren. bis der Hansen auch in dielen ciiiftininit? Lloch ifl es Zeit, der Berirrnnc, entaeacnuilrelen n»d nationale Schmach abulwenden. linier Nns eraelil an die flirislen aller Parteien, an alle Teilt scheu, welchen das ideale yErbe ihrer aroste» lrürsle». TcnTcr nnd »s FFF f 4? S v Gummi Walter Langenstraße 108 Dichter am -Herren fieat. Berteidiaet in öffentHifier Erflörimti »»d rnhiaer Belehruna den Boden unseres aeweinlamen Lebens:?lchtnna jedes BeTenntnisles, flfeiches Recht, aleiche ^Sonne im VetiTamvs. qlciche AnerTcnnnnsi tnchtiflcn Ztrebens für Christen und bilden." Dieser CrTläriina. welche in weiten flreispn eine wohltuende WirTnna hatte, schlossen sich in verschiedenen Stödten eine «roste Zahl von anaesehenen Männprn an.?lnch in den Kreisen der Re«ier»n« nnd des -Hoses mistbilliate man die rludenbetre cntfcfiic den. Sie schien eine Zeitlan« erledi«t rn sein. Stöcker wurde fiir mehrere Tlabre ein stiller Monn. Crst Cnde der «chttiaer llabrc erhielt die Beweann« durch Dr. Dtto Böckel erneuten Auftrieb. Nnd diele neue Welle löste dann jene fieaenbewegiin« «ns. die »in die Jahreswende ISW'lll -nr firnndiing des „Vereins l»r Abwehr des Antisemitismus" geführt hat. Stellung, Ttoforttai und Leistungen der jüdikken Zrau. (srortsehnngl Man behauvtet. dast die alten Germanen die Kranen sehr hoch «ebalten babcu. llm Veraleick ui anderen Völkern maa dies auch richtia sein. Cintelne soaenannte weile Kranen, Zai'herini'pii.- Wahrsaaerinnen. Priksterinnen aenossen hohe Verehrnna- Aher im aklaemeine» war die Rratt doch nicht mehr als eine Sklavin: der freie Mann fa« der ttnnh oder dem flrieae ob. sonltiae?lrbeit hielt er seiner für nnwürdia. Hans und >Wb mnstte die ^ran hestelken. während der Mann ank der Bären' haut sa« — freilich nicht »»»fein, denn es wurde tnchtia ae'pcht nnd keidoilschaftlich dem Würfefsvipfe aesrönt. so feidenschaltlich, dast oft -Ha»s ii»d Hak. Weib nnd fli»d einaeselit »«d versvieft wurden. Cine Parallele dieser Bebandkuna der s^ran findet sich im Leben des indischen Volke« nicht.?lm Mittelalter bietet sich ein anderes Bild. 7ln der Blntewit des Rittertums wird p!» 7rranpul»lti,s aetriebeu der unter der Bereichniina Minne» dieust nnd Miiiiielana h'ulänalich bekannt ist. Cs war da« aber webr^ein Svarl. p'»p Made u»d es dauerte nicht lanae. bi« der Sana in alberne Phraseiihaltiakeit der serauendienst in lövvische Sar»,eu überaiua lind III der törichten. Iinwabre» und lächerlicheu Ilebertreibiina führte^ die NN« im „Dan Slilichafx" mit so TüWrfirr Satire aelchildert wird. Gewisse ritterliche ss a V'm e n im Berkebr mit den Sraup» sind »»§ ^war verblieben, nameutllch in den saaeuaunten höheren Kreisen. lind sie lind aewist löblich iiud »achabweuswert. Cie sliideu die va» ibren Abue» lasche ritterfilbe» ldarmen nicht ererbt habe», könne» und sollte» in dieser Be»ieb"»a mauitip« lerne» Aber dafür war soinlaaen eine aewilse Ritterlichkeit de« .ferie»« he! de» 5>nden immer a». »utresse» die denn buch »ach wertvoller Kt. als hlost ko». ven«ia»ellp ritterliche Sarme» und Nllbedivat Var A"s» hi'ücheu ber Roheit schöbt, die trat, aller »nd »ehe» aller Ritterlichkeit soaar i» recht vornehmen .Kreise» nicht blost des Mittelalters voraekommen sind und Vorkommen. Das Berballen aeae» die Sr^». der Don im Haute war durch die reliaiä8-sjttliche Auschaiiiina aeaebe» dast das iüdikchp .Hau« ein .H e i l i a t » m lei das nicht einmal durch böblichp »»reine.Worte aelchweiae de»» .Handliinae» entweiht werbe» dürfe. Mann und Dran w»rda» durch das Gebot der Religion in Zucht »nd Pflicht gehalten. l>rn aanie» Mittelalter konnte »aturaewöst eine Betötiaung der ilidilche» srran »ach allsten aar „icht i» l^raae kommen: war doch dem Manne selbst eine solche Betätianna nur in der b eschränktestpn Weile und unter he» d r » ch e n d st e » Be» dinaiinae» Ivöalich. Wie wen io Berufe standen dem Duden im Mittelalter aKp»' Aber aerobe in diesem ^enaen und hedrönate» Lebe» bewährte sich die iüdischp sdra» in wunderbarer Weis»: sie stellte l'ch die Aiifaabe »nd löste sie. ibrer Damilie die Leide» de« Alllaa« ni erleichtern, die Dreilden de« Sabbat« ,» erbäben. Gatten nnd. flinder durch reines freilich ansvnublnles Glück im -H a II s e für das tausendfache Weh „I entschödi. aeii. das drallste II in der feindlichen Welt sie traf mit tarafirfvr Liebe die Wunden III heilen welche die Liehloliakeit der Mensche» ihnen schlug: sie war des -Hanse« auter Cnaef. Sie stand hinter dem Manne »scht ,nr » ck an seelischer Stärke, wenn e« aalt, das traailche Martvrium des indische» Stamme« in leinen mannigfachen Sturme» aed»ldia und heldenhaft auf sich! I» »ebme» und III der stillen Dnlderaröste I» dem durch nichts I» erschütternde» Gottverlrauen. I» der demütiae». ovfersreubiae» Ströinmiakeit die sie selbst aiis;eichnete. erfog sie durch Beispiel und Lehre ihre Kinder. Aber es bedarf einer gewissen Richtiastellnna. wenn gesagt wurde, dast die Irrau sich nicht ansterbalb de« -Hauses betäfiate' was in,in einen Beruf nennt, üble iie freilich nicht a»S: aber, wo auch immer Not vorbauden war, da war sie, auch austcr- ' h a I b ihres -Hchises, hilfsbereit. Arme uiiterstüneii.-Kranke pflegen gehörte in ihren freiwillig übernommeue» Pflichten. Die gan;e segensreiche soiiale HilkSarbeit. die heute durch Vereine, durch ehrenamtlich tätige oder bcrufsinästig auSgebildetc Irrauen geleistet wird, wurde früher

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