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Jüdisches Gemeindeblatt · 1930-07-02 · 12 (2.7.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1930)
Issue
12 (2.7.1930)
Date
1930-07-02
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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flue -er Gememüe Bremen Tic nächste Ausgabe des Jüdischen Gemcindchlattes erscheint am 18. Juli. Redaktionsschluß 15. Juli 1030. Beiträge für den lokalen Teil sind „an di?>Lchriftleitung des Jüdischen Geineindcblatts, Brcnic», Gartcnstraße 7", zu senden. Brttmim Kt ataKUWc« (NMtteft« ecnwa. Wodwn dfl«: morflnis 7.il)Ubr -abbat ab. »d» . . 19.1)0 Uhr -oniuaa 13. tuli. Fasiiag. >7.!am„» tOroocrung ^rrujalea.») Aach« . . 21.14 lllit Sabbat. Krritag ab.nb I •..10 Ubt ibititübait. morgen N.iO Ubr pr.btgi ob.r Lchri» kikiarung . . 9. 0 »hr Mi ncha. 5. guti . -'1.1' Ubt 12. >li. 21.15 Ubr Nach,. .Oiili . 21 ji Ubr 12. Jul, 21.45 Ubt 5. .Ulli . . . 0 bütos ,4.i'iojc« >»>—22>> Ha».: Richitt 1,'—» 12.?,„« . -. . 2«olok (4. MostS 2--25') Ha».: Mich» L«-K» 9. ramu» Ptrtk 5 Pertl 0 10.! nnu» ötkanntmachung. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß mit dem l. Juli dir Grmrindebeiträg« für das 3. Quartal des lausenden Rech, nungsjahres fällig geworden sind. Entgegenkommend ist die Gemeindeverwaltung mit der Einzahlung von Monatsraten einverstanden, sofern der Beitrag spätestens bis zum lv. d. M. auf Bank» oder Postscheckkonto «ingeht. Beiträge, di« aus dem ersten ' Halbjahr oder dem Borjahre rückständig sind, werden durch Zahlungsbefehl eingrzogen. Bremen, 2. Juli 1930. Der Borstand. Jahrzrit, am Borabend des angegebenen TageS beginnend: 6. Juli .... Georg Jischbein, Sally Fchwab 12. Juli .... Bernhard Anspachcr 15. Juli .... Ludwig Brandt, Walter Slcinbcrg. Wer Ku Hause kein Iahrzeitlicht anzündet, hat Gelegenheit, gegen geringes Entgelt die Gedächtnis-Licht-Einrichtung in der ' Synagoge' zu benutzen. — Anmeldung beim Gemeindediener. Wer Jahrreit hat, Pflege den schönen alten Brauch, sich im Gedenken an seine Lieben durch Spenden an unsere Gemeindevereinr - sozial zu betätigen. ZamUien* Nachrichten. Gestorben: Iran Sally Goldschmidt Ww'., Emma gcb. Strauß, 77 Jahre alt, Wachmannstr. II: am 3t>. Juni. Bremer Nachrichten. Jüdisches Altersheim. Zu Ehren der verewigte» Iran Helene Ehhcn gcb. Eichhol; wurde ihr Name, Geburt« und Todestag iu die Stiftcrtafel unseres Altersheims eingcarbtitet: daneben der Bermerk: „Aus Jrcundcskrcis entstand die Helene Eohen Stif tnng". Bei Beginn der Reisezeit erinnere dich derer, die sich keine eigene Erholungsreise leisten können, und hilf ihnen zur Mint tignng ihrer Gesundheit nnd zur Gewinnung neuer Arbeitskraft und frischen Mutes. — Lege dir selber eine Reiscstener ans und überweise sie an die Tanatbank für das jüdische Wohlfahrtsamt. Unerlaubte Sammlungen. Durch cincn angeblich an Tullici knlose erkrankte» auswärtigen Mann wurden Mitte Juni trotz aller vorangegangenen Warnungen wiederum Geldsantnilnngen an Hand einer Liste vvrgcnomnien, auf der Rainen mehrerer jü dischcr Jirnicn angegeben waren. In vielen Kreisen nnserer Geineindc ist die ')lo> so groß, daß das Wohlfahrtsamt außerstande ist. alle Wünsche z» erfülle». Um so mehr wende man seine Wii bc» dem Jüdischen Wohlfahrtsamt z» nnd verweise jeden Pete» ten nach Gartenstraßc t>'7, statt wahllos zu geben. Nur dann bewillige man Gelder für Sammellisten, wenn solche einen Ge nehmignngsvermcrk des Jüdischen Wohlfahrtsamtes tragen. In ihr lüv. Lebensjahr ist vor kurzem Iran Teborah :lio senak, die Mutter unseres unvergeßlichen Rabbiners, eingetrete». Wir bringen an anderer Stelle das Bild der ehrwürdigen Greisin und einige erläuternde Bcglcitwortc, die für jedes t^emcindeniit gticd besonderes Interesse haben werde». Zur Besprechung wohlfahrtspflcgerischer Angelegenheiten sind jede» Montag und Tonnerslag!t 12 Uhr Sprechstunden ,111.1.' setzt worden. Tie Einhaltung dieser Tage bleibt vielfach nnbe ' achtet. Wer von dieser Einrichtung Gebrauch machen will, möge Feldstecher Barometer “Thermometer Schutz-" Drillen Sögeslraße 47, Faulenstraße 33 moderne Brillen und uorhetter sich an die Festsetzung halten und nicht durch willkürliches Bei langen den Burobetricb stören. r?Bei dieser Gelegenheit sei daraus hingewicsen, daß es völlig zivecklos ist, um die tOeivahrnng von Tarlchen einznkoinmen: hiersnr stehen keine Mittel zur Beifügung Sir Israel Gollancz. der berühmte Gelehrte nnd Shakespeare Jvrscher, Professor der Liieratnrgesctnäne an der Univeriital London, ist im Aller von <>7 Jahren verstorben. Tir «r.ollanc; wurde 1*,,.'! in London geboren, ivar 1 m; i;m»; Tozeni für Eng lisch an der Univcrjii.it Eambridge. wurde IMitglied nnd Sekretär der neu gegriindelen Britischen '.'lkademie, die ihre Eni stchung iu weitgehendem Maße seiner Initiative verdankt, und Professor für englische Sprache »nd Literatur am Kings Eoltege der Londoner Universität. Gollancz ist vor allem berühmt ge ivordc» durch die 'Ausgabe von Shakespeares Werken in der Tein pcl Ausgabe. Er war Ehrenvorsitzender der „Early English Teil Society", Präsident der Philologischen Gesellschakt. Bor sitzender der Shakespeare Gesellschaft nnd Ehrenmitglied der spanischen Akademie der Wijjcnschaften. l'.M'.i ivurde er geadelt. Er »ahm tätigen Anteil am Leben der jüdischen Ge meinde und war Präsidcnl der Bereinigung jüdisch literarischer Gesellschaften. Seine Gattin 'Alide, Tochter von A. B. t^otd schmidt-Hambnrg, ist eine bekannte Malerin. Er war der jüngere Bruder des hervorragenden Orientalisten, Rabbiner Professor Sir Hermann Gollancz. Sein Pater war der Prediger und Lch rer der Israelitischen Gemeinde Bremen Samuel Marcus Gollancz —, der später »ach England answanderie nnd Borbeiei der Londoner Hanib.ro Synagoge wurde. tJT'A.» Borstrhrrbunb der Jüdischen Gemeinden Nordwestdeutsch, lands. Ucber die l. Bundestagnng. die am Sonntag, 22. In»,, unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung in Ledr slaiifand. wird in nächster Ausgabe des Genieindeblalis ein anssiihrlicher Bericht folge». Heutc gelangt lediglich das Referat des Herrn Meyer Aschendorff tRvrden, über „Wirken und Schaffe» im Geiste der Zeit" zur, Beröffeiitlichiing. Kinder unter fünf Jahren zum Sabbat oder Jesttags Gottes dienst initznbringen, ist lani Synagoge» 'Trdnnng nicht gestattet. Ticjc Berordnniig hängt im Treppenhaus der Synagoge zur all gemeinen Kenntnisnahme ans und sollte von allen Eltern Be achtnng nnd Würdigung finden. Insbesondere kann die Anwesen heit kleiner Rinder bei Predigten leicht zur Störung der 'Andacht sührc». Tie Erfahrung hat gelehrt, daß derartige Siörnngeo von Zeit zu Zeit iininer wieder vorkomnien, so ruhig nnd gesittet sich auch die meiste» Rinder verhalten mögen. Stellenvermittlung. Ein in München wohnender 2'!jahrigei deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens sucht einen Bei traucnsposten — evtl, mit Beteiligung der ihm Gelegenheit gibt, seine in mehrjährigem Anscnthall in U S A. erworbenen Kenntnisse;n verwerten. In Referenzen. Angabe von Export Häusern oder i» Jragc kommender Geschäfte erbeten an die Schriftlcitung des Jüd. Grnieindeblattes, Bremen, Garlenftr. 7 Rrligionsschule. Tic Ellern sämtlicher Schüler »nd Scim lerinne» werden hiermit darauf ansmerksam gemacht, daß es ver boteit ist, Geld «mit 'Ausnahme des erforderlichen Straßenbahn geldesl zur Religipnsschnle initznbringen. Ter Betrag sin Schulbücher, für die in diesen Tagen die Rechnungen ausgegeben werden, ist keinesfalls in der Schule zu entrichten, sondern an den Zahlstellen der Israelitischen Gemeinde. Prominente Passagiere auf den Dampfern des Norddeutschen Lloyd. Am 22. Juni traf mit Tampser „Europa" Pros. Mark, Tozeni an« Rabbiner Seminar Nrnyork, in Bremen ein. Pros Mark, der Schwiegersohn von Rektor Hossmann s. A. leitet die umfangreichste jüdisch wissenschaftliche 'Bibliothek Amerikas. Ans Tampser „Eolunibns" ist zur Zeit Rabbi Ta»id de Lola Pool, ein prominenter jrphardijcher Rabbiner nnd laikrastiger mn derer des Palästina 'Aufbaues unterwegs^»,ich 'Bremen. „Der antisemitische Jude"? Ter E. B. schreibt uns: Am l«>. Angnsl ll>2!» hielt der Kansniann Siegfried Plonski, ivohnhaji Meterstraße 1 to, antisemitische Bolksreden in der Bahnhojsiraße. Er forderte auf, die Inden tot zu schlagen, bezeichnet,' sich als den größien Jndenhasser Bremens nnd sang schließlich begeislen das Lied „Hakenkreuz am Stahlhelm" Bor Gericht erklärte Plonski noch, er habe einen instinktiven Haß gegen die Inden, besonders gegen die Tstjnde». Plonski ist Jude, und iieln »ach seiner 'An gäbe kurz vor der Tanse. Seine Herkunst ist nicht genau zu e> initteln, jedenfalls ist ein Berwandler von ihm ii, Warschau ge bore». 'Wahrscheinlich gehört auch Plonski zn den von ihm io geschmähten Tstjndcn Plonski >var bis z»n> l. Anglist I'l27 in Bayern angestelli. Tyri mußte er verschivinden, weil er sich at- *UJeserhejzuitgsujerH m.d.H. u$7rHBremcn,Feldsfr-1317,Hansa1912uS119 ' * 1 Heizungsanlagen Offerten kostenlos! jeder Art und Gröfje 609

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