Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1930)
- Issue
- 12 (2.7.1930)
- Date
- 1930-07-02
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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.'J.idi Besprechung btv ^iiIm'rbfridHr trat man in dir Be u'u'dimm der JiitK-Hnfiuiiifl ciit. Wri'iV* ,'\ii:aoii' i'in'ii:c ein 'Jln:vao von JvrnuU’in ^enija i; .1 » i- » Ini nt .nt bi’ii JvViiiii’iil'iiiib, Nut. Jvräulfin Mmmiit-bfi iH'iht.ntio, bic> tnibcili'ii’ii li'hi'imiu’ii;n einem Infcn Bund zu ’.ini»!ei!;n>nie>! und ihnen die £ing.' rin ein fremdes -Uiiid zu ubeiliiaeu eie emaeheiideu »'.elder 'ollen Erziehnngs und Ans biidm:as'.wed.u dienen, die Vetftnniien iallei» ein ab’olitifr Blns iHMi-nntni b.: vJi:i’l)::.ilu:-H"'li'iV.' b.niicllett lind keine itfllc ent- ..nun ,viat(U':ii.’l!.U’i’vtilH'im baftuc dabei and) mi Zdriiijlinfli’ ’i. ’',en:>.iie. i,n die keine velainwarUidie Crti.inifntioix zeidmet. 'Unli die ’k.mi.iie eibine: an die'er 3teile fiiv diese ärmsle» Mim -■ei b.i■ .is’U'K'K bei jiibiidieii Ceffentlidircir, sie hofft, daß es ihr d.nd> :i:!iai:ige Unieiiindiin.i nller jiibifdicn .Mreijc crmöglirtit mnb, b:e bie'e» M;nba' iemif derjenigen, die aus Weld- »i.inae. nidu ans. andersgläubiger Umgebung heraiisgcnoininen meiden foniteit; gnililiger zu gestallcn. wirken und Sckaffen im Geiste -er Zeit. Ban Biene» VI f eh e n b o i f i f.'iinbi’ni. >i'l.iiui .niib.> l Tagung de-.- Barsieherbnudes jndisdier W.' uienib, n ’.'ii'ibme'ibe.ii'dilairds an ikee»->T slirieslandi am ±1'. 4V.im •■Ivu.ium.' Bie.ne veinn' vgeienli: um;;i i sei ende, das; die Herren ■!V.ieb:M ut:i. nnU - vmiveggeuaminen haben, ivaeid> sagen :■-i;u e,ib.:r.i' mnb -mein :>ieieiai neilnr;i und zu einer T.? ii u.i->.- .inlai; geben' kvemi iidi durdi deren Warle und a»d> •.:.a-e:’e b.n.ü die »leinie.en das Waildien „'.'iai" wie ein rarer .rnb.i:!>:i:e.ii,:-iiebi. ia mallen mii nidu vergesse», das; mir ,'i» nid. .:; b .»übe ie:n. luiiu Ciuumit sein, lyihalten wir um- : ae'.uib.n I viimismus, dann meiden mii »der alle Mlip .. ’ i'in.i’eakaniinen nnb eine neue Biargemaie mnb hervar > ,.i -» im miVkeniibivaugeren uirinaineni. .' .- .; .1 - I m a n ,'ii > iaeI i .Israel geh! nidu .linier i. in;’.' bas kaan Taamig und insbeiandere das Ueberhand ■;. ei oihtenuue, in viele» Sirene» leinen Anklang mehr n v:. - ieeiieu im dem;iiimnnu’ii in se-alle», in denen der •.'l.itiiMitb an •.UinlK lind Maüen nidu rednseriigi. Un.>. Beieiiiigung abe> und in der se-alge unsere hemige ..!ii!i>iiliiii’i ii.ib aebaien ans der ’.'eal der '»eit. deren Pro - - ^rm in iienu’ini.imei ’.'lrben gelaii merden laiineii. omll nid! meine .'Inigabe^ sei», var ."ihnen ei» sargraliig a. ni>. i.•.te:v:|u’ienu;u lnlu’n, vielmehr »wdue id> in wenigen kr-.n:>i- ,.i,,i .'In -bind biiii.ien, wie nadi meiner uniuastgeblidie» ">emn Baiiiehii »»in 'beulen und schassen ei»;nrid»e» v!i'.'!, n» i'-et>ie iinseiei ,',eii. Es lau» nidn mehr gelingen, wen» a > aiiid> diemaiiidie ii-.ihrnng unserer t'lemrer nad> gedrnrkien l-.n-igiavliei: niiiere Miisian;» er'nllen glauben. Tie bhn'lt ,s, eine iindeie gemaiden. und in diese 'beeil Timiie;» bringen, das ■u bei ,',1'begiiis alle» lisi,die>s»lliiiigi Tanne der i>>esamlheil, raun, dem ein;el»e». Tad> nidu niu der Barsieher ,'lnsgabe isl -lueibei mii'.ilwiileii, es is> die Bilidu eines jeden, denn nidu "ii »ine >e»i»einde und wir, sander» eine ^diidjalsverbniiden ne t, iii'd :ii dViei Td'idsalsverbnndenheil siehe einer für den a» ie.n .Ueinei veridi.i»;e iidi Himer idmadem Egvismiis, lim sei»!>i'.!.big Ten ab-;nmal;en ans des '.'iadisien Tdinlier». Tdiaven wir -die 'k'ee.lansdi.iiiung .'Indersdenkender, aber lasse» uns nidu ui iveii abid'weiie» van den Ideale» unseres (>llan aeii-- nnb uns nidu;» men eniiedne» van dem Virt)te der Thara, b. nuit e•>' nidu 'uiiiei um »ns merbi'' Bielu denn je gili es, t>!al in inibem, leib;n milber». Vniii'i uns redu»eilig erkennen und heuen,' Hellen in bei '.i>abe, aber a»d> in der se-erne, wenn man an- Ihü;>!> bib.ll:»»,» geineinsiiibiger b'inridunngen, um sie Niid"„ibiii>aen bind» die si-abrniiie nnserer Tage. Und nadi einmal. Biingi Tanne in die Tiadl, h,ie Tanne b>- ,e-i'.eden-, die leider in unii'un duilti'u nidu immer idii'im, a!'ii'a!il mu iluei in H'ln bednrsei! 'leben ijj Tilbei, Tibweigen idald' Tad> was- 1111»! das Td'.i'eia.ei'b '.'l.n bas aeiiuadiene 'beari bringi vam Meusdie» nun Blennben »nb i»>a>ni »ns an;i> gemeinsamem Tn». Und a'ieb->n»>, was iiiiiii das 'bdi'U, lOen 11 ihm nidu Talen salgen^ Hub bie'e Taien in ans;ninli>en. wie sie ver;eiduiel sind in un nie» iaalidieii u'-ebeien, das iii der i.'ebens;med jedes Menidie», .»> Tu'li-ed: »11 iui indn nnlu um in der t'Ulu'it im iidi selb», in» bei» and' in de» Belangung;mu Heile der iUesaniiheil Und;.i dieuii 3.1 teit einem uns aiil'>maisen, das mage de»^ baialg bei beiiiiaev Tagmig 'ein' Tlreben wir dauadi, das; unsere blenicinden Träger sricdlirinn liriib.rliriK'ii ^»sammcnlcbciis seien, die lcnchlcn »liier den Bällern wie dio^Tternr des Hj„,nirls. Torgen wir dafür, datz unsere Gotteshäuser und Zchulen würdig erhalten bleiben und nicht zerschellen an der Strömung unserer Widersacher.. oördern wir die Einrichtungen, welch« dem Alter dienen und der fugend, .»tranken und Schwachen, Wittven und Waisen, und nicht zulrv» der Abwehr unserer oeinde. Pflegen wir die Stätten der .»tultur und Sitte, der Lehre und des Lernens der Erfüllung jüdischer Borschriften. Seien wir einig in der Wahrung von Accht und Freiheit. Ader kä.npscn wir auch, wenn die Stunde es fordert! Tiefes Halle id) für ein Wirken nnb Tdiafsen im Weifte uu lerer grasten und jdiwere»;»e.it. Und wer diese Warle aus die ,rahne sdireibl, die ihn jnhren soll;»r erfalgreidien Arbeil sin die itienieinde», sür das .1ndenlm»l und für die Menschheil, der kau», wenn er sein Werk vollendet und seinen Platz verlas;», ge irasi heimkehren in dem Bewnstlsein, nidn mir der Wegenwark, sandern midi der 'juknnsi gelebl zu haben, den» ' wer des Wum» Hai genug getan, der Hai gelebt für glle .'jeiien. Einer hun-ertjährigen. .«rer» i» einem kleinen ,‘vierten in der t>Iähe van Preszbnrg leb» in einem besdieidenen Hänschen, hundert jährig, irra» Tebvrah tttojenak, die Mutter nnseres unvergessene» Bremer tkiabbiners. Teil mehr als sünsundsiebzig .Iahreu -ift dieses Häuschen in ’.'iadas ihre^Well. Es nmschlos; ihr Wirken als liebevolle Waiii», als hingebnugsvolle Müller van r»ti~ liehen^.stinhevit, als nmsichtige Eseschäflsfraii. Aber wie mnszle diese srra» die enge» Wrenze» ihres Lebens zu weiten. »Ihre» Tarjgenassen, die sie an nmelligenz und Bildung weit überragte, stand sie mit :>ial und Tai in alle» Lebenslagen zur Teile. To war;. B. viele .lahrc der, größte.Teil der Briese, die Aadas ver- . ließe», van ihrer Hand geschrieben. Und zu Trägern ihres Wüuidieus und Wolle»» jenseits der ihr perjönlich gestertten engen idnmlirtH'ii Wrenzeu machte sie ihre Töhne. Tchwersier Lehenskampf, widrigste Umstände konnten ihren eiserne» Willen, ihneg den Weg zu Bildung und Wissen zu bahnen, nid)l beeinträchtigen. .'Iber als die .»inabe» zu Männer» geworden, wirkte in ihrem Wallen in der große» Welt Liede und btrasi der Mutter im flei neu Tars am srnße der .tlarpaihen. Mil edlem Ttol; und dort; in lieser Besdieidenheil saiuiuelte sie und bewahrt als kostbares Wut, was die Leitungen ihr über das "Wirken und Tchassen ihres Bremer Siindes beridUeie», ihres berühmten Tohues, de» sie der ganzen jüdisdien Welt geschenkl, und ihr '.'Inge strahlt, wenn sie von ihrem Tohne Max erzählt, dem in. ganz Ungarn bekannten Ehirurgen.xder Herne Ehesarzt eines jüdiidien .firankenhanses in Budapesi isl. Heule noch voller Anleilnahme und BersländtuS für die Aügelegeltheireu all ihrer Lieben, sieht sie als von den Be dinglheiie» de^.,;Jcit losgelöstes Bild der jüdisd)en Frau und '.'.'inner vor de»!dinbee» der nadlsalgenden Wesdilediter. .1» ihrem .greise sitzendi erzählt sie aus ihrem Leben. Lange Jahrzehnte vallei Biiihe, voller Arbeit merden lebendig, arm au alldem, was das Lebe» anßerlid) jd>ö» und begehrenswert;>l nmdjcu jdjeim, nlH'm'id) an innerem Wliirt, das erwadijen ist ans dem Bode» liefsle» Waliverlrauens und genährt wurde von,de>» Bewußtsein ehxlidtsler Pflidilersüllnng. Und so »ehmen and, hie Enkel etwas van der reinen,, sdilidilen birasl der Urahne ans der kleinen Torsschnle der Hnndertjahrigen mit in dicibewegte Welt von heute. Brenn holz (fein und in Kloben), Bettfedernreinigung, Daunendecken, Steppdecken, Dau,nen, Federn, Inletts, Ballonkissen <dp> 47^081), Matratzen, Teppichklopfen, Berühren von Stühlen, Möbelreparaturen, Näh- und Strickarbeiten, Waschen von Handtüchern, Segeln u. a , Lohnarbeiten aller Art. Arbeitsstätten G.m.b.H. Bremen (fr. Arbeitsanstalt) ft#| D Buntentorssteinweg 94,Telef Roland 528 und 6457