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Jüdisches Gemeindeblatt · 1930-04-15 · 7 (15.4.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1930)
Issue
7 (15.4.1930)
Date
1930-04-15
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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W-a* Pa* jaljlcnuiäftifle ••l'CiljaUiii-i Per. Drei bhuppen aitlangt, kam, man faflcn, Pap, meint in etuei £taP; eine reformiert«: uuP eine kouservaiive b> nippe Pejieln, minPejieu* Dici ouhoPoi;e bUnp peu ju jiuDeit jein meiDcu. 'Aatrrrlich und Putejormiencn b'nup pei, am icidiftcn, wie man an ilnen liuutPeu'Olieu iijuaflOfleu jetien fann: Per Tempel irmannel in Wemuut unD.Pei ^Uietjeu Warnen* in 2an fvianei*eo jinP 'iMaduPaiKeit nnP Pie fleipollte Einsaclilieit De* b>otte*Ptenne*, Per Pann ul'flebaiieu wi,P, ioun.Vjueu eigen tuuüiel) mit Piejem aupeieu '.‘lutmaue, fl Dev Pev Wetduum Pc* jaflcnainiien oiitioPorcn ^nPenatmp lieg! m (einen i'ienjdKM; hierin hat c* Uepeijlnji nnP giln an Pie DfiPen anPeven ohiipp.n oivaelo in t’lmcma besiaitdig einen inein van E>la»bigeu aD. ■l'öiiD Piejev;iujnom jer-t, wo Pie jnPijilie inuuMuPeniitfl gesperrt ijt, noch lange Pie Berlnite Peifen tonnen,\Pie Diese DeiPe.it bhuppen eileiPenif Ten» Pieje Bert »sie jiuP iaijadicu. Da* Pari inan zich »ich! verhehle», li* gibt in Amerika begneme '.Wittel, an* Pein ,'utPentum;n jiiehen nnP Poel) Pie anperen (vonnalitaten Per Be lehrnng;>t einer christlichen slirche.;>, veuneiPen, Pie ja. fitv alle nicht wirklich religiösen Menschen immer sehr peinlich jinP, Tie „Ehrislian Teianee" unP Pie „cäesellschast für moralische ,'tuluu" Dejihe» in allen wichtigen amentani|il)en TlaPien grosze, schone Tempel, nnP überall jiiiPet man massenweise ,'aiPen, Pie für Pie Thitagvgen so gnt wie verloren jinP, Man Hai einmal einen amerikanischen RaDDiner gejragt, wa* wohl in zwei bk'itcYatioucn an* Pen jnPijchen 'JJian’en geworPen jein wirP, Pie seht an* Pen vsienropaische» Echeno* herDeislromen. Er antwortete: „TD Amerikaner? i»an; Deslimmt. Tb FtzPeu? vielleicht". oÜ diese* „Bielleichl" wohl nur Pie EinlleiPung' für ein hosinnngsiose* '.Kein? li* Pvuctt auf alle Falle einen Zweifel ans, eine Unsicherheit, nnP e* wirft einen DennriihigenPen Tchal ten auf Pa* Bild von Israel in Amerika. ' An einer Tteile Per Propheten wirP von Dem P»r>1>Ivcherlen Tark gesprochen, in Pem ein Mann Tag für Tag seine Ersparnisse hineinsteckt, Tolange Pie täglich entströmenden.Weichtruner wenig sten* gleich gross si»P wie Pie Berlusie, Pie täglich Pnrch Pie Locher eiiljlehen solange erscheint Per Tack immer noch gesnlll. Tr-ie oder wird er a>i*iehe», wenn Pa* Fugebrachle eine* Tage* Pen Berluslen nicht mehr Pie BTaage halten wirP? Tie Anwendung Piese* DiDlische» Pergleiche* auf Pie amerikanische FnPenheit fand ich Der Israel FriePIanPer, Per sich viel mit Pen sozialen nnP lnlin veilen Problemen Israel* in Amerika beschäs:igi Hai. und f>er sich in seinem Hellen, vernnnsligen Tpiimismu* Pnräi Pie Pnnkleii Pnnkte in Pem PilP nicht beeinflnssen lieg. Ein andere* Mal werPe ich erzählen, ivariltn ich glgnbe, Pcch Piese grosse iäemeinschasi Israel*, Pie leb:, arbeitet, kämpft, sich. Pem moPenten Veben >vn*>upaffen sucht, ohne ihr alte* Erbgnl zu verleugne», reiche Hosfnnngen für Pie Fnkuusl erwecken kann, warn», wir volle* Pertranen, nicht nnr in geistiger Pezielmng, in sie sehen Pnrfen. Spnagogengemeinüe und jüdische Volksschule. Bon V. ,B n ch h e i m ,• Lehrer (Essens. Ter. seil Fahren nnanfhaltsarn fortschreitende Wiedergang der jüdischen Allein nnP Wkillelgeineinden hat neben auPeven Folge erscheinnngen auch die bedauerliche Tatsache der Auslosung so mancher einst blühenden jüdischen Bolkssdnile gezeitigt, eine* Ainllnrfaklor*, der s>ir da* jüdische Lebe» in der WemeinPe von ausschlaggebender PePentniig war. Haue Poch eine jüdische Poll* schule schon wegen de* iveiiig vorkommenden Lehrerwechsel* eine gewisse Tleiigkeil in Per Entwicklnng »nP im geistigen Leben der biemeinde zur Folge. Fast an*schlieszlich> in biroszgemeiirPen bestehen heule noch jü Pische Polksschnlen. 'Man sollte deshalb als bestimmt voran*- sehen, dasz in Pen bicmeinPcu, in Denen noch feine bfjontlieli indische Polksschnlen bestehen, wo aber die PorbeRngiingeil zii deren Errichtung gegeben sind, intit auch solche in* Leben gerufen würden. Tem ist leider nicht so! 'TLarrun? Tie össentliche-jüdische Po!k*schu!e m»sz einen stampf nach zwei Teilen hin alistechten: Tie Esegiier auf der eine» Teile stehen grnnPsählicb ans Pein Poden der lhenieinschasl-sschnle ii»P glaube», e* mit ihren birunP' sähen nicht vereinigen zu können, s it r die Erriclilung von Ion kessionellen Telmlen einznireten bzw^ ihre stinder in eine jüdisch konfessionelle Pollssclnile zu schicken. Pei aller Anerleniinng der Tlellnngnahme zur igomoinichastsiclinle m.nsz Pemaegennber rach Prncklichst betont werden, Pas; im Freistaat Prensze» -- und hier handelt e* .sich ja »nr n»l - Pie tonfeiiionettv Boll:- schnle g e s e h l i ch festgelegt ist, und das; in absehbarer;’,ci: feine AenPernng dieser gesehlichen Porhällnisie einlreieil wird. E* ist ferner zu bedenken, Pas; Pie Anhänger Per i^emeinickiafissclinle, also Pie >k>egner Per sio»fesjio»*sck>nlen, ihre MinPee lrohPem in.fon sessionelle Pollsichnlen, 'tiämlith in ch r i it l i äi konfessionelle Polksschnlen, schicken, in Tchnleii, in denen der gesamte Unterricht von christlichem bient Pnrchlränlt ist. CPci ivird vielleicb: eine Tchnle schon allein dadurch;n einer »'■iemeinfeliaftviibu 1c, Pas; üe von einigen jüdischen MinPeu, befuelit wird? Eine blemoiitidintVschule ist eine Tchnle, Pie snr MinPei aller Monfeiiior.e.n Veiiimmt iii, in Per Lehrer aller Moufcifuuicu Hüter rieb; erteilen, der irrt von jeder konfessionellen Färbung ist, nti: Ausnahme des Weli gionsniilerrichl*, Per fiiv jdde sionsesüoii'gesondert ftattfinPet. Ten artige Polksschnlen haben wir hier nidit. Boenn' wir schon unfeie SlinPer in konfessionelle Poiks'chnlen schicken, warum sollen nnP wollen jüdische Ectern ilire simd^r nicht in indische Polksschnlen '»liicken?! - Ein zweite* Monien:: >'ierade an* Pein Prinzip der bi l e i äi b e r e cl> 11 g n n g heran* minien Pie Tvnagogengemeindeir an die Aiommnuen zweck * b inricknung indchber Polksschnlen herantrete» Uad druun* i'U -fib*uf;ttili ebne tu Pieiem Frchtmmenli.rng .ras andere >'ir>inde einzngehen, wa* in lauem spateren Artikel ge icbeben witd ans Pte b i s a l> >' n n g * tatiackie hingewiesen wer Pen. Pas; manchina. jriPri>be stinPet anklebteii nnP ansatmeten, als üe durch Umzug, Uinschulung n'w. Pen PeiPerwaLtiglerten, denen tie al* j » Pt i cki e Tclmler ansgescht 'waren, entrinneii konnten uuP in einet jnPisckie^ Pollsickiiile Ansnabme janPeii. i'ianz anPerer Wat.ir sind die brioagaiigep, von Penen sich Pit; i'iegner Per anPeien Teite tu ihrem körPetiianP gegen Pie Eiirtickr trrrrd oisentitch jrrPricbcr Pollsjchriieir leiten lauen. Tie glauben, Pas; der jrrPijelie Lehrer-in eurer osseutlichen Pollsjchrrle » rr r der siaatlicber: PehorPe gegvnnber verantwortlich sei, Pas; Pie. jüdische Er^iitickiast auch nicht Pen geringiien Einslni; habe im Beiriebe einer deraltigeib Anstalt, nnP da» sie deshalb i» Torge fei, ihre stiiiPer lvnrrterr rn relrgioier brnncht TclraPe» erleiden, wenn >te er ziehetiicli uitP »nteirichtlicli rn eurer PTerse beetuslnfzt werde», Pie iiicht dem 'könnscli nnP Pem LLillen Per Eltern entsprich^ Fsl dem wirklich so? Fst in einer oifentlicli jnPinhen Poll*sck»ile wir! lich Per jüdische Einslnjz ansgeichactet? L det gibt e* vielleickil Poch Firsiitiitrorren, die der indischen Elternülrait einen genügenden Ein ilui; gewahre»? Fa, e* gib! solche! Ta ist I. die Tchnskommiision. Pie' jede Tchnle lnjiht ri»P Pie Pie Aufgabe bat, bei^jeder Ttellenbeiehnnii Per TiaPtsclnildegiilalio» Pen »>t genetimen Leinet votziiichlagen. Tie Tchnllommiiiion seht sich zrriammeir an* dem z>riianPige» Tchrilrat, Pem >he»ieinPe rabbiiier, dem Tclinlleiter, einem oder meiner eit Mitgliedern de* Lehrerlollegini»* und c>n* inehreren 'n>>igliePern Per T»nagoge:i gemeinPe,. Pie TtaPticliiilPeputalion, in Del laut Tcknilnnterhallnngs geieh ein i^enreiirderabbiuer Tih n»P Ttimme bat. Tas; Pas Peort de* Wabbiirer*. besonder* i» Fallen, in .Denen es sich um Pie inPi’ebe 'Po.lechnle bandelt, von ausschlaggebender Bedeutung ist, lieg! ans der Eaiid, :!. der Elternbeiral, der an jeder Tchnle befiehl nnP von zwei z» zwei Fahren gewählt wird. Fn seine» Ansgabenkrei* fällt Pie Behandlung all Per Fragen, Pie mit Pem Lebe», PUrlen unP t'ie PeiDcit Per Tclmle verlnttpst nrrP von allgemeiner rind grunPsah licber Pedeninng sind, 1. Pie Ellernversammlnug. die mehrmals im Fahre zrifammen tritt und in der alle* besprochen und verhandelt werPen kan», was Pem TöohlecPer jndisclien Fugend Pienl. E* kommen aber noch sehr beachtliche '.Womente Hinz»: Tle Arbeit de* Lehrer* vollzieh! sich ui»» hinter lierinetiid) verschlösse neu Tnren. sie sieht lierrte stanz un F,eichen der T essen.tlichkeii Feder Pater, jede '»inner fann »ach vorheriger Pereinbärnng mit dem Lehrer dem Unterrfchi beiwohnen. ' Tazrt lommen i» groszeren Tchnlshslemen gegenseitige .Mlaiienbefttdie Per Lehrenden und Besprechungen untenulit 1 tdier und erziehlicher Frage» in den allinoiratlich stattfinPenden T»sle>ri!o>rserenzen. FglsartunensaiienP lann. somit gesagt werden, dass, abgesehen von Per niclu zu »nterscliahenPen BePentnna der Persönlichkeit de* jnPischen Lelicrer*. durch die oben angeinlnten .Zniiiiniionen und joniugen iilntiiiitioit Masznahmen Per jndi s cl> e Einslns; in vollsier» '.»iasze gewahr leistet iii, um unsere iiiPiiäie Fugend nicht uni;n neuen, Pentjcheir Tta.rtsbnrgern, jonPem a»>h;n fluten Fciiden zn erziehen. Der Bericht üer SKaw-Kommijsion veröffentlicht. dir iininiNrlbaren Ursachen Per Palägina-Unrnken im üngml Die cehnlP Pro Brokiiniifti »nP Per arabischen *£xcFuiipe. ' Am '»iontaa, Pen U :»>»:;, abend-, ver,>>sen!iichte die bri tische :>iegiernna Pen Bericht per vc>n Ttr BTalter Tbaw gesnlirleii britische» parlam^ntarib.hen llnteisuclinua ■ 1;mhntiiiitt snr P.rlä ftina, die in den lchnen Monaten de* Fahre-.- rind zn 'B'ginn de* Fahre* in!» in Palaiuna geweilt. Tn und Ttelle ErHe bnngen über die nnmittelbaren lli'ab. si der Unruhen im Angnsl l'.H-.i uiigesiellt urP zablieiclie von P. >., Weitteiiiua lv.e von jndischer »rrd arabischer Teite i'-amban aema>l>te F,e»>te:t vernommen hat Al* Unmittelbare Uc'achen de* A»-brn>lie:-werden angegeben I. Ente lange Weihe von i'.wisch.ensallen..rn Per sll.rgemaner, so n. o. Pie jüdische Temonnration am Angiii'i und Pie Tätigkeit Per mohammePantsclten igesellülraft z:im Tckniice Per sllaaemaner •J. Arishehende dl>11>cl in melneiei: arabischen 'Feitunaen, aber auch in einer juPtichen T ege-.-Zeitung. V T ie 'verhebende Propaganda, Pie Pie arabische Preise uuP ,u llunhe Agitatoren uutei der arabi üben Bevolkeiung getrieben Haben l Tie nutet den Ar >l"'in entiiandenen -'Pciccigniise in P. ibii'dung rni: der b rweite>uiig Pe.t Fcewi'H Agencv .' Tie lfnz».anali>l>!>:i Per militarischen Ttreit lraite und Pu* Fehlen einer zrrverlangen Polizei. i>. Ter bri den Arabern entiianPerte i'ilanbe. Poch man Pte Entscheidungen der Wegiernng durch eigene .'lttionen beeuttluise» könne.

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