Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 15 (1.11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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auf die heute ganz Europa blickt »och ei» dritte-Z Mal aus getragen werden wird. Aber nickt in Tirol! Der .Norrespondent der „Possischeu Leitung" Tr. Niärard Hukdsckiner sckreibt: „Philipp .Halsniann. der beste, liebevolle Lohn, ist wegen Totschlags am Vater ,z» vier Jahre» ichtvere» Werkers verurteilt. Nicht nur sein Leben ist ausgelöicht, iou dern auck das der Mutter und Lchwester, Tie AtniospKäre dieses Landes, alle die »ntoiikrollierbareu nnterirdiicln'n Ein sUisse, die auf die Geschworenen geivirkt liaben mögen, sie haben den tapser »tänipsenden, der schon a»i den Lieg Kossen durfte, »och zu Tvatt gebracht .. Lechs Wochen lang ivaren die hicschworeuen nntontrollierbaren Einivirknngen auSgesep». Bäuerlictp' und kleinbürgerliche Leute. Was mag alles aus sie eingestürint sein! Wir wisse» von einem uanzelredner, der in dieser Zeit in einer Innsbrucker Airciw vom Ieinde des btnvissens gepredigt Kat mit deutlicher Anspielung aus den Vatermörder. Tie tausend Gläubigen, die die Predigt Körten, verbreiteten das Eist iveitki» ins Land, .trugen es vielleicht auch in die Leele dieses oder jenes unter den Eeschworeuen. Lieben von zwölf stimmten mit schuldig, nur eine Ltimnie fehlte zum Freispruch... Tie Lache »ins; heraus aus dieser Atmosphäre.. " J\m öer Gemein-e Bremen Tie nächste Ausgabe des Jüdischen (^cincindeblattes erscheint am 15. November. Redaktionsschlnß ll). November. Beiträge für den lokalen Teil sind „an die Lchrisllcituiig des Jüdischen Äenicindcblatts, Bremen, ttartenstratze 7", zu senden. l 7.'T( 16*' Gebetzetten der Israelitischen Gemeinde Bremen. nMKMlKt 1930 SH«c</IRae*ef*iMM M#o 1.,-ilsr.l.Ts.luw /, uuminci '■i-iz mir cphonisdic liesiellrmgc:»: Domslieitli: iS-SSS. AUGUST TRAU PE« BREMEN \\, ikMüiii n Nu i >i*atiin;iikmiisi emi'T'i'MIt sich zur Anfeni .unirvoMtinth'h* kmiiuun nach 'Jul l‘il|.\VÜ:fon. t U'"l H'ICU* h il Le* La»»« i; U i - n s tu r i», l-tii dlrnMi nL><<.:: Üs crhol/.er Ih c s i. .*>. Fernsprecher Hanse 576 Wo lieustaot ' inn. Karl u sensu IVflikcnstr. 27, 'lcl«ph. Kol. 5-V2 kaiifo idi meine Konserven mul Lebens» mittel am <*ünsti<*sten ein? ' la Konserven, Kolonialwaren und Spirituosen. Lieferung trei Haus. Eduard Alexander, Bremen l\i!k«nslrafu> I' Telephon Koloml cl'* Schlachterei und Wurstfabrik empfiehlt Spezial*.\ufs(lmi!l, sowie Wurstu«iiin mul < ufltV el Herstellen von l’lnttcn zu Riler t iek* -cnheit. 4°fhr^ Wremen 4$rraU_ Oafewortfriwixg S?. Bettenhaus Gerha Di« Lpcndcn-Aktion am Bersöhnungstagk hatte folgendes Ergebnis: Lynagoge, 17 Lpcnder: Ai.öii Mark, Union: 32 Lpcn« der: TIM, Mark. Iugcndgchtcsdirnst. ' Tie Eltern der schulpflichtige» minder iverden ersucht, daraus hinznwirkcjn, dag sämtliche Lämler und Lchulerinnen der Neligiousschnle am Labb.u,!' '.'tovember. pimkilich lU.:!t» Uhr .am Jugend täonesdieni'l leilnekme». Beschtverden über Zuteilung von Plätzen an den Hohe» Feiertagen lassen vermuten, dag v.iele Mitglieder b;w. deren Tamen sich durch die unregelmäsüge Numerierung in der FraucuAäalerie der llnion irritieren lassen. Tie Nummern lau seil nicht von Nr. I aus, sondern beginnen in der ersten Vorder reihe rechts mit Nr. l l und endige» mit Nr. Tann folgt die gegenüberliegende linke Leite mit '.Nr. i'.i bis Nr. H>7 und daraus die erste Ncihc Mine von Nr. I7> bis ii!. ■ Teiueuisprecheud korre spvudicren die Hintere» Neiheu wie folgt: 2 NeiKe rechts Nr. 17:5 bis 'Nr. 212. NeiKe links 'Nr. I >:» bis Nr. Iti>, 2. NeiKe Mine Nr. 172 bis N'r. I7,tt. Tie am Eingang befindlichen Pl>rvc der I. und 2. Neihc rechts ('Nr. I bis 12 und Nr 2! I' bis 2l>7,l bleiben für Fremde reserviert, während die NeiKe» :i bis s der 'Mitte für junge Mädchen und Lchulerinnen .freigelassen iverden Trog genauester Aufstellung des Plans werden sich Fehler nicht vermeide» lassen, weil '.auswärts Heiratende es meistens unterlassen, ihre junge Frau int olelneiiideburo anznmelden. Hin;» ko in ini die Unsitte, das; ruckiicktslos falsche Pia ge eingenommen werde», wodurch das Büro leicht in den Verdacht gerät, junge Tamen gegenüber ältere» bevorzugt zu haben. Tie (äemeiudeverwaliuttg ist aber nicht in der Lage, die rechlniäszige Benutzung jedes Platzes uachprusen zn lassen und musz sich aus den guten Willen und die täesitlnng der Mitgliedschaft stützen können, ans deren Mithilse bei '.'liiiretklerkaliung der Lrdnuug nicht verzichtet werden kann. Wohlfahrtsbriesmarkcn haben ab I. 'November zum Frei machen sämtlicher Postjendnnge» länltigkeit. Ter Wohlsahrts ausschlag ist gegen srnher äustcrsi gering uiid beträgt z. B. bei der ."> Psg. Marke mit dem Brerner Wappen nur 2 Psg. Alle im Wohlsahrlsdienst Tätigen werden ersucht, den Vertrieb der Wohl fahrtsbriesmarken so viel wie möglich fordern zn. Helsen. '.'Ins die heutige Bekanntmachung des Indischen Wohlsahrtsamles sei be sonders ausnierkjam gemacht. Tclcgirrtcntagung der jüdische» Fugcndvcreinc. Tic dies jährige ordentliche Telegiertenlagung des Nordwesldeinschen Be zirksverbandes der jüdischen Ingendvereine Tcuischlands findet am Lonnlag, in. November, in Hannover stäii. (Ersucht werden: Adolph Boehms. IS Jahre alt, früher rufji scher Ltaalsangehöriger, und Abrain Noc Tnrko, ca. I.'i Fahre alt, geboren in .ltonskie, Sireis Nadoru. Lachdienliche Meldnnge» wolle man au den Fiirsvrgeansjchns; sur jüdische Turänoa»derer,' C4arlenstr. 7, richten. Nachlicserung nicht erhaltener Nunimer des „Indischen (äe nicindebaliles verlange inan stets vom Briejlräger: das «äenieindc büro ist nicht snr die Nachlieferung zuständig. 'Nur solche (äe »leindemitglieder, die das läenreindeblan »och niemals erhalten haben, wollen ihre genaue 'Adresse dem täemeindebiiro aufgeben. Wirtschaftliche Liste des „Ltahlhclm". Herr Ltio Teich »lall», Tentist, Herdenlorsleinw.eg l -2, teilt mit, das; er ohne sein Wissen und seine Einivillignng in die Liste aufgenvninie» worden ist, obivohl er sur eine derartige Lache nickt;u haben sei. - Tie Firma. Fr. H ellvoigt, Feinkost, Faulenstrasze 12 I l, hat dem „Ltahlhelm" mitgeteilt, das; sie »i>bi wieder in der Liste erscheinen möchte. Vortragszyklus ii» ZLiuterhalbjahr. An vier Tv»»e»slagen in Abständen von II Tagen,', beginnend am Tonuerstag, I l. No vember, 2l Uhr, im Lehrsaal des Jüdischen »iruicindehailscs, täartenslrahe 7, plant Herr Nabbiner T>. Aber die Abhaltung Zeines Portragszyklüis. Hierfür iverden folgende Thenicn zur Ans (wähl gestellt: l. Tas Heimalrechi der deutschen Juden. 2. Tas Erbe Mojes Mendelssohns. :>. Juden >tnd Araber im Wandel der Zeiten, l. Tie täruudznge der Eil>it des Judentums. 'Auch andere Themen können ans dem sireiie der täemeindezugehörigen in Vorschlag gebracht iverden: besonders iveiden die Vorstände gder Vereine um Mitteilung ersuilit, ivelche Themen ihnen be sonders erwünscht wären. Um den Voriragsziitlns ivunschgemäs; zur Turchsuhrung z» Ebringen, findet am Mntwock, >>. November, pünktlich 2n llhr, keine Vorbesprechung im Lehrsaal ttäanensirage 7t statt, zu der I alle (äeuieindemitglieder. die sur, jich wie sur ihre Angehörigen Interesse an dem Zusiandelommen des Vortragszyklus habe», rvor allein die tärnppen der schntenilasienen Jugend, hiermit einn geladen iverden. Zwölf Leiten .stark winde 111111» täemeindeblan erscheinen ■ können, wenn der 'Zerlag als täegenleiiinng sechs Leiten Inserate erhallen winde. Leider schlieszem sich immer noch einige prvmi ncnie jüdische I-irmen von der Erteilung vbn Ioisertions Ans trägen aus und verhindern dadurch die Aiisdehnung l)es täe meindeblaiies. Tie täemeinde Kai von der Isiseraten'Znwcisung leinen finanziellen Vorteil: nur rvnrde die groszcre Inieratcnzahl eine grössere Leilenzahl des Indischen «äemeindeblanes crmög lichen. 15Halfan bcrrschith. Ter anlas;!ich des Lrmchas Thora Festes mit der Wurde eines Ehaiia» bereickiih bedachte Herr 'Vezalel Margn lies bittet die räerneindenniglreder, >,m Labbät bere 4995^^75