Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 15 (1.11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 75% known words query
- IRI
…/4916913-5966047-5966077--143-4917038- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
icübeit ‘ii'i’fl im Die •Ja'iit'dcl'uiui Dei^ jüdischen (Nmeinde zu ovbi'ii. ■ i ' l; ipiitv |»Di»be .'wukiiMkiiiuhabe» bislang Die ('iemeiuDeu VMinl'iini, .'tollt, .'touuu-l'eiit, 'JL*iaiii-tt—trmt)c11 miD Jviirt) D.nb enubtVi T niieldors, Eisen und andere i'lemeinden sind aiti - D.'in beite» ioene Do^ii ’iöie loiiiH' U'ill 'M 1 e m e n noch iuvuef iiehe»V ' M 'JJi. ^üöifthe Nachrichten. Simon Schocken tödlich verunglückt. Berlin *.'niVI.> ('ivoRe Teilnahme wendet sich überall i» TeutschlanD Dei ,'vomilie icborfe» zu, deren ältestes Mitglied, Herr M illion ichorfeii.y 'J.'iiU'eiinmDei' imD 2ciiuncbeT Der Firma XY idiocfen cobiie uiiD Der MontinanDitgejelljchasi schocken in;Jn’tef.in, 001 eiiiiiien-Iiitie» auf einer Anlosahri in Schlesien ver »nglnat unD in einer berliner Privatklinik seinen Verlebungen erlegen i{i. Ei Hai ein Alter von .">r> fahren erreicht. Herr Lat man» idioife», PlitbegrnnDer nnD Mitinhaber Des Tchockenkon zenzs. Mitglied Der- Wl> lichasisrales der Zionistischen Weltorga nijaiioii. Der mit ieinein verunglnlflen Bruder in dem gleichen A»lo iah. kam tyit nur leichten Per lehmigen davon. Ter ver iioibene Heu Limo» Tchoeken Hai es mit seinen Brüdern veriianden. Das verhältnismäßig kleine Llamnchans Urn schocke» in Zividan;n einem dedeniende» Warenhguskonzern mit großen Filialen in sächsische», bavrische», ivnrtleiNbergifchen und prenßi scheu ntioh und Mittelstädte» ausznbauen und den großen Nnj Des Hauses schocken zu begründen. Er betätigte sich mich inten iiv am ieligioien und soziale» Leben des Deutschen IuDentnins und war sen HvunDuiui der jüdischen Wemeinbe Zwickan vor I" Jahren einer Bor sie her Dieser i'kmeiitDe. (fr war Mitglied Des P>o Palästina Moniilees nnD Des Deutschen Initiativkomitees iur Dir Iewijh Agener, und wandte größere Lummen dem Paläslina Ausbauiverk und dem jüdischen Wohlfahrtswesen;n. Er u»:ersiuhie Das TieDlungsiverk Des Neichsbundes jüdischer Front ioldaten und das Chalnziverk, indem er einen große» Teil seines Privalgules Der Ansbildnng jüdischer TieDler zur Verfügung stellte. Spnagogcnschändung in Elbcrfelö im Zusammenhang mit der Propaganda für das Volksbegehren. Berlin, i,'eT'.'(fi Ter „Well am Nlontag" wird ans IflberfelD telegraphierl: (fine» gemeiiten Bnbenslreich führten >e>tnsradikale .'kreise n> der Nacht zum TonnabenD, N>. Cftobcv, aus Die Elberselder Thnagoge aus. Unbekannle Tciter beklebte» die Türen des Gotteshauses mit Blakaten siir das Bolksbegehren, beiuDelien die Treppe mit Mot und beschninhten in richtiger (fr kenulnis des Wertes ihrer Flugschrijlen die an die Türen rnge klebten Flugblailer ebensalls mit Mot. Tie Tater konnte» unerkannt enikoinnien. Tie Ermittlungen sind eingeleitet. Zranz lvepstss Austritt aus dem Judentum. Wien. lITLt.i Teilens der Wiener Israelitischen Kultus gemeinDe wird dem ITA. Berireter mitgeteilt, daß der Tichter Franz Wersel offiziell seinen Austritt ans dem Judentum äuge meldet Hai. Tiejer Tchriu Frau; Werfels hat in der Wiener indischen Ceneutlicbfeit umiomeln Aussehen erregt, als der Tichter vor nicht langer 'zeit tut Zusammenhang mit der von jüdischer Teile geübte» abfällige)! Mrilik an seinem Trama „Paulus unter Den Juden' in Zuschrisleu au jüdische Zeitungen sein jüdisches :>>ationalbe>vus;tsei» besonders betonte und sich scharf gegen die Berdachligung ivandle, als ob es ihm nicht eruch um sein Iudesein wäre. Bisher war eine Feststellung nicht möglich, ob Wersel Tissideni geivorden ist oder ob er durch Taufe ein christliches Be kenulnis angenomnieu hat. Mahnung an die jüdische Kaufmannschaft, sich gegen den wirtschaftlichen Bvpkvtt zu wehren. Berlin, i'ei'.'l.t o» Csnabruck hatte kurz vor Weih nachten l'.l.'s der Nationalsozialiilensührer Tr. Marxer ein Flug blall herausgegeben, das scharfen Bohkott gegen jiidisäw Mansleiue propagierte und sogar in einer Tkizze sämtliche in den Hauplsiraszen von Lsuabruck ansässigen Hilden mit Nanlen be- . zeichnete. Ter (fentral Berei» de»l>cher Ttaaisbiirger jüdischen i'llanbens naittn sich der Angelegenheit an, die beleidigten Ariden stellten Tirasantrag gegen Bersasser, Herausgeber, und Verbreiter der Flugblätter. In der ersten Instanz ivurde Tr. Marxer nur zu äu Mark i'ieldslrase verurteilt, >veil er einen der finden herrbivurdigend „Mavalier" genannt Halle, im übrigen ivurden alle '.'lngeklaglen sreigeipröchen. ('legen dieses. Urteil legten TtaatS anwalljchast und Bebeukläger Berusniig ein. ^n der Berusnngs ‘ *>* •i BoiiiehenDe Tone sind eJiiote aus einvi von der zieiiiral Wohlsahrtsilelle der deutschen Hilden herausgegebenen Tchrisl „Tchassi Indische fugend und ('-emeinde 'öeime". Tas erste;>itiit ist der Tchluß des 'Tluüabes von Baula Tllendorss Breslau, der ziveilen Boriivendeu Des Indischen srranenbuudes: das ziveile ->iiat ist dem .'tusiah-von Taniiaisrai Tr, z'llsred p^ldschmidt, Tekreir.r Der ('lroszloge fitv Teulschland UTBB, entnoiftritonDas diiike -jiial stammt von .Trip Tänvatzschild Tiisseldorss dem ('!e schastssnhrer des Berbandes der jüdische» ^ngendvereind Tenisch lands. . Verhandlung, die am 18. Oktober vor ver Großen Strafkammer in rTsnabrink stättsand, erklärte Tr. Marter, die Nationalsozialisleu rufen alle Christen zum Wirtschastskampj gegen die Juden auf: die Tlrt der jüdischen Weihnachtsreklame itelle eine Berhöhnillig des (fhrisientnms dar. Ter Vertreter der Nebenkläger: Nechtsawalt Nahardt, fnhrte ans, die sylugblätter richteten sich nicht gegen ('lroßbetriebe im allgemeinen, sondern gegen alle In den. Nechtsanivalt Tr. Mrombach l(fssen>, Mitglied des Haupt Vorstandes des CB., erklärte, die Nebenkläger sühlten sich nicht als Hilden, sondern als Denrsche Ttmitsbürger beleidigt. Rechtsanwalt Tchehdt, der Verteidiger Marizers, verstieg sich zu der Behauptung, daß man den Vertrag von Versailles einst „Vertrag von Jerusalem" nennen würde. Nach fünfstündiger Verhandlnug fällte das Wericbt das Urteil? Tr. Marter wird zu Mark, Hillebrandt z» Mark Cseldstrase verurteilt. Gegen zwei nicht erschienene i'lngeklagte wurde das Hauptverfahren abgetreunt. Palästina-Nummer -erJeitschrist -es DeutschenKalifpnöikats Berlin. (?,TTl.i Tie von der Wissenschaftlichen Abteitung des Tenlschen Mali-Tlindikates, Berlin, herausgegebene Halb- , monatsschrist „Tie Crnährung der Pflanze" ist in ihrer Nummer vom lä. Oktober ausschließlich Valästiua gewidmet. Tas Heft enthält »eben mehr als Tlbbildunge», Marteuskizzen und gra phische» Tarstellungen Ärtikel über „Tie Boden Palästinas" von Tr. i'ldolf Neifenberg lvom chemische» Institiit der Hebräischen Universität in Jerusalem) über „Münstliche Tüngung in Palä siiua" von Tr. Paul Mrische^ über ^.Palästinas Trangeu Miiltur" von Tiplom ikandwirt C. Ltägmehr und schließlich statistisches Material über den Verbrauch künstlicher Tüngemittel in Palä sliiia. Geht Luke? e r u sale m. lITA.) Es verlautet, dag der Chefsekretär der Palästina Negierung Herr Luke wenige Wochen nach Eintresseu der Uiiiersnchungskomniission in Palästina einen läitgereu Urlaub antrelen ivird. Tagung -er Exekutive -es ll)eltverban-es fü-ifcher kzan-werker in Berlin. Berlin. (ITA.i Im Beisein des Vizepräsidenten, des Tejmabgeordneten Ch. Nasner (Warschau), und der Berliner Präsidiunismitglieder fand eine Tivung der Exekutive statt, in der der Arbeitsplan für die nächste Zeit besprochen wurde. Hierzu wurde beschlossen: l. Ten Verbandsrat im Tezember oder Januar in Berlin einziibernfen. 2. (fInen Werbeaufruf in zwei Tprachen zu versenden. :t. Jur Erlangung statistische» Materials über die jüdische Handtverkerbewegniig und zur Menntnis der Verhältnisse in den einzelnen Ländern Irageboge» zu versende», l. Eine Pressekonseren; in Berlin einznberusen. 5. Prominente Persönlichkeiten für den Verbandsrat zu gewinnen. 6. Probeausgabe einer Zeitung, die in zwei sprachen erscheinen soll, herauszilbringen. Ein jü-ischer Erfolg bei -en Parlamentswahlen in -er _ Tschechoslowakei. P r a g. (ITA.) Am Tountag, 27. Oktober, wurde» in der Tschechoslowakei die Parlamentswahle» durchgeführt. <>0000 jüdische Wähler in der gesamten Tschechoslowakei schritten zur Urne. Tie ans die vereinigte jüdisch-polnischq Liste abgegebenen Ltim- »len sichern den Juden nach den bisherigen Feststellungen miude slens ein Mandat. Als gewählt erscheint der Präsident des Indischen Nationalrates der Tschechoslowakei Tr. Tinger. Äußerungen -er Berliner presse zum tzalsmann-prozeß. Berlin. ITA.) Auch die grafte Presse in Teutschland nimnit in tangeren Aniteln zum Urteil im zweiten Prozeß Halsinann Ttellnng. Ter Wiener Morrespondent des „Ber . liner Tageblatt", Heinrich Cduard Iaeob, schreibt: „Wenn man 'biösen v'-ejchworenen znrnje» ivnrDe, daft sie ans Erziehung und politischer Nichtnng ein Fehlurteil abgegeben haben,-fo würde» sie diesen Vorivnrs ablehnen, weil sie selber wahr ia:einlich gar nicht wissen, wie sehr ihre Erziehung und il>re politische Nichtnng das Ertennlnisveriirügen bei ihnen . ver dunkelt hat. Auch wer nicht daran glaubt, daft in Iiiiisbrneker Nechtskreisen eine Verschwörung stättgesunden habe, um aus die Voltsrichter eine» Tenet in Nichtnng einer Verurteilung anszuiiben, der ivird nicht leugnen tonnen, daft ein inoffiziellei- Trnch durch Wochen hin bestanden hat. Welche Atmosphäre herrschte ivieder in Iuusbruch! Wieviel Drohbriefe hatte die Post ivieder »inlierzutragen! .. . Nie und nimmer ist in diesem Prozeß dem Angeklagten: uns, der Welt seine Tchnld bewiesen worden. Trog der ungeheuer wichtigen Tatsache, daß der Vater beraubt ivvrdeu ist, trog allein hat das (Neri.k.t die Naub Nlordtlieie lallen lassen und den Toh» «bei dem inan des Vaters Geld nicht fand wegen Totschlages verurteilt. .. Ein schwerer, ein höchst folgenschwerer »»nstsehler der Prozeßleiinug ivird es erinöglichen, daft die Tache Halsmann WlenerBäderel und Konditorei Berthold Gröger Bremen,0»terlorsslelnwe#77, Telephon Domsheide 26429 Ich mache höflichst darauf aufmerksam, daft ich zur IIcrstcllung der Waren nur die beste MolkcrebButtcr verwende