Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 14 (15.10.1929)
- Date
- 1929-10-15
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Wer zu Haufe kein Jahrzcitlicht anzündel, hat Gelegenheit, gegen geringes Entgelt die Gedächtnis-Licht-EiuriHtung in der Synagoge zu benutzen. — Anmeldung beim Gememdedlener. — Wer Fahrzeit hat, pflege den schönen alten Brauch, sich im Gedenken an seine Lieben durch Spenden an unsere Gemeindevereine sozial zu betätigen. Wäschehaus Fink Obernstrafye 33 liefert Qualitätsware zu kleinen Preisen Komplette Braut» und Baby*Aussteuern Bremer Nachrichten. Di« hohen Feiertage und mit ihnen das Laubhüttens e sl rufen jedes Gemeindemitglied auf zur Besinnung an seine soziale Pflicht. Wer verhüten will, daß ein Durcheinander die Kräfte zersplittert, der gibt nicht nach Gutdünken, sonder» übt dadurch richtige Wohltätigkeit, daß er sich in das große Ganze der organisierten Wohlfahrtspflege einfügt. Letzten Endes treten die meisten Ansorderungen an die gemeindliche Fürsorge, an das „jüdische Wohlfahrtsamt" heran: daher müsseil die in ihm vereinigten Zedakay-Chewraus in erster Reihe die Stellen sein, denen der Opfersinn der Gemeindemitglieder seine Gaben zuwendet. Ter heutige Aufruf des Jüdischen Wohlfahrtsamts sei daher besonderer Beachtung empfohlen. Bericht« für das Gemeindrblatt sind stets zum Gemeinde büro zu senden. Ter letzte Termin für die Einsendungen steht in. der Regel am Kopf des lokalen Teils vermerkt. Es empfiehlt sich, die Berichte rechtzeitig eiiizureichcn. Bestellungen auf eine größere Anzahl Exemplare unseres Gemcindeblattes köniien nur dann ausgeführt wrden, wen» sie vor Drucklegung aufgegebeii werden. Unterrichts-Ebteilung. Gibt es in unserer Gemeinde noch Kinder, die ohne Religions-Unterricht aufwachscn? Zn jeglicher Auskunstserteiluiig ist die Leituirg der Religionsfchule (Gartenftraße 7) jederzeit erbötig. Kalender.des Jüdischen Frauenbundes. Pünktlich zu Rausch Haschonoh ist' der illustrierte .Kalender erschiene» und wird in seiner schönen und praktischen Einrichtung für alle jüdisch intee cssierten. Kreise ein willkominencs Geschenk sein. Bestcllungeii können im Gemcindcbüro aufgegeben werden. Laubhütte. Während des am 16. Oktober beginiiendcn Sukkoth-Festes steht die im Synagogenhos errichtete Laubhütte zur Berfüguiig der Gemeindemitglieder. Kidduschwein kau» zur Aujbewahruna im Gemeindehaus abgegeben werden. Am Donnerstag, 24. Oktober, findet das Hoschannah rabba-Lernen um 21.30 Uhr in der Laubhütte statt. ' Jüdische Jugend und Frieden. Rachdcm kürzlich der Jüdische Friedensbund (als Unterabteilung des Weltfriedensbundes) gegründet worden ist hat der Berbaud der Jüdi>chen Jugendvereine Deutschlands die Bundesarbeit während der Herbftfeierlagc unter vorstehendes Thema gestellt. Es ist daher besondere Pflicht der jüdischen Jugend, sich mit dem Problem des Friedens auseinander zujetzen und mit allen .Kräften dazu beiznirageu, der Fliedensidee in der Welt zum Siege zu verhelje». II Wohlsahrtsbriefmarken. Am 1. Roveniber beginnt die Aus _ | gäbe der neue» Wohlfahrtsmarke», darunter eine Serie Pfg. K | Marken mit dem Wappen von Breme». Ter Ertrag wird in ergler Linie zur Erholungslursorge noch itiiiit schiilpslichliger .Kinder und deren Mütter >owie der fchuleutlassene» Jugendlichen Per Wendung finden. Tie jüdischen Firmen werden gebeten, ihren Bedarf lediglich beim Indischen Wohljahrtsan» zu decken, t Siehe besondere Bekanntmachung.) Jüdisches Altersheim. Ter .»bliche Ehol hamoed Gottesdienst wird während des Laubhullenfestes am Montag, 21. Oktober, vor mittags N Uhr, veranstaltet. Herr Rabbiner Dr. Aber gestattet sich in seiner Eigenjchasl a(s Ehassan Thora, die Gememdemitglieder und ihre Angehori gen am Simchas Thorafesie, Sonntag, 27. Oktober, liach Schluß des Gottesdienstes zum.Kiddujch einzuladen tam Tvbbe» Rr. >21 >. Bereins-Jubiläum. Am Ul. Oktober sind 27, Jahre ver flössen, seitdem der Schwejternbund der .Kaisei Friedrich Loge UOBB. errichtet worden ist. In stiller emsiger Arbeit hat diese Organisation Wohltätigkeit geübt und Licht und Freude tu manche Familie gebracht, die sich ohne das laikiastige Tnrchgreisen der leitenden Persöulichkeilen des Schwesternbnndes nicht zu helseii ivußte. Möge es dem Bunde nie an edlen Frauen sehlen, die Perstand und Herzensgüte paaren und jedem Hilsesnchendeu mut tei l ich helfend zur Seite stehen. " Störung des Gottesdienstes. 'Am erjlen Rausch Haschonoh Tage trat während der Predigt eine erhebliche Storung in der Synagoge ein. Durch daz slandaloje.PerhaUe« eines Rkftgtirdos, das nach Degmncher Predigt die Oessnung der geschlossenen Tur verlangte und durchsetzte, ivnrde eine längere Unterbrechung der Predigt ersordcrlich. Gegen den Störeusried ist ei» Perfahren .cingelcilel worden, da»iit solche Renitenz nicht ohne Sühne bleibt und ei» Exempel statuiert wird. Bedient Euch der Ablöslingotelegraminr. Es ijl schon wieder holt darauf hingeivieseu, daß der .Kranken Wohliaiigkeiis Perein (Ehewra kadischaj Ablvsungstelegraniine ansgiebt, die zum Preise von l Mark das Stück im Gemeindebnro und bei den Eheivra Gaboii» erhältlich sind. Wer sich der Ablösnngs Telegramuie be dient, nützt der Wohltätigkeit. Strrfemann-Ehrung. 'Als sich am Sterbetage des deutschen Reichsanßenniinisters Tr. Slresemann die Gemeinde zur Be grüßung des nenz» religiösen Jahres verfauunelt halte, gedachte Herr Rabbiner Tr. Aber in der traditionellen Renjahrs Ansprache des' »»erwartete» Hiiifcheidens des großen Siaaisinannes, dessen Ableben ohne Unterschied der .Konsesjionen und Parteien als ei» schwerer Schlag für das gesamte deutsche Paierlaiid einpsnndeii wird. Zu Ehren des Tahingeschiedenen erhcw ji>k> die ('ieiu.iiii'o und hö)te den Rachrnj in stiller Erchrifsenheit an/ Anßeuininisler Tr. Ssresemail», der in jndischeii Tingen nicht hervorirat, halte auf dev letzten Pölkerbnndstagnng anläßlich der arabischen lieber fälle in Palästina das Won ergriffen »iid namens der denljcheu Regierung dem Wunsche nach baldiger Besriednng der Lage Aus druck verliehen. Tie Witwe des Perstorbenen eulsiamnii der jn dische» Familie Behrens Ebsiors. Spenden-Attion an den beiden Reujahrstage». Fiil die für Synagvgeiispende» zugelasjenen elf Jnsnuiionen iviirden'vou 21 Spender» in der Synagoge Mark, von 2.0 Spendet» in der „Union" »>.'>»,.',i> Mark angewiesen. Israelitische Gartenba»schule Ahlem. Tn dt>.-»,lii!g> Herbsiprnsnng der märiiierlalillmg,' der Jnaelilischen te,a,,enl»in schule Ahlem fand mit Tiensiag, den 17. ScvtcUlber, flau lu Prüfniigstoinmiisio» setzte iulv zniamnic» ans den Herren: Landiviriichastsrat und igartcnbaudirellor Huber von der Landivirtschaststaniiner Hannover, Gärinereibesitzer M e»er an-.- Kirchrode als Vertreter der Arbeitgeber, Stadt. Rev»'r>i»riner Scheffer von der <rt>irte»vern>äll»iig Hannover als Perlr>ler dar Arbeitnehmer. Tie Prüjuug fand tu dein -m* Morgen nin lassende» Betriebe der Israelitische» "tarieiibanschnle. natl und Gemeinnütziges Bestattungs-Institut Germanlastraße 84 / Telephon Roland 1147 - Abteilung Stelnhauerel Waller-Heerstralje . Telephon Roland 10642 Abteilung Pastorenweg Telephon Roland 1589