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Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-10-15 · 14 (15.10.1929) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
14 (15.10.1929)
Date
1929-10-15
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Jüdisches Wohlfahrtsamt Bremen. An die Bremer Juden? I >ic I Ivrbstfcivrtage stellen besonders große An* ft>rdertmgen an das Wohlfahrtsamt. Die sdiwere Not der gegenwärtigen Zeit hat die Zahl der Notleidenden bedeutend vermehrt. Mehr als bisher mußte anläßlich-der l lerhstfeicr* tage zugunsten der bedürftigen in unserer Gemeinde geschehen und der vor der Tür stehende Winter erfordert aufs neue Aufwendungen, die nur mit Hilfe unserer (iemeindemitglieder geleistet werden können. Wir richten daher an jeden edeldenkenden Glauhensbruder die herzliche Bitte ' Offne Herz und Hand und kargnicht mit Deiner Spende. Was Du gewähren kannst, gewähre gleich, 1 )enn Aufschub mindert jeder Gabe Wert 1 Bremen, den 15. Oktober I Wohlfahrts-Kommission der Israelitischen (iemeinde. Kranken-Wohltätigkeits-Vereih Israelitischer Trauert verein Annahmestellen für Spenden lind (iesdienkc befinden sich - I. lüdisdies Wohlfahrtsamt, < iurtenstrdlk’ l\ ’. 1 tormstadter. und Nationalbank für Konto: Jüd.Wohlfahrtsamt .v l’ostsiheckkonto 55<S>$ Hamburg für das |üd. Wohlfahrtsamt 4. )üchsihe'Altersheim, (iropclingcr llccrstrafce 167 lliankkontoi Bremer Bank) 5. Kleiderkammer, (iartenslrafce 7, ab/ngeben beim Hauswart: (iartenstrake 6 V. Indische-. (lemeindebctro, (iartenstrahe 7, geöffnet 6-12 Uhr 7. telephonische Bestellungen: Dotnsheide 2S5S5. ifitficlic' iub tliiotcitidi wie manisch aui ptc'ihutbfitllitic'ii, wie n.entuie, Chühau, 2fh»iiti’luntrn, ieiner Banmichitle und 'l'ilatt -,i'iit.iltitici! diu Idititiitii wate» iid>-> i'rlnliitge vtiiclniien. Me in cv> itnn.is.it ^.-lii-.iti nun mvi da fite» nit-igetulhi'l wende» ituev Miatihe» alle; die 'iu'iinitig->i'i'grl'uijh' laiiteii wie ialflt: 2 gr»iig.rtth, .’» deutlich g»>, I »tu '.'ln-> :liudiul>t harani, dein Me t»Muhen jungen ivute, die uni Itter i» u»fever Anstalt als Vebrltuge nnluelmien. tidi lut uns er» lin »erlich c'ittmiclel» »»d 11tuil.ngen diiiiiie», a»d> reijeits die Atiiatdettttige», dte a» die Inuiltnge giü.lli laetden, dem Pntsichlag »»lerer Zeit etti «vrech:ttd.' gegen iittlter a»»etcnde»tltch genetgert si»d, teilt» dte '.'litisolr-:-U innig mit Meiern Brirsmigsergehnis recht znsriede» teilt eiltet.Mefei '.loinliiigc iit bereuemidi tnrhiüiua uutertaegs, um iettte>» Bruder, der eine gejubene »itd ergiebige Blanlage' heit Nt. bei bei e» weitere» '.'liK-lmu helulilnb v> sei». Tte n ttbentt Hinge» reute itttc i» etilirneehetide» iMehitieiutellntigeu r» Xetttjch laut» »tuet gebracht Ite '.'luftait-Miituug iit erfreut, bat; es ihr geltttige» iit. vt New.i>e», wie dereelitigi die ddee» des iMriiiibers »iiierer Vlititalt, \vi>u .Muuiiil 2 t nt u n, idunt vor mehr nto hretliig diilne» wate», »»lerer liiMjibeu .dngetib diese gesunde »Itd amh WIIPcl'eiitltdie» (iric'lg »erirn erbeiide Arbeit ',» er mügtiefieu B.-tr luu'ie». das; stell wieder»,» aus alle» 2,bi,bleu der litMidv» 'thin'ltn»ttg Crlier» üiide». die ihre Mitabe» hi,eiet» 'hei nie vtntlnen we>de» rtttd edle Förderer, die der Anstalt beite» die tchwere .int;» itderwiiide», dte auch hier durch Me allgemeine »>ttthhuitltihe Vage beliebt. Tie »eite» Minie, die lieh amh aui da-.- cgandwcrlgemetbe 2i1mh»iaiber und 2>b»eider erftroti». hegimte» tef-t i»t\ verhit, ia da» '.'.'ettatt utelMtuge» tan muh vargenamme» werdelt löiiite». BernssveiniitUititg. iLiite alihelannie utdürlie dirnta im Vttg’iidie» iiulit i»r ihr B.-aN, 'B.-etß ,,»d .'iurvuarengeidiajt eine iimaere Berlanieri» : „steiniaii im .vattie Tas dühiiibe B.-ahlia»rtsamt iit de rot. 'heiae ib» u n-:-i ehret l'ett, die amh (Mehalt-:- aiiitnudie »ud Bl>atagrg»l»e enthalte» ialleu, w>iterztthtte». ,;)lint» lim den dangt»et», d» Mo. I der „Breme« Ballsv^inng" denn , Ctibl’ii de-. d'-' wird die O'utiihliif.ungl der „Bereinigung tradiitaneN geiet'-esir. »er r>iabbimr Tenifdi ] lande" betr. i'Sehurn»heidiräittnitg »»d Müidlehr vir Ci’tnfadiheit der vcbcii->iühruug >md vtr drnhelie i» kxiiuiieher B.'-eiie glaiitert u »b ale- '.'leuiiernug anhadater Bi »der beurteilt. 2 e11e»-:- der 'ibnitlettiutg des emnihme» giablnnerr'erl'erndes iit der „Brettier Batts'.etttmg" dataiiil't» eine O'i'wtderttttg vtr Berösietitliehttttg '.»gegangen, t» der es heißt: „Wir glaube», dai' der Banatni des B>»deriitttts, weis; c-ati. ans diele Brallamana» »trhi das'! '.'lui 2el.liclitlieit der vehettsiedn»ttg hat nbltei'Utib jeher Eihiter »»b vtigtentler vt drnige». ehenia täte jeher '.Hrv her ,vrithehe gegenith, r. atti;eivt'elteilet» o'.et'eliteehtsaertehr de» Barzttg gehe» wird. Und ans die d'tetide »»d das i'Hiiif einer finherreiiheti i Gin Appell de« |obbof^af(6nd«n 9fr6rik nehme» an -te Senlschen Ravbtnen. Die Bundesleitung des Angestelltenbund „AgudaS.IlSroel" versendet soeben an die deutschen Rabbinen einen Ausruf, dem wir entnehmen: In ernster Lorge um die Zukunft der sabbathaltenden Arbeitnehmerschaft aller Berufe wenden wir uns emeut an Eie mit der Bitte, uns in noch erhöhterem Maße wir bisher zu unterstützen. .Zahlreich sind unsere Klagen: Wir beklagen, daß noch immer sabbathallende Firmen die sabbathaltenden Äellensuchenden bei Besetzung von Bakanzen in keiner Weile berücksichtigen. Wir beklagen, daß Betriebe, die durch „RabbinalsaufsichC ein Monopol haben (Lebensmittelgeschäfte. öotelS, Restaurationen) in nur sehr geringem Ausmaße jüdisches Personal einsiellem Wir beklagen auf das Allerliefste, daß gesetzeStteue Arbeitgeber ihre Angestelllen untertariflich bezahlen und dadurch die Notlage der Labbathalienden ausnlltzen. Wir beklagen, daß die jüdischen. Arbeitgeber auf die relialösen Belange der Arbeitnehmer keine Rücksicht nehmen, während man in dieser tzinsicht gegenüber dem nichtjüdischen ArbeiMehmer überaus tolerant ist. Die meisten Betriebe schließen am Freitag erst nach Ennagogcnbeginn und öffnen am Eamstog abend so früh, daß dem gesetzeslrcucnArbeiMchmer unmöglich ist, den Gottesdienstzu besuchen. ditittilie hinztttveisen, ist doch tvvhl nur der Ausdruck eines rein me»sct>itche» und ganz natürlichen lÄe'jühis. Von Muckertum kann da gar nicht die Äede sein, sondern von Enveckung des Berantwcntlutgsgesüliles jedes Menschen für das Glück und das Wohlergehett Aller. Ick» habe »ttch besonders gewundert, in der „Bremer Bviiszeittutg" diese Rüge zu finden. Bis setzt haben gerade die heutjibe» Arbeiterkreise den Bürgerliche» dari» ei» Borbild gegeben, daß sie trotz schwerer und beschränkter Vcl'ctknierlmltiiijii' in ruhigem Bertram'» z» sich selbst den Mut hatten, jung zn freien uith gern die sorge eines kinderreichen i’helitbrn Vehens aus sich jjir iiehmen. 'B.ienn eine Rabbinervereinig»»g gegenüber der selbsisttcht gewisser aus Lebensgenuß bedackiter schichte» »atürliches schlichtes Me»sck>e»tum zum Ideal erbebt, erscheint »ns der Boriutirs des Mttckertttms unberechttgt." bsriindstiickstansch. Das Eigeiituittsrecht a» den Grundstückeu Bor dem steintor ZÖ, seit Jahrzehiiteii im Besitz der daiiiilie Philipp stet», »»d K»etdclbergrr straße IB, Wohnhaus des mm Be'»»a Echnsterma»», istdurch Tauschvcrtrag ge- Ive'cklse'lt ivordeu. Iüüisches Wohlfahrtsamt Sremen. sprechsttiiidc» jede» Montag »»d Tomicrstag 9—12 Uhr im Wohliahrlsbureait, (Martcttstraßc l>. Fernrns: Tomshcide 26588. Postscheck >iv»to: ööiüiS .öaiitbnrg. Bank Zioiito: Tarmstädter und '.>eativ»alba»k. Zugunsten der Deutschen Nothilfe beginnt am 1. November der Vertrieb der Wohlsahrtsbriesmarken 1929, deren Ertrag nur zur Linderung materieller Notstände, und zwar in erster Linie zur Kräftigung der Jugend, bestimmt ist. Zur Ausgabe gelangen: 5, Pfg.-Marken tBerkaufspreis 7 Pfg.) Wappen von Bremen s Psg. Marken tBerfeinfspreis 12 Pfg.) Wappen von Lippe lö Psg Marken (Berkansspreis 20 Pfg.) Wappen ooir Lübeck 25 Pig.»Marken <Berfa»sspreis!!.'> Psg) Wappen von M.-Strelitz 50 Psg. Marke» kBerfattsspreis 90 Pfg) Wappen von Sch.-Lippe. Jycrucv flibt die Reichspost ciuc a»ulichc Bildpostkarte mit ein» gednickier M-Pfg. Wohlfahrtsmarke z»»i Berkaufspreis von 12 Psg. heraus, sowie Marfenhestche» z»m Preise von 1,50 Mark, enihallend 0 stück 5 Pfg. Marke», 1 stück 8-Pfg.-Marken und :> stück 15 Psg.-Marke». Die Wohlfahrlsbriefmarfe» sind vollwertige amtliche Postwertzeichen, gültig zur drattktenutg aller Poftsendungen nach dem In- »nd Aitslaiid. ^Der Pcririeb innerhalb des jüdische» Gemeindebezirks Bremen liegt, wie bisher, dem diidische» Wohlfahrtsamt ob. Alle jüdischen Firmen werden gebeten, ihre gesamte vteschäftS. post während einer Woche oder einiger Tag« im November, Dezember und Januar mit Wohlfahrtsbriefmarken zu frankieren und beim Jüdischen Wohlfahrtsamt zu bestellen, dem 80 Prozent des Reinertrages z»fließen. A»f die Wohl|ahrlsli^eft»arke» mit Bremer Wappen wird besonders hiugewieskn. _Vereinsanzeigen aus Bremen._ Iiiüifcher Turn» und Sportverein Seemen. Anschrift: Ad. .<5 c v c v g, Georgstraße 44. s o»n tag, de» :). Rovember: Propaganda-2chau» tu rite» ll.:!0- >2.80 Uhr Tttrnhalle altes Gymnasium, Dechanatslraße khinter der Äauplpost). — Abends 8 Uhr: F e sl b a I l in, Hagsaal, Böttcherstraße.

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