Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 12 (15.9.1929)
- Date
- 1929-09-15
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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WienerBäckerei und Konditorei Berthold Gröger Hrcnien,()NU'rli»rssJpinMoj{77, TelephonDtmisheidc 2d<2S Im m.niir darauf aufmerksam, ettfi all /ur I lerstvllun» der Waren nur die beste Mnlkerei*l’*iitler reffende Zamilien-Nachrichten. Bremen. 7". e l> n i t v t n <t : ."vinu Tavid Zeilrugu», lllijc, iH'lv '1^1:-, Cluinm.!>, am l’\ -Ji'pteml'W. Bremen. "> c it o il<V it : Jani? -.'Upa? an* tlii'itootf, |s Zähre alt, am ■'!. icptctulai. v Zahrjcil, am Borabend des aiiiii'tit'l'Ciicii laflCö l'Oiiirmcn?: 17 ii'ptfml'cv: Elias tn Berg. 11. ZiOU’inlvr (fiitil liolK’it. 11. 'it'tnul'a: Ciiac- Cftro, Eduard '.'lU'taiii'cv. Iva;>i \miiu' lein ,7al)r;eiHirtn an;nitäa, hat ('a'lciinil)cit, »n-iu-n iKuitiKv L' iaadt Sie i'ic&adttni-;* Vidtt Iniuidnnin; in Ser iimaiU'iie m K'iiuoe». Anmeldniig beim Z>e»tetndediener. Iva Z,aln teil hat, t'licao Sen schonen alle» Brauch, sich im t'ic denken.an ierne vieben Surch Lpendeir au unsere rgemciitdevercinc iopal ',u. betätigen. Dremer Nachrickten. Meudelssohn-mier der Israelitischen bletnrindc. ,\m Rahmen s7 - £.it'l’.itiuuti■>C'u'niti-> saud mit 7. Lepteuiber Sie Zeier des ->«e ^>eb»> isiage-:- B.oies Mendelssohns statt. Herr Rabbiner T>;’lIh'i. Sei seiner Z-eitpredtgt das Baut des Propherenabschnil :es gigruiide aeleai Italientat meine 'iinnti' in deine» Mund, Sara d:ck> im schauen meiner Hände, de» Himmel aus mUMiiuvn und Sie Erde;n gründen,;» '',ion ',u sprechen: „Mein Bolk diii du'", schilderte die Iiarie Zugend und de» geistigen 'Aus niea Mendelssohns, charalterliierte die. Bedeutung der Z-rennd ichair -veiiings i»r de» jituge» Tenler und eiste, das, der Ci'ifoln V.' „Bbadoii", der vielen, die mir dem Eiedanken a» de» Zreitod nmgmgen. neuen Lebensmrik gab, aus der die lebensbejahende Vebre des Zndentnms l>ernlie, die Mendelsivlm im iR'wande der '.eugenoiirschen Philosophie der auilmrcheudeu Well tnndere. Er Iiave ai'.'i unpt nur den Blid;nm Himmel der Ideale eurpvr gehoben. sondan mit Etiolg au der so;ialen Hebung seiner bilait be»-:-ae>ioiie» gearbeitet, die Et»an;ipation der Ariden geistig vvr vereirer und rnirrig gegenüber allen Bekehrnngsversnche» eines Valuta und anderer seiner v'lanbensgemeinschast ft dt lu'fannt, Ser er die leinen Zahre seines Vedens durch seine jüdischen Lckiris ten. vvr allem durch sein Werk .,Zanialem vder religiöse Macht iuid Z»dent»»t". sowie als >ia»rpfer fürs Recht diente. . Ter riieit, der aiitft n»i' ivi» Hauptwerk, die Uebersevuiig des Pen iarench ins^Hochdentidie, entbrannte, ne Iw re heute der» Bergangen!>eu au. Tie Eingliederung der Ariden in die deutsche' diullur Iiave de», ,7iide»inm leine» Abbruch getan. Rick» jeder aber konnte den Uebergang mir svlelier Sicherheit sindeu wie ein Men delsivlr». und iv haveu die Rabbinen, die Mendelssvh» vesehdeteu, niel't w iinreelii gehabt. als sie die schlimmsten Erichnlterutrg.'ir 'in das indische' Vel>eu vetiilchtete». Bielleicht ist es erst unserer i’iitt Vorbehalten. Tenischtnm mit Zndentiim;» vereinsgen, vhne das eine Mni Motten des anderen \n schwäche». Teshalb sei jeirt der aeichschtliche '.'Ivitand sewvnnen. das Berdienst Moses Men ielsivlms danlvar-pt ieiern Ruch der ,7nse»d>wttesdieust am Rachrrrrttas naud im 'seiche» Mvies Mendelssohns, baue Ru rahl kuemplare des Buches von Herders über Moses Mendels söhn aelanpie»;m Berteilnns Iraticricicr aiilählid) der arabischen Unruhe» in Baliislina. U»t Ser rrauer über die v pier der Unruhen in Balästina wirr anren BiisSrnd;» S''ven. sand am Mittwoch, den I September, vei le.rer 'Brum14Jta1 «i eine e r a.» e r s e ier' in der Lmtaaore >tar> r'lnlnnpienSTs» de» Vlitsipr»cli: „drei loitvare rs>aven hat r'iait .dstael aerteven. jedoch nur um den Breis der Veidrw: die eora. h're>7ir,rel und die '.nlnnstirie Beeil" suhlte Herr Rabbiner e > :'l o e > ans. d.rir die herein,revrod'ene .»iataiirophe wohl'einen :'rndirvl.rr Sarirelle, aber Sie ideale o^iinnnnii. die im .'Insvan Bnn,i„a„ >t>h veliindeie. denuorh mit sottlicber Hilie ihre serudtte iriren.werde Beiondeis beklaue er das Blutbad in Hebron, da-- Breniche» Venoben habe, Sie aus der .o.'ichiw.r nr T-Ivbodla '»'.'Inend des .»»neaes rturer/Mrrtvirl»»s von Räbbiner Tr. Ro'enad i. r'l wieder ins veven aerchseni heroor!re>ia>i,r'i> waren, und die in Balr iiina die 'B.'.rwirlli»l''„n,i des alteir jndiälie» rderis. ..Bereinianna von V.rndva» n»d voraiindinm ans re h.eili dem 'Boden", erlio'it hatten. Mit Sem „T> rrtole r.rdra mtiit" vo> peo'sneter Vade endete die etanerseier. an die ii>h der uadtnorielle ,\om ktppnr katat: te^,,,esdienit attjrl'lost. Ter rar lu^elen Ihren Goldwaren Silberwaren D e Hervorragend aparie Auswahl ln allen Arimein und Preislagen Fischbein luwelier Obernstrasse 26 Vielau liin^an^ lissi^ltausl A Wätchehaus Fink Obernitraf)e liefert Qualitätsware zu kleinen Preisen Komplette Braut« und Baby«Aussteuern selbst war. wie i» vielen v>',e»tettrderr, so arrdt i» Bremen, als Lattiih zibbur, ba'itteiitdesasttari, anssernsett worden. Märien bald ans de», VanSe der Bater bessere '.>> ach richten rintresfe», die trus die r>',ervisrheir peben, das; das 'IBerk des Brrsbarrs, das durdi bUnudptttr der .leivtsh Brienc» '?ln>iele>renheit der ,r>in;e» Ariden heit rreworden ist,'wieder ritsiiji vorwärts schreitet’ Zuin Tode von Tr. Wall. Turd) das r'l bl eben dieses edle» Brenschen, der nur ideale» ^»tcresje» lebte, ist nidir nur seine ettriere svamilie, sondern ein großer Hrc»»dcskrejs i» riese Trauer verseht tvorden. Mit »»ermsidlid>e»i Eifer widtticle er sich der Propaganda siir de» Wiederansbait des Heiligen Lattdes: seinen ei»;igcrr Tohrr lies; er als Landwirt ansbilden »rrd rradf Ere;?,s;ael iibersiedel». Es war ei» tragisches Bleschick, daß er gerade in dem -liigenblick ans diesem Lebe» abbernfen wurde, als die Uebersälle ans die junge» jndrsdien Ticdlnngcn ihren Änsang nahmen und Lebe» »nd Eint vieler Ehal»;im fvrdericn, die in gliihendem Idealismus ins Land ihre> Bäler;uruckgekehrt waren. Bei der Trauerseter sdiilderte der Ulemettrderabbtner die erhebende (siorrsliebe, die der Berstvrbene an de» Tag legre und die Vorbild lich fiti^alle war. Ätt den syeldptge» >!>lk 1 it1 s naht» Tr. Will jahrelang als Beterinärar;t teil: erst lange nach .Kriegsende ge lang es ihm, ans Rumänien, wo die Armee Mackcnsc» inter nier.t war, nuter großen Enlbehrnngen die Heimat )rr errcidrcu. ein seinem Trat» fand seine gewissenhafte Tätigkeit bet der bremi sdieir Tchladithosbehörde durch wiederholte Berusnug Anerkrnnnitg. Besonders gesdtäht war Tr. Wall irrt Berein siir Tchäserhnnde: seine gemeinverständlidten Bvrträge und '.'lbhandlungen aus dem »lebiete der Tierheilkunde wurden immer mit Interesse erlv.irlek ,>n der Israelitische» H>e»rei»de gehörte er eine 'icitlang der Tahuttgs-.Uommission au. Ei» sdileicherrdes Leide», das eine 'gveimalige Tperativu ersorderlich mad»e, sehie dem Leben dieses Idealisten eitt frühes Ziel. Lädier;addik liwrvdw! Mehr Würde bei Beerdigungen'. To selbjtversländltd) es ist, daß die osfipelle» Bertreler der oieureiude und der Ehewea kadisdia nur im sd»var;eu An;ng und mit Z,hlinder au einer Be erdignug teilnehmen, jo enlsprtdM es dod>. der Würde einer jiidi. jäten Beerdigung, daß aud> alle übrigen Teilnehmer der Trauer veriantinlung sdnvar; gekleidet, ersdieinen. Biogen andere Länder andere Litten haben: in Rordwrst Teutsdtlaud, insbesondere in Bremen, ist es^gang und gäbe, daß »rau a-tt Trauerjeier» der deutsdteu Laudesiilte enisprechettd teiluiurmt und die Wurde der Traiterseter itidu durdt Ersdteinen im Hellen A»;ug mit Lpa;icr jtorf und buntem Lchlapphut oder im Hellen Lommerpaletot stört. Auch von de» Tante», wen» sie es »berhanpr für geboten halten, Z.euge einer Beerdigung;u sein, muß mehr Riidsichtnahme aus die Weihe des .Triedhofs und aus die Trauersrier selbst verlangt werden: nid» jmitrer braud» aus bilei>hg»lti>rkeit gegenüber den Leidtragende» gesdtlossen;» werde», werru Tarrreu in bunte» BlusenE und aussallettd sidttbare» weiße» Ltriimpfe»;ur Ltätlr des Tvdes kommett: immerhiu: ei» wenig mehr Radidenken und ei» wenig mehr Rücksicht ans die Majestät des Todes tut not. Tic Lyiragogcn-blctrrriiidc Weener i'Tstsrieslandi, der viele .fY-amtlii'it unserer r>;cmeinde entstamme», ladet;nr Üeilnahute an der T-eier des hundertjährigen Lhtiagogeu Zttbiläntns am R>. bis 11. Lepteurber ei». Beginn am nächste» iereitag, 1 s.:5t> Uhr, unter Mitwirkung des '.>fOrder Lttnagogen Ehors, Ansprache des Herrn Prediger Bote»: am Labbat, s.:i» Uhr beginnend, mit predigt L. E. des Herr» Landrabbiners Tr. Blum Etndeu: Lonu tag, I!«.:!» Uhr: Festabend iur Hotel „Z>um Weinberge". Israelitischer ^raucnvcrein. Während bisher nur ein ei»;igesnial im Zähre, aus der l^eneralveriautinlnng, Sie Blilglieder;ujantnte»trafe», besteht jept die Abstd», d»rd> gesellige Per ansialtrrngen de» Z,niai»»re»sd>l>tß unter den grauen nusercr l^e meiude;» sordertr und das Zntereiie an den so scgeusreidieu Be strebuitgeu des Z-rane»veriiis;» wecke». Ter erste Unterhallungs Radiutittag dieser Art sindet am Tieustag, 17. Leptember, »m I» Uhb im weißen Zaal der „tllatsstuben" statt. Z-ran Mitnrie :>ioseuak spricht tiber Palltbres „Tas unbekannte Heiliginnt", Tdrau Alice Zrettdenberg singt und Z-rau Agnes Reutnark begleitet am .»lavier: ansdtließeitd geurniliches Beisammensein. Tieje „Lickiien Tienstage" sollen allmouatlidi wiederholt werden. Hos fctttlid) geling! es durch rege Beteiligung aller.Bereinsmitglieder, die Bestreb,tnge» der Bereiitsleitnng in die Tat »htpiseven. Rcligionsschulc. Anläßlickt der Moses Mendelssohn Zn bi laumsseier srellte der räenreinderat eine An;ahl Zugcndbücher, betitelt „Moses Mendelssohn, ein Lebensbild für die israelilischc