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Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-05-01 · 3 (1.5.1929) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
3 (1.5.1929)
Date
1929-05-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Ganz besonders erregten die Jene die hohe Beachtung unserer >1 ricflcr. Wie eigenartig sind dock da» Lanbliüllenfen. der Neujahrstag iin Oktober mit den, Anblasen de» ne>n-n Jahres aui einem Horn im «Kottesdienn, der grvsze seriell nungstcuz, »nier Bnntag, mit seinem viernndzivanignündiae-i Jaslen, Pasiab am l-> Aifan, im '-Huri L. ,'iir den Glninen verbinden fick» mit Vasiatzfen und Vaiiahlamin irnr ernnr Passionsgedanke» und die Weibe der nenlenanientlicli-.n Paiiab, des heiligen Abendmahls. Ihr den Inden in Pafiil,, wie. für uns Weihnachten, ein ausgesprochenes religiöses Ji.nilien fest und zugleich ein Jest froher na'i-.inale-. G innernng ...'lnsollt diesen Tag haben znm Gedächtnis und füllt ilm 'eiern dem Herrn znm JeÜ, ihr und alle eure Aachkommen -,nr ewigen Weihe" '2. Mole 12.1IV Bei der Jeier des Pasiali-esie?- geht an der Teele des Volkes die ganze Reibe von Wundern vorüber, die der Arm Jehovas getan batte in t'n’ritt und Vernichtung über den Jeinden, in Hilfe und Lieg über den Zeinen, alle seine Grosztaten. mit denen sie heraus bin durch und hinein geführt hatte in das gelobte Land, in da» den Patriarclw» einft gelobte, versprochene Hand . rieben Tage sollst du »»gesäuert Brot essen, und soll kein Tanerieig bei dir gesehen iverden," lautet das i'leicn 2» mied d n,n morgens das letzte gesäuerte Brot genossen, das Ileb-jabl i ibende aber znm Zeichen der inneren Reinigung und J-ües 'rüste verbrannt, de- Tanerteig mit feiner dnechdringenden Kraft ist ihnen ein Tnmbol der das ganze Leben de- "le-if-' e» dnrch'äneendeii ^ünde Tas Paifahfen beginn» »ne jede- "aa de? alttestamentlichen Volkes mit Tonnennntergang. Aa-->' - Jeier in der Tnnagoge fan,vielt sich die J-amilie -n e'"e«, kultisch freudigen Mable Wer allein im Leben ftelit, >ch'ie-?> sich einer befreundeten Janiilie an ^ie Tabbatlenck-t-r ">eden entzündet, Tilberschnin-k ivie Geschirr, das im ji»rnt Jabre n>nr zn diesem festlichen Tage benutz» ivi-d, -ie-» t-c-i Tisch, Vor iede'n Pla'z- Hebt rj„ >,iit Wein aefsillte- "e!» der Mitte ein g-önere-, e'- iü für Glish» fl» de-' Me-nci'- bestinimt. Ter Glaube ist verbreitet, gerade in der Vana'- i'acht Nord er als E--eft-r zu seine-» V-'lke ko»,>n-">, und we-m er gastlich, segnend e'n'rift. so s->ll e>- iebe-id l big (-„-in,-', dein Becher steht bereit Auch ein Beutel ans "-»ive-n "inn>-" lieat für s.-d-s ivännliche Glied de- Ta-nil'e a->f »-e » fjc-k., fr enthält die Mazze Tie Tochter de§ Hanfes liii ih-i fbön de stickt, >vir lelen da die Worte? Israel, Kallen P-ieüer' Le"i» Pafsab, Mcizze, nioreer ^bitterV Gin T'ttl JleifAe-i»i'e-t an hga einstige Vafsablamni und bitt-rer Talat an die hg'- •' Jrona-beit der Bätein Aegyvtei. Tizn gibt r* eine Tvrife ans Mus und Wein mit vier Gewürzen, und a > delinke?, Tcite jedes Tellers liegt ein Ei Tas Ei in in Js-ael das -seichen der Trauer, denn abgeschlossen gegen di - Anne-in- -Ii nur das Ei iü auch die Ttiniinnng eines Trauernden Tarnn, eH.--> auch d e Juden am Tage de- Jerstöning Jerusal-ns oder nach der Heinikehr von einen, Begräbnis Gier. Gbenso legen in Russisch Polen die Teilnehmer bei einer Beerdigung e?» Gi als Zeichen des Beileids auf das f-ii-.1i gehänile ,'Hab Giner nnter nnfere» Aeiterslenten.beim, Vormarsch gegen iTsten hatte dies fpin gekriegt und botanisierte darum auffallend still und fromm. irden Indens:nedl'of ab' Ter Hansvaier und Briener.eröffnet das Mali!: „Tei ge lobt, Herr »nier i'n'M, dii etonig der Welt, der dn die Jrnchl des Weinftochs gefcha f?> lian - Tie manntiel-en >r>iieder des Hanfes trinken d.-n Beäier, de,,-, »nr diefe feiern, festlich ge kleidet in ihre» Mitu-I, de» ineiize» >>lebeis»ia»iel ,-',>>> Vinte,, des Hansväiers l-rgi ein niffen, das Haifabeit: Haifa in ein talinndifches Wort iind bedrntel Anbe, atfo ei,i -linliebell Auf dieses leiint er fi-1> ö-'lers, rekelt er üb liöäin auffällig. >i>» da durch in de?» g'e>cl-ni?-frol'ni Volke znm A»--drncle ,zn bringen, welch schöne, ruhigsei!?en> für ne in rut. Gegenia» z„ icti ■ r damals -,>,> ,',e-l der Bedrü lung unter Pliara" Tie Mazze wird ans ilirer Hülle genoni-ne.», gebraten, i» 2a>zioafier ge taucht tirrp genoffen Taiin fragl der älkene Tolin na>1> allem Rilns? ..Warm» in diefe Aaün verschiede» mm allen Rächten Alle -'lal le effen >oir Gboniez, »nier geioölmlil'es Abendbr't, nur in-tziefer Aa l-' effen mir Maz-e Alle -'fälle e>>e» um Grüne , nnin dü->er Aabeisen >vir -"toreer. b tiere itzrä». ler Alle Aächte nl-,en »>ir, >vie ivir ivollen. »nr in diefei- Aal-l fil'-en >vir ongelebii!Auf jede Trage gil>' der Vaiean der Hand der 2l>rifl die G-klärnng Alle le.ien mit.' die Kleineii mit gl-r-n Tinger l-en die -.'>iil»'labeii ei'i -g entlang fahrend '"i-i -lnaben von drei .Talire-i lial>e ich die >>el>iäifl-e "e'efm-liakeil feftgenellt ei» ganz ernannlil' ini>-Ilekln--ls früh enlivilelle» Volk' Tie ganze >e>efl-ichle de» A»»znges mit dem Gefa-'g der Vfaline-, lll ,,»" lll ge'it ittl uns «'oi-ü'-er Gin zineiter Bechertrnnk befl'lief:' die siiltiflie Tei-i, >-» drit'er ,,»d n'er'er e-ö-'f?'en „nd l>of '->iene>> da-in da' meb- »-esilil-e Tektn:ahl ^ie--> vie, nialige Trinken l>ringi die göltliln- -Ver beivnng des -'!elk>iiia»ii-ii!ider» zn«, -An--den k? ,Jl>, '-'-olt. N'ill euch anch-ühreii e-rellen — e-l'ö>e» uu^ a?il> annehmen?ni» Volk als e>ier G„tt" g>,-,i Ji'ingn,-», z„ nlei» e -. i»ar längfi^da» »o,,d»-ä»nl'--» aek-'-"ni-". e>- f blie> am Tülie ei», auch Abrabani und Hillel halten b-gieriz ihren Bebegeirnnken Wein gab es infolge des N riege» nil-t, man mns-.le >il> mii trübem Vosi>>e»ivak'er helfen al>er Talon,o, Jakob, Bär und Gbaini. fgf-te bent - seine -'"üdjgleil an ^ie -"tinter und Töl-ter der Tg„?i,ie „eh'i'en, febfi-^vint gekleidet und' aeschniüli. nn>- als Jnschanerinnen lind T1ene?n?',iien f>-fs^- iü spät geioorden, aber noch üebt der Haniübz-lier inmitlen de-- Tiflie» nnbe rührt Ta gibt der Valeder älteüen T" l-!er lächelnd einen -'i>?i>k, sie nimmt de» 'Bel-er und l-iil niil ibm vor die Tür des f'anses, in» zn sehen, ob der lieine-nm-tele "H-fiii» »il-l noch komme? Aber f" seb- >üan-b -'l,,dfchn, liäll, zur -lselile» und -nr Linken rnfsiflie -','alil n id' rnffiicher 'inergriindlicher Triili iabrsfchninl; raich loirft Tanja errötend ,nnen Bli l in den gebeininisvollen Br.l-er, denn nach allein Aberglaube» fall fie I-ei dieser <Kelegenbeii darinnen auf seinem virnnde das Bild -bres lnkUnflige» erblilen Tie tritt zn-iil in» d'er Becher ivird geleert To feiern >ie .Jabr für Jabr ilir Vafiab in Grinnernng und Hoffnung Die Nacht ües fiufbruchs. Ans der Bnbcr kliosenzlvcigschen Bibelübersetzung Es geschah zur Mitternacht, da schlug ER jeden Erstgeborenen im Land Aegypten, vom Erstgebornen Pharaos, der aus scincni Thron sitzt, bis zum Erstgebornen des Häftlings im Kerker, und jedes Erstgeborne des Bichs. J Da stand Pharao auf in der Nacht, er und all seine Diener »nd all Aegypten, - nnd ein grosser Zchrci war in Aegypten, es gab ja fein Hans, darin kein Toter war. Er berief Mosche und Aharon in der Nacht, er sprach: Ans, fort ans der Mitte meines Volkes, so ihr, so die die Töhnc Jihraels! Geht, dient IHM, nach eurem Redcit, so auch eure Zchafe, sö auch eure Rinder nehrnt. wie ihr geredet habt, geht! »nd wirkt auch mir einen Lege»! Nnd stark war Aegypten hinter dem Volk, es eilends ans dein Lande zn schicken. denn sic sprachen? Wir alle müssen sterben. To lud das Volk seinen Teig, eh er säuerte, ibre Backtröge, in ihre Gewänder gebunden, aus ihre Tchulicr. \Xic Töhnc Jißraels hatten aber nach Mosches Wort getan? Tie beischlen von den Aegyptrrn Tilbergeräl nnd lKoldg^räl »nd . Gewänder, »nd ER Halle dein Vol-kr Gnvsi in den Augen der Aegypter ge geben? Tie lieszen sichs erheischen. To schleppten sie Aegypten mit1 Aiitbraclien die Tölme Jiszraels von?z»an,szes n.rili Tl'nkkol, an sechsmalhnnderllansend Männer zn J-nsz, ohne da-- Kleiiipolk, auch. tiVJ'Cl vieles Tcbwarmgemiich mit ihnen hinans. dazu Aliafe nnd tliinder, eine mächlig grosze Herde. Tie buken den Teig, den iie ans Aegypten initsübrteii. zu Jladen knäien, den» er halle nicht gelänerl, denn verjagt wurde» ne ans Aegnplen nnd konnten iiäiniäil ans ballen, und auch -',ehr»ng ballen sie nch nicht bereitet. Ter Tiedlnng der Töline Jisziaels, ivie sie in Aegnplen gefiedelt Hallen, waren vierhundert nnd dreiszig 'Jahre, lind es geschah nach Ablauf der nierliniideri nnd dreiszig Jabr.. es geschah an eben dem Tag. da snlire» all TGJ-AG Tchaie,- an» de,» Lande Aeanplen Eine durchwachte Aachl ivar da» IHM, iie ans dein Land Aeanplen zn inliren, und das in den Tobne» Jisziaels allen snr ihre «Keschlechle» diele IHM dnr>li»'achie Aachl.

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